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Herzlich Willkommen Carlo Ancelotti

Ancelotti stencil

Servus Mister! Text: Marco Thielsch

Heute beginnt also wieder eine neue Ära bei unserem FC Bayern München. Wir freuen uns denke ich alle auf unsere mit den Neuzugängen nochmal stärkere und ohnehin schon großartige Mannschaft und sind gespannt, welche neuen Impulse Carlo Ancelotti den Jungs mitgibt. Die PK zu seiner Vorstellung verlief erst einmal wesentlich ruhiger und unaufgeregter als dies vor drei Jahren bei Pep Guardiola der Fall war. Weniger feuchte Unterhosen bei den Journalisten als damals und ein entspannter Trainer auf dem Podium, der halt bereits jedes erdenkliche Rodeo geritten ist, während Guardiola damals sichtlich positiv nervös war vor seiner zweiten Station als Trainer.

Inhaltlich war da nicht sehr viel rauszuholen aus Carlo. Das Telefonat mit Götze damals bleibt privat, der Kader ist toll, aber das Transferfenster ist noch sehr lange offen, spielerisch wird nicht so viel verändert und am wichtigsten ist ihm das Verhältnis mit seinen Spielern. Und natürlich viel Lob für den FC Bayern und seine Tradition und für die Arbeit seines Vorgängers, die er fortführen möchte. Vielleicht hätte man sich etwas konkretere Aussagen zu seinen Vorstellungen bezüglich seiner bevorzugten Spielweise und des Spielsystems wünschen können, welches er spielen lassen möchte. Ansonsten dienten aber schon die Fragen nicht dazu, wirklich konkrete Antworten zu bekommen.

Abgerundet wurde die Fragerunde mit dem letzten Wortbeitrag, der von Karlheinz Wild vom kicker stammte, welcher sich in seiner in jüngster Vergangenheit gewohnt folkloristischen Art bemüßigt und berechtigt fühlte, die Wünsche und Sehnsüchte des FC Bayern zu formulieren. Die natürlich ausschließlich aus dem Gewinn der Champions League bestehen. Dieser Wahnsinn geht also nahtlos weiter.

Ansonsten war Carlo Ancelotti ja von allen Seiten als Menschenfänger angekündigt. Abgesehen davon, dass ich dieses Wort nur in einem negativen Zusammenhang bei Sektenführern oder Populisten kannte, dies aber in Bezug auf Carlo merkwürdigerweise positiv gemeint war, bin ich persönlich nach der ersten Pressekonferenz noch nicht wirklich gefangen und in seinen Bann gezogen worden. Ich glaube das Charisma entfaltet sich bei ihm mehr auf den zweiten Blick. Aber das ist so oder so nur eine Randnotiz. Wichtig ist auf dem Platz und da werden wir zusammen mit dieser Mannschaft und sicherlich auch diesem Trainer sehr viel Spaß haben.

IMMER VORWÄRTS FCB!

München regiert

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Qiumi.de Medienkritik – Arroganz, Millionarios und Hans Sarpei

Qiumi.de Medienkritik – Jetzt wird zurückgeschossen!

Duselbayern? FC Hollywood? Ekstatische Kommentatoren, wenn Bayern München mal nicht gewinnt? Die Mitglieder des Bayernboards von www.qiumi.de nehmen sich die Medien zur Brust, wenn sie Unsinn über unseren ruhmreichen FC Bayern München verbreiten, oder mal wieder einfach nur stupide sind. Jetzt wird zurückgeschossen!

Heute: Arroganz, Millionarios und Hans Sarpei von bayern.qiumi.de User SCVe-andy

Kaum einer kann sich von folgender Situation freisprechen. Auf der Straße sieht man schon von weitem das Blaulicht mehrere Feuerwehr- und Krankenwagen, ein Hubschrauber setzt zur Landung an. Jeder weiß, da ist etwas schlimmes passiert. Besser, man guckt nicht hin. Man macht es trotzdem…

Ähnlich verhält es sich bei der Kommentarfunktion diverser Online-Medien und insbesondere auch bei Facebook und natürlich bleibt König Fußball da nicht außen vor. Man hätte besser nicht gelesen! Ein Beispiel vom vergangenem Wochenende zeigt dies eindrucksvoll.

Der kicker berichtet auf seiner Facebook-Seite über das Spiel der Bayern in Bremen. Ein typischer Bericht im kicker-Stil, da gibt es nicht viel zu meckern. Aber um eine Diskussion anzuheizen wird die Frage gestellt, wer den FC Bayern wohl überhaupt stoppen kann? Nun gut, diese Frage ist auch schon absurd. Sie fordert geradezu dazu auf, wenig geistreiche Antworten zu geben. Andererseits hätte der kicker auch jede andere Frage stellen können – die Antworten wären genauso sinnlos gewesen.

Okay – man muss einige User herausnehmen. Es kommen durchaus logische Antworten auf diese Frage. „Keiner“ könne die Bayern stoppen oder „der FCB kann sich nur selbst stoppen“. Angenommen! Auch User, die anführen, dass die Saison noch lang ist und dass der FC Bayern auch in der letzten Saison einen satten Vorsprung hatte sind okay und wenn man es dem zweimaligen Meister Dortmund zutraut, den Abstand nochmal aufzuholen – ist auch akzeptiert. Die Anzahl dieser vernünftigen Posts liegt aber höchstens bei 10 Prozent.

Kommen wir aber zu den sinnlosen Posts. Ganz eilige Zeitgenossen haben einen irren Spaß daran, den allerersten Kommentar abzugeben. „Erster“ heißt es dann ganz intelligent und zumindest da ist man zurzeit ja auf Augenhöhe mit den Bayern. Macht diese Einträge aber nicht besser.

Nicht fehlen beim Thema Bayern darf die Totschlag-These „Arroganz“: Ja! Felix ist Quälix, Sammer ein Motzki und Bayern ist arrogant. Passt immer! Nach Argumenten, die diese These stützen, sucht man vergebens. Bayern ist einfach arrogant – basta. Bestätigt wird diese These durch 23 „Likes“. Wer hier nicht „Gefällt mir“ drückt, ist entweder Bayern-Fan oder hat von Fußball keine Ahnung.

Wenn es ums Thema Geld geht, dann hört bei den Usern der Spaß auch auf. „Die Bayern kaufen der Konkurrenz die Spieler weg“. Ganz klar! So läuft das schon seit Jahren und man könnte schier den Eindruck haben, der FC Bayern hätte sich das Geld ergaunert. Ganz besonders erstaunlich wird dieser Geld-Vorwurf (seit wann ist es strafbar reich zu sein?), wenn er von Leuten aus Dortmund oder Gelsenkirchen kommt. Hier hat man es mit den Finanzen ja nicht immer so ernst genommen. Beim FC Bayern laufen natürlich nur „Millionarios“ und selbstverständlich die „Scheiß Millionäre“ auf dem Platz rum. Dieser Verweis darf in einer Diskussion nicht fehlen. Von diesen Herrschaften, die sich ja um sonst nichts kümmern müssen“, darf man ja wohl erwarten, dass sie in der Liga vorneweg marschieren. Dabei ist natürlich völlig klar, dass man in Dortmund und Gelsenkirchen nur für einen Appel und ein Ei spielt, beim Rest der Liga gar nur für ein Ei.

Natürlich fehlen auch diese Leute nicht, die völlig am Thema vorbei, Werbung für irgendwelche Seiten im Netz machen. „Bitte liked für Reus und Götze, Traumpaar in Deutschland“ oder „Liked doch alle mal für Lewis Holtby, weil der so süüüüüß ist“. Bayern-Bezug? Warum das denn in einen Text, in dem es um Bayern geht?

Viele finden die ganze Fußball-Diskussion auch total unnötig. „Habt ihr keine anderen Sorgen als Fußball“, heißt es dann. Ja, möchte man zurückschreiben, „warum liest Du Dir dann einen Bericht vom kicker und die Kommentare durch?“ Seltsam.

Und dann natürlich Hans Sarpei. Ja, wer sollte die Bayern wohl stoppen? Natürlich der Hans. Ein Running Gag mit gehöriger Muskelkater-Gefahr. Man kann mittlerweile drauf wetten: In einer Internet-Diskussion gibt es zwei Themen, die auf kurz oder lang immer vorkommen: Nazis und Hans Sarpei!

Manchmal wünscht man sich die gute Zeit der Leserbriefe zurück. Niemand würde auf den Gedanken kommen, einen Brief an den kicker zu schicken und darin Werbung für den Fanclub von Reus und Götze zu machen. Aber die Zeit der Leserbriefe ist fast vorbei, Kommentare bei Facebook verfassen ist soviel einfacher und geht auch ohne Sinn und Verstand. Das wird auch Hans Sarpei nicht mehr ändern.

Euer Hass ist unser Stolz FC Bayern München Fanartikel

Qiumi.de Medienkritik – Thurn und Taxis in Weißrussland

Qiumi.de Medienkritik – Jetzt wird zurückgeschossen!

Duselbayern? FC Hollywood? Ekstatische Kommentatoren, wenn Bayern München mal nicht gewinnt? Die Mitglieder des Bayernboards von www.qiumi.de nehmen sich die Medien zur Brust, wenn sie Unsinn über unseren ruhmreichen FC Bayern München verbreiten, oder mal wieder einfach nur stupide sind. Jetzt wird zurückgeschossen!

Heute: Thurn und Taxis in Weißrussland von bayern.qiumi.de User 69

Als klar war wer da für den Bezahlsender kommentiert wetzten sicherlich viele Freunde des gepflegten Bloggens die Messer, sorry: die Tastaturen natürlich. Vom Blaublut aus Österreich wird man nie enttäuscht- wenn man das Richtige erwartet. Also erwarte ich -diszipliniert wie ich bin- wenig Reif und Fuss, dafür viel Frauke Ludowig.

Es geht los: Erst berichtet er vom Umzug des Gegners in ein großes Stadion „bei großen Spielen“. Damit ist man eingenordet: Fritz ist da, weil es groß wird- das halbleere Stadion stört des Kommentators eigene Logik nicht.
Aus dem harmlosen Verbalgeplänkel zwischen Sammer und Heynckes macht er schon vor Spielbeginn mal eben handfeste „Auseinandersetzungen“. Nun ja, als Ösi in Weissrußland ist Zurückhaltung eben schwierig…da gibt’s Scharmützel, so oder so….

Das alles gibt’s schon vor Spielbeginn, TuT´s Nachspielzeit ist mal wieder vorverlegt. In Minute 2 das erste „uiiiii“ – er lässt eben nichts aus, der alte Fritz. Und dann lauert man eben schon in wenig freudiger Erwartung auf das erste „fandassstisch“- es wird nicht kommen, nicht die einzige Enttäuschung des Abends. Hat der Linzer seinen Spickzettel mit all den erprobten Floskeln aus gefühlten 74 Jahren TV- Präsenz im Hotel gelassen?

Nach 10 Minuten muss ich mir dank TuT vorstellen Gomez würde sich rückwirkend zur letzten Saison verletzen. Unser Problem wäre dann jetzt Petersen. TuT überfordert meine Fantajalousie gerade, ich gebs zu.

TuT geht heute freudvoll zum Bankett, wo es zwischen Sammer und Heynckes brenzlig wird, verkündet er. „Geh, jetzt, sofort“ ruf ich durch den Raum…obwohl es erst 20.57 Uhr ist…

21 Uhr, das wird ein langer Eintrag, aber TuT ist unerschöpflich in seinem TuN: Badstuber kommt ein bißchen zäh daher, meint er, so in der Aussendarstellung freilich. Der Medienberater himself sorgt sich um Holger, da kann nichts mehr schief gehen. Beruhigt lehne ich mich zurück und überlege wie ich in den nächsten anderthalb Stunden mit diesem unerschöpflichem Quell aus Adels Hausen umgehe. Ich gedenke den Bericht einem geeigneten Lektor zu übersenden, der dann kürzt was irgendwie kürzbar ist, ohne dass das Gesamtkunstwerk „Fritz von TuT“ zerstört wird. Wer kann geeignet sein? Dittmann? Nee, der ist zu lustig. Gloria vielleicht, die hat Verständnis für gestörte Adlige. Aber die schnackselt bestimmt gerade… Alles Mist, machts eben Steffen Simon: der hat schwer Ahnung von Fußball, liebt uns Bayern^^ – und der kann immer, sagen Kenner der WDR- Szenerie…

21.21: ich hielt mich zurück, TuT nicht. Aber jetzt überfordert er mich: er verortet vor den Fernsehgeräten „einige eingefleischte Bayernfans“. Nein, wirklich? Ich seh mich schon auf dem Balkon stehen und wie weiland Roger Waters hinausstöhnen „Is there anybody out there?“.

Wir erfahren jetzt dass Shaqiri TuT´s Favorit ist. Ich habe Angst um unseren Kraftwürfel. Aber zum Glück ist Fritz schon anderweitig im Stress: er schwadroniert darüber wie man den weissen Russen über deren Flanken beikommen kann. Und ne Frau könnte jetzt hier helfen- aaaaaja, ich bin fassungslos, Fritzchen macht aus allem was….

22.12 Uhr: mein Hund leidet, sorry „ich leide wie ein Hund“ sagt der Skymann. Hmm, ich auch- doppelt sogar. Hätt ich bloss auf das Tippen für Mingablog verzichtet und auf Stadionton geschaltet…bei schlechtem Bayernspiel ist TuT zuviel des Unguten. Kein Bild lässt der Mann unkommentiert, schrec klich. Keine Szene kommt ungeschoren davon. Zieht dem Mann den Monitorstecker- und labert er dann immer noch, dann zieht bitte die anderen auch noch, welche auch immer den Mann umgeben.

UUUUUUUIIIII- hoffentlich wird’s noch besser mit den Bayern, sonst gibt mir TuT den Rest. Minus mal Minus ist nicht immer Plus.

Und jetzt greift ein Flugtier noch Don Jupp an, sagt Don Fritz. Die Weissrussen lassen nichts aus, haben uns bestimmt die Stukas nachgebaut- fies und hinterhältig, armer Jupp. Kein gutes Pflaster für Deutsche.

MAN: Behaltet doch den Ösi da…meine schlechte Laune erträgt jetzt nicht noch mehr Thurn und Taxis. Nach 88 Minuten ist TuT Geschichte.

Aus- das Spiel ist aus. Wir haben verloren, die Welt steht dennoch noch, wenigstens bis zum 21.12. Tut auch gar nicht so weh, kann halt passieren.

TuT tut aber weh, ernsthaft…Der Mann raubt einem den letzten Nerv. Übelste und tendenziöse Dampflaberei, völlig frei vom Erkennen von Spielentwicklungen oder gar taktischen Finessen. Der Mann entwickelt null Genussempfinden am Spiel- er hangelt sich stattdessen selbstverliebt von Floskel zu Floskel, von einer Plattitüde zur nächsten sinnfreien Anekdote.

Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar- mich hast Du geschafft. Nicht zum ersten Mal, auch nicht zum letzten Mal, da schreit der Masochist in mir nach mehr.

Gute Nacht, allerseits. Jungs von Sky: Tut was, TuT (ihn) weg!

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la bestia negra FC Bayern München Fanartikel

Qiumi.de Medienkritik – Der gekünstelte Kai Dittmann

Qiumi.de Medienkritik – Jetzt wird zurückgeschossen!

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Heute: Der gekünstelte Kai Dittmann von bayern.qiumi.de User Ricardo

Kommentator Gekünstelt

Ich bin kein Fan solcher Wortschöpfungen, wie es das Wort „gekünstelt“ ist, gerade weil das Wort genau das ist, was es ausdrückt; gekünstelt.
Allerdings passt es hier sehr gut, weshalb ich eine Ausnahme mache. Kein Wort kann präziser ausdrücken, wie ich Sky-Kommentator Kai Dittmann emfpfinde.
Bevor er vor ein paar Jahren begann, häufiger beim Bezahlsender in Erscheinung zu treten, nahm ich an, sein Kollege Fritz von Thurn und Taxis sei an Dilettantismus nicht zu überbieten.
Doch weit gefehlt. Der gute Fritz bietet durch seine ernst gemeinten Einlagen à la „Huuui“ wenigstens noch Unterhaltungswert.
Der geht Dittmann komplett ab. Kein Wunder also, dass Googles Auto-Vervollständigung bei der Eingabe von „Kai Dittmann“ als dritten Vorschlag sofort „Kai Dittmann nervt“ anbietet.
Weil das aus meiner Sicht genau der Wahrheit entspricht, habe ich die Gelegenheit genutzt und seine auffälligsten Aussagen vom Spiel Werder Bremen gegen Bayern München dokumentiert.

Mit seiner hellen, beinahe flötenden Stimme und seinem Dauergrinsen vermittelt er den Eindruck der wandelnden Fröhlichkeit, welche bewusst aufgesetzt wirkt.
Man spürt sein Verlangen, sich dem Publikum anzubiedern, ihm zu gefallen, was jedoch genau ins Gegenteil umschlägt.
Es ist auffällig, dass Dittmann sofort ausspricht, was er denkt, nur um die Welt an seinen Gedankengängen teilhaben zu lassen.
So verwechselt er in der 20. Minute Toni Kroos mit Bastian Schweinsteiger und meint daraufhin, einer von beiden solle sich bald die Haare färben lassen, da er sonst nicht mehr in der Lage sei, beide zu unterscheiden. Ich weiß nicht, wie das von anderen gesehen wird, aber für mich ist das ein öffentliches Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit.
Im weiteren Spielverlauf sucht er immer wieder die direkte Ansprache an den Zuschauer. So sagt er Dinge wie „Ich gebe Ihnen recht, bei dieser Situation hätte ich auch anders entschieden als der Schiedsrichter.“ Woher weiß Dittmann eigentlich, was ich denke? Vielleicht war ich mit der Entscheidung einverstanden.

Möglicherweise sieht er viele Entscheidungen aber nur „anders“, weil er schlicht von den Regeln des Fußballspiels keine Ahnung hat. Als Thomas Müller nach einem Freistoß im Abseits steht und seine Chance deshalb abgepfiffen wird, will Dittmann sofort erkannt haben, dass der Pfiff ertönte, weil Müllers Kopf zu tief war. Selbst nach mehrmaligen Wiederholungen der Abseitsposition ließ er sich nur auf den Kompromiss ein, dass das Abseits auch irgendeine Rolle gespielt haben könnte, aber die zu niedrige Kopfhaltung Müllers ganz sicher der ausschlaggebende Grund war.

Während des Spiels wurde Sky-interne Werbung für die Suche nach einem weiblichen Kommentator gemacht, wie es in diesen Wochen üblich ist. Manch ein Kommentator geht gar nicht auf die Bauchbinde ein, andere verstehen es, die Aktion zu bewerben, nur Dittmann versucht wieder, gezwungen witzig zu wirken. Er betont, dass diese Aktion garantiert ernst gemeint ist. Abgesehen davon, dass das ein trauriger Fakt ist, frage ich mich, wie der Sky-Vorstand darüber denken muss, wenn sein Kommentator die Ernsthaftigkeit dieses Projekts explizit betonen muss. Positive Außendarstellung sieht anders aus.
Ein weiteres Mal, als Dittmann meinte, witzig zu sein, verwendete er die saloppe Formulierung „Rund umme Uhr, wie mein Nachbar sagen würde.“ Allerdings befürchtete er, dass das nicht von jedem verstanden wird (anscheinend hat er da schon Erfahrung?) und erklärt zur Sicherheit noch mal: „Vierundzwanzig Stunden am Tag, wenn ich Ihnen das mal übersetzen darf.“
Mit scherzhaften Bemerkungen ist es so: Sie funktionieren oder eben nicht. Muss man sie erklären, hätte man sie sich sparen sollen.
Zum Glück wird von Fußballkommentatoren nicht vorausgesetzt, ein Feingefühl für Sprache haben zu müssen.

Hat man sich je gefragt, warum so ein Mann wie Kai Dittmann überhaupt ins Stadion geht, lieferte er die Antwort am vergangenen Samstag gleich mit. So beschwerte er sich darüber, dass zwar beide Mannschaften wollen, dabei aber nur „herzlich wenig Spektakuläres und Unterhaltsames“ herauskomme.
Das bekannte Sommermärchen-Phänomen schlägt nun also auch bei den Profis der Medienbranche zu.

Vielleicht kann Dittmann es eher als Geschichtenerzähler probieren. Das ist nämlich eine seiner großen Passionen. Deshalb ist es für ihn eine wahre Freude, (vorbereitete) Geschichten zu erzählen, die er noch dazu im Voraus ankündigt.
So lautet ein Zitat aus dem vergangenen Spiel „Ich sage gleich noch was Lobendes zu den Bremer Außenverteidigern.“ Frecherweise wurde er davon vom Geschehen auf dem Platz abgehalten, wo sich eine Torchance anbahnte, weshalb er uns versichern musste, dass die Erzählung aber gleich ganz bestimmt und richtig wirklich noch kommen wird. Versprochen!
Auch später im Spiel kam ihm ein Eckball des FC Bayern in die Quere. Sein Blick fiel auf Felix Kroos, der sich hinter dem Bremer Tor aufwärmte und Dittmann sagte: „Da hinten ist Felix Kroos, da sage ich gleich noch was dazu.“
Wenn es so einer Extraankündigung bedarf, rechne ich natürlich mit einer außergewöhnlichen Sache, die mich vom Hocker haut!
Was kam? „Felix Kroos hat noch in keinem Pflichtspiel gegen seinen Bruder gespielt.“ … Ja toll … Ohne dieses Wissen wäre ich wirklich dumm gestorben.
Wenn man bedenkt, dass Kommentatoren von der Spontanität leben und Dittmann (aber nicht nur er) oft vom Gegenteil lebt, fragt man sich ernsthaft, was genau jemanden zum Fußballkommentator befähigt.

Viel kann es nicht sein. Nicht mal die Namen der Spieler muss man beherrschen, wie uns ein kleiner Ausflug zum MDR beweist.
Dort ist die Sendung „Sport im Osten“ für das MDR-Sendegebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das, was die Sportschau für das Bundesgebiet ist.
In der Zusammenfassung der Traditionspartie Lok Leipzig gegen Carl Zeiss Jena taufte der zuständige Journalist die Spieler Wurster und Alemdar in Wurstler und Almedah (nicht zu verwechseln mit Algebra) um.

In der Hoffnung auf Besserung bedanke ich mich recht herzlich fürs Lesen!

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Rot wie Blut und weiß wie Schnee FC Bayern München Fanartikel

Qiumi.de Medienkritik – Erich Laaser und LIGA total

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Heute: Erich Laaser und LIGA total! von bayern.qiumi.de User Xsess

So Leute, heute gabs mal wieder ein schönes Beispiel wie man ein Bundesligaspiel mit völlig sinnfreien Kommentaren und Zuschauerfragen qualitativ runterziehen kann. So gesehen bei der Übertragung des „Nord-Süd-Super-Duper-Gipfels“ (ich liebe sie einfach, diese inflationär gebrauchten Derby/Gipfel/Rivalitäten-Übertreibungen) Bremen-Bayern auf Liga Total:

Zunächst versuchte man das Spiel mit etwas Interaktivität aufzupeppen, was an sich ja eine nette Idee ist. Jedoch, liebe Liga Total Redaktion, sollte man sich dann schon eine, zumindest ansatzweise geistreiche, Frage einfallen lassen. Ich kann mir bildlich die Redaktionssitzung vorstellen, in der sich 10 rauchende Köpfe 1 Stunde krampfhaft überlegten, welche Frage man denn für das Spitzenspiel Bremen-Bayern nehmen könnte. „Sind die neuen Auswärtstrikots der Bayern hässlich?“, mhhh zu plump, „haben Sie in letzter Zeit ein Wiesenhof-Hendl gegessen?“, nee, auch nicht, weil politisch zu aufgeladen, bis schließlich ein Redakteur die rettende Idee hatte: „18 Stammspieler! Macht der neue Konkurrenzkampf die Bayern so stark?“, Applaus, Fähnchen, ja, stark, so machen wir‘s! Tolle Idee Liga Total, aber genauso gut hättet ihr im „Fan Voting“ auch fragen können „25 Köche! Sorgen die neuen Mahlzeiten für einen besseren Body-Mass-Index?“ oder „8 Eckfahnen! Wird dadurch das Spielfeld breiter?“. Und wieso bitte genau 18 Stammspieler? Sollte sich Liga Total hier auf das kürzlich getätigte Interview von FCB News beziehen (http://www.youtube.com/watch?v=sXk9PmD1fl8), empfehle ich eine etwas genauere Recherche, denn hier redet Sammer von lediglich 15-16 Stammspielern. Das nächste Mal dann bitte etwas mehr Kreativität! Sonst lieber gar keine Frage.

Aber nun zum eigentlichen Geschehen. Als die Bremen-Fans den superoriginellen Evergreen „Zieht den Bayern die Lederhosen aus!“ anstimmten, konnte sich Erich Laaser irgendwie nicht so richtig anstecken lassen. Sein nüchterner Kommentar „Momentan siehts nicht so aus, als würde sich jemand was ausziehen. Aber wer weiß, das kann ja schnell gehen!“ Genau! Als erstes fängt dann sicher Philipp Lahm in Minute 30 an, sich seiner Klamotten zu entledigen, worauf sich auch Marko Arnautovic nicht mehr zurückhalten kann und sich Trikot und Hose in wilder Ekstase vom Körper reißt. Bis zur 90. Minute spielen dann 22 Flitzer auf dem Platz, was die verdutzten Bayern-Fans dazu verleitet „Zieht euch bitte wieder etwas an!“ zu gröhlen, da man die beiden Mannschaften partout nicht mehr auseinanderhalten kann.

Auch komplizierte fußballerische Zusammenhänge wurden von Laaser stets anschaulich und mit einer Menge Hintergrundwissen erklärt. „N bisschen langsamer geht‘s zur Zeit beim FC Bayern. Das hat aber wohl nichts damit zu tun, dass über Nacht dem Mannschaftsbus das Kennzeichen entwendet wurde.“ Ach echt?? Krass, dann wird mir natürlich einiges klar…

Als dann Ende der 1. Halbzeit für beide Mannschaften irgendwie nicht mehr so viel ging, stellte Laaser fest: „Die Fans von Werder merken, die Münchner brauchen jetzt Unterstützung!“ Danke Erich, wir auch, wir auch…

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München bis zum letzten Atemzug FC Bayern München Fanartikel

Kleiner Heißmacher

Das wird unsere Nacht, ihr Roten!

Bild: CPando used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Die Aufgabe heute Abend ist klar: Einen Rückstand von einem Tor in 90 Minuten aufholen. Manch ein Zauderer gibt mit weinerlicher Stimme zu bedenken, dass es ja ganz schwierig würde, wenn Basel ein Tor schießt. Die würden ja auch so unangenehm spielen, so kompakt, so konterstark. Und überhaupt, wenn das schief ginge heute Abend, wäre ja die ganze Saison gelaufen. Ich will davon nix hören. Ihr Pussys! Mit der Einstellung holst du gar nix, außer vielleicht den Fair Play Preis beim Käthe-Kollwitz-Cup.

Die Champions League ist keine Veranstaltung für Zweifler und Konjunktivjongleure. Wir gehen da heute Abend raus und hauen die weg! Brust raus, Bauch rein und Haltung annehmen Freunde! Die rote Horde nimmt sich, was ihr zusteht. Das ist unser Stadion, unser Spiel, unsere Nacht. Und jetzt geht da raus und zeigt unsere Farben, hisst unsere Fahnen und singt unsere Lieder! Zeigt ihnen was es heißt vom ruhmreichen FC Bayern München zu sein. AUF GEHT´S IHR ROTEN, KÄMPFEN UND SIEGEN!

Auf geht´s Bayern, kämpfen und siegen Hoodie FC Bayern München Fanartikel

Heute vor 5 Jahren: Roy Makaay und das 10 Sekunden Tor gegen Real Madrid

Das unvergessene Tor-Phantom Roy Makaay

Bild: probek (Flickr / Twitter / Blog) used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Der 07.03.2007, ein Tag, der in die rot-weiße Geschichte eingegangen ist. Das Champions League Achtelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid in München steht an. 3:2 hatten wir das Hinspiel in Madrid verloren, in einem Spiel, in dem sich ganz Madrid phasenweise zurück auf dem Fußball-Olymp gewähnt hatte, aus dem wir aber letztendlich mit einer brachialen Willensleistung mit einem guten Ergebnis für das Rückspiel hervorgingen. Ich sage nur van Bommel, die legendäre Faust, la bestia negra!

Real fuhr siegessicher zum Rückspiel nach München an diesem 07.03.2007. Doch jeder Rote spürte, heute liegt was in der Luft, man konnte die Spannung mit Händen greifen. Je näher der Anstoss rückte, desto größer wurde die Anspannung, jede Phaser im Körper war geil auf dieses Spiel. FC Bayern München gegen Real Madrid, die geilste Mannschaft der Welt gegen unfassbare Einzelspieler. KO-Runde. Alles kann passieren an so einem Abend. Also legst du dein Schicksal in die Hände des Fußballgottes, betest für deine Mannschaft und gibst dich ihr hin, dieser grenzenlosen Anspannung, diesem Wahnsinn. Und wenn der Anpfiff nach immer endloser werdenden letzten Minuten vor dem Spiel endlich ertönt, bist du schon fast nicht mehr bei Bewusstsein vor undefinierbar durch dich durch rasender Energie.

Eine unfassbare Stimmung liegt über dem Stadion, als der Schiedsrichter die Partie anpfeift, während du gerade den ersten und letzten klaren Gedanken des Tages hattest: Ein 1:0 würde ja schon reichen. Ein verdammtes, verficktes 1:0 würde schon reichen! Anstoss durch Real Madrid. Der Ball wird schlampig auf ihre linke Seite zu Roberto Carlos gespielt. Unsere Roten stürmen wie von der Tarantel gestochen in die Hälfte der Madrilenen, allen voran der wahnsinnige Brazzo, der Roberto Carlos sofort unter Druck setzt. Dieser weiß seine brasilianische Herkunft in diesem Moment erfolgreich zu verbergen, ihm verspringt ob des Schreckes eines Salihamidzic mit Schaum vor dem Mund die Kugel unglücklich. Brazzo lässt sich nicht zweimal bitten, nimmt ihm die Kugel ab, bricht auf der rechten Seite durch die spanischen Verteidigungslinien bis zum Strafraumeck durch, legt die Murmel quer auf den einzigartigen, unvergessenen Roy Makaay, der in gewohnter Manier kalt wie eine Hundeschnauze den Ball mit einer Berührung mit der Innenseite am verduzten Iker Cassilas vorbei links unten im langen Eck platziert.

10 Sekunden vom Anpfiff bis zum ersehnten Treffer. 10 Sekunden von zerberstender Anspannung bis zu einer Atombomben-Explosion im Stadion. Emotionen für die Ewigkeit. Sollte es stimmen, dass ein Mensch kurz vor seinem Tod nochmal die wichtigsten Stationen seines Lebens im Schnelldurchlauf vor dem geistigen Auge vorbeirasen sieht, so wird dieser Moment mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei jedem Roten, der das damals erleben durfte, mit dabei sein.

Am Ende gewann der ruhmreiche FC Bayern München mit 2:1 und hinterließ zerstörte Madrilenen, die wieder einmal an der schwarzen Bestie aus München scheiterten.

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