Schlagwort-Archive: Champions League

Mit allem was wir haben auf nach Lissabon

Titelbild lasst die Bestie raus

Text: Marco Thielsch

Servus ihr Roten!

„FC Bayern stürmt das Olimpico“ – So titelte der Kicker am 8.12.2009, nachdem unsere Männer nach Jahren internationaler Abstinenz von den ganz großen Fleischtöpfen im entscheidenden Vorrundenspiel um den Achtelfinaleinzug in der Champions League Juventus Turin im eigenen Stadion mit 4:1 besiegten. Wenn ich auf die letzten fünf Jahre zurück blicke, denke ich oft an dieses Spiel und ich kann mich in meine damalige Gefühlswelt sehr gut zurück versetzen. Es war noch nicht lange her, da führte uns der FC Barcelona am Nasenring durch das Stadion. Ein Spiel, welches sinnbildlich dafür stand, wie weit wir von der internationalen Spitze entfernt waren. Ich sehe unseren wackeren Kapitän Mark van Bommel noch heute flehend mit den Armen rudernd vor mir und es brach mir das Herz zu sehen, wie unsere Jungs zweifellos wollten, aber es einfach keine Möglichkeit gab irgendwie in auch nur einen richtigen Zweikampf zu kommen. Es war das chancenloseste Spiel des FCB, das ich jemals gesehen hatte. Als würden wir Fußball aus einem anderen Jahrhundert spielen. Und so war es ja auch mit einem schwäbischen Bäcker an der Seitenlinie, der außer pseudoesotherischen Zenober und „wenn er auf Klo geht, gehst du mit“ keine weiteren taktischen Finessen kannte. Und dann kam diese magische Dezembernacht in Turin. Aus heutiger Sicht die Geburtsstunde einer Jahrhundertmannschaft. Erstmals bezwangen wir wieder mal einen (damals) großen Gegner in einem entscheidenden Spiel. Und zwar mit einem taktischen Plan. Wie hatte man sich als Roter danach gesehnt!

4 1/2 Jahre und drei Champions League Endspiele später stehen wir kurz vor dem Erreichen des vierten Finals der Königsklasse in fünf Jahren. Aber wenn man den Fernseher anstellt, die Zeitung aufschlägt oder sich dem Wahnsinn der sozialen Netzwerke hingibt, sind viele die es mit unserem FCB halten vorsichtig gesagt unzufrieden. Und viele Medien und „Experten“ scheinen nach 1 1/2 Jahren ohne der Möglichkeit sportlicher Kritik geradezu ausgehungert endlich mal wieder den Dampfhammer rausholen zu können. Und so entstehen zig Diskussionen hier, unzählige Meinungen da, und überall hat man unter dem Strich das Gefühl, wir können nichts gewinnen, aber alles verlieren, wenn am Dienstag Real Madrid kommt.

Das ist ein Trugschluss. Das was wir uns in den letzten fünf Jahren aufgebaut haben, was diese Mannschaft geleistet hat, was sie uns an Willen und fantastischen Augenblicken beschert hat, das alles ist so viel größer als all die Zweifel, all die Diskussionen um personelle oder taktische Entscheidungen des Trainers und auch so viel größer als all diejenigen, die davon leben dem FCB Krisen anzudichten, oder neunmalkluge Ratschläge zu erteilen.

Wenn am Dienstag also Real Madrid zu uns kommt, haben wir alles zu gewinnen und nichts zu verlieren. So rum wird ein Schuh draus. Die wissen Gott sei Dank nicht, was hierzulande für sinnlose Diskussionen geführt werden. Die wissen nur, dass wir jederzeit in der Lage dazu sind über 90 Minuten im eigenen Stadion einen 0:1 Rückstand zu drehen. Sie wissen durch die Leistungen unserer Jungs in den letzten Jahren, wozu diese im Stande sind. Sie wissen um ihre Bilanz gegen uns. Dazu ihre Obsession für La Decima, die wenn es in dem Spiel knapp werden sollte auch ganz schnell in Lähmung umschlagen kann. Das entsetzte Gesicht Ronaldos in der Schlussphase in Dortmund und die Spielweise seiner Kollegen kann da denk ich durchaus als Beleg dienen.

Wir dagegen haben 1000 Gründe uns auf dieses erneute europäische Highlight zu freuen und wenige bis keine, uns übertriebene Sorgen zu machen. Was auch immer am Dienstag unter dem Strich steht, unsere Jungs sind und bleiben unsterblich. Was allerdings nicht bedeutet, dass wir dem Gegner auch nur einen Zentimeter Boden freiwillig überlassen werden. Ganz im Gegenteil, die Jungs werden alles reinwerfen und wir werden ihnen bis zum letzten Atemzug mit brennenden Herzen folgen. Es wird Europapokal pur werden mit dem Spannungsbogen kurz vor Herzinfarkt. Pack ma´s ihr Roten! MIT ALLEM WAS WIR HABEN AUF NACH LISSABON!

München ich geb mein Herz für dich

Advertisements

Qiumi.de Medienkritik – Thurn und Taxis in Weißrussland

Qiumi.de Medienkritik – Jetzt wird zurückgeschossen!

Duselbayern? FC Hollywood? Ekstatische Kommentatoren, wenn Bayern München mal nicht gewinnt? Die Mitglieder des Bayernboards von www.qiumi.de nehmen sich die Medien zur Brust, wenn sie Unsinn über unseren ruhmreichen FC Bayern München verbreiten, oder mal wieder einfach nur stupide sind. Jetzt wird zurückgeschossen!

Heute: Thurn und Taxis in Weißrussland von bayern.qiumi.de User 69

Als klar war wer da für den Bezahlsender kommentiert wetzten sicherlich viele Freunde des gepflegten Bloggens die Messer, sorry: die Tastaturen natürlich. Vom Blaublut aus Österreich wird man nie enttäuscht- wenn man das Richtige erwartet. Also erwarte ich -diszipliniert wie ich bin- wenig Reif und Fuss, dafür viel Frauke Ludowig.

Es geht los: Erst berichtet er vom Umzug des Gegners in ein großes Stadion „bei großen Spielen“. Damit ist man eingenordet: Fritz ist da, weil es groß wird- das halbleere Stadion stört des Kommentators eigene Logik nicht.
Aus dem harmlosen Verbalgeplänkel zwischen Sammer und Heynckes macht er schon vor Spielbeginn mal eben handfeste „Auseinandersetzungen“. Nun ja, als Ösi in Weissrußland ist Zurückhaltung eben schwierig…da gibt’s Scharmützel, so oder so….

Das alles gibt’s schon vor Spielbeginn, TuT´s Nachspielzeit ist mal wieder vorverlegt. In Minute 2 das erste „uiiiii“ – er lässt eben nichts aus, der alte Fritz. Und dann lauert man eben schon in wenig freudiger Erwartung auf das erste „fandassstisch“- es wird nicht kommen, nicht die einzige Enttäuschung des Abends. Hat der Linzer seinen Spickzettel mit all den erprobten Floskeln aus gefühlten 74 Jahren TV- Präsenz im Hotel gelassen?

Nach 10 Minuten muss ich mir dank TuT vorstellen Gomez würde sich rückwirkend zur letzten Saison verletzen. Unser Problem wäre dann jetzt Petersen. TuT überfordert meine Fantajalousie gerade, ich gebs zu.

TuT geht heute freudvoll zum Bankett, wo es zwischen Sammer und Heynckes brenzlig wird, verkündet er. „Geh, jetzt, sofort“ ruf ich durch den Raum…obwohl es erst 20.57 Uhr ist…

21 Uhr, das wird ein langer Eintrag, aber TuT ist unerschöpflich in seinem TuN: Badstuber kommt ein bißchen zäh daher, meint er, so in der Aussendarstellung freilich. Der Medienberater himself sorgt sich um Holger, da kann nichts mehr schief gehen. Beruhigt lehne ich mich zurück und überlege wie ich in den nächsten anderthalb Stunden mit diesem unerschöpflichem Quell aus Adels Hausen umgehe. Ich gedenke den Bericht einem geeigneten Lektor zu übersenden, der dann kürzt was irgendwie kürzbar ist, ohne dass das Gesamtkunstwerk „Fritz von TuT“ zerstört wird. Wer kann geeignet sein? Dittmann? Nee, der ist zu lustig. Gloria vielleicht, die hat Verständnis für gestörte Adlige. Aber die schnackselt bestimmt gerade… Alles Mist, machts eben Steffen Simon: der hat schwer Ahnung von Fußball, liebt uns Bayern^^ – und der kann immer, sagen Kenner der WDR- Szenerie…

21.21: ich hielt mich zurück, TuT nicht. Aber jetzt überfordert er mich: er verortet vor den Fernsehgeräten „einige eingefleischte Bayernfans“. Nein, wirklich? Ich seh mich schon auf dem Balkon stehen und wie weiland Roger Waters hinausstöhnen „Is there anybody out there?“.

Wir erfahren jetzt dass Shaqiri TuT´s Favorit ist. Ich habe Angst um unseren Kraftwürfel. Aber zum Glück ist Fritz schon anderweitig im Stress: er schwadroniert darüber wie man den weissen Russen über deren Flanken beikommen kann. Und ne Frau könnte jetzt hier helfen- aaaaaja, ich bin fassungslos, Fritzchen macht aus allem was….

22.12 Uhr: mein Hund leidet, sorry „ich leide wie ein Hund“ sagt der Skymann. Hmm, ich auch- doppelt sogar. Hätt ich bloss auf das Tippen für Mingablog verzichtet und auf Stadionton geschaltet…bei schlechtem Bayernspiel ist TuT zuviel des Unguten. Kein Bild lässt der Mann unkommentiert, schrec klich. Keine Szene kommt ungeschoren davon. Zieht dem Mann den Monitorstecker- und labert er dann immer noch, dann zieht bitte die anderen auch noch, welche auch immer den Mann umgeben.

UUUUUUUIIIII- hoffentlich wird’s noch besser mit den Bayern, sonst gibt mir TuT den Rest. Minus mal Minus ist nicht immer Plus.

Und jetzt greift ein Flugtier noch Don Jupp an, sagt Don Fritz. Die Weissrussen lassen nichts aus, haben uns bestimmt die Stukas nachgebaut- fies und hinterhältig, armer Jupp. Kein gutes Pflaster für Deutsche.

MAN: Behaltet doch den Ösi da…meine schlechte Laune erträgt jetzt nicht noch mehr Thurn und Taxis. Nach 88 Minuten ist TuT Geschichte.

Aus- das Spiel ist aus. Wir haben verloren, die Welt steht dennoch noch, wenigstens bis zum 21.12. Tut auch gar nicht so weh, kann halt passieren.

TuT tut aber weh, ernsthaft…Der Mann raubt einem den letzten Nerv. Übelste und tendenziöse Dampflaberei, völlig frei vom Erkennen von Spielentwicklungen oder gar taktischen Finessen. Der Mann entwickelt null Genussempfinden am Spiel- er hangelt sich stattdessen selbstverliebt von Floskel zu Floskel, von einer Plattitüde zur nächsten sinnfreien Anekdote.

Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar- mich hast Du geschafft. Nicht zum ersten Mal, auch nicht zum letzten Mal, da schreit der Masochist in mir nach mehr.

Gute Nacht, allerseits. Jungs von Sky: Tut was, TuT (ihn) weg!

Qiumi.de ist eines der größten, vereinsübergreifenden Fußballforen Deutschlands. Die Mitglieder des Bayernboards sind landauf, landab berühmt für ihre Sangesfreude und berüchtigt für ihre Trinkfestigkeit. Hier schlägt das Herz des Fußballs noch in seiner reinsten Form. Schaut vorbei und diskutiert mit auf bayern.qiumi.de . Nur der FCB!

la bestia negra FC Bayern München Fanartikel

Kleiner Heißmacher

Das wird unsere Nacht, ihr Roten!

Bild: CPando used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Die Aufgabe heute Abend ist klar: Einen Rückstand von einem Tor in 90 Minuten aufholen. Manch ein Zauderer gibt mit weinerlicher Stimme zu bedenken, dass es ja ganz schwierig würde, wenn Basel ein Tor schießt. Die würden ja auch so unangenehm spielen, so kompakt, so konterstark. Und überhaupt, wenn das schief ginge heute Abend, wäre ja die ganze Saison gelaufen. Ich will davon nix hören. Ihr Pussys! Mit der Einstellung holst du gar nix, außer vielleicht den Fair Play Preis beim Käthe-Kollwitz-Cup.

Die Champions League ist keine Veranstaltung für Zweifler und Konjunktivjongleure. Wir gehen da heute Abend raus und hauen die weg! Brust raus, Bauch rein und Haltung annehmen Freunde! Die rote Horde nimmt sich, was ihr zusteht. Das ist unser Stadion, unser Spiel, unsere Nacht. Und jetzt geht da raus und zeigt unsere Farben, hisst unsere Fahnen und singt unsere Lieder! Zeigt ihnen was es heißt vom ruhmreichen FC Bayern München zu sein. AUF GEHT´S IHR ROTEN, KÄMPFEN UND SIEGEN!

Auf geht´s Bayern, kämpfen und siegen Hoodie FC Bayern München Fanartikel

Heute vor 5 Jahren: Roy Makaay und das 10 Sekunden Tor gegen Real Madrid

Das unvergessene Tor-Phantom Roy Makaay

Bild: probek (Flickr / Twitter / Blog) used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Der 07.03.2007, ein Tag, der in die rot-weiße Geschichte eingegangen ist. Das Champions League Achtelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid in München steht an. 3:2 hatten wir das Hinspiel in Madrid verloren, in einem Spiel, in dem sich ganz Madrid phasenweise zurück auf dem Fußball-Olymp gewähnt hatte, aus dem wir aber letztendlich mit einer brachialen Willensleistung mit einem guten Ergebnis für das Rückspiel hervorgingen. Ich sage nur van Bommel, die legendäre Faust, la bestia negra!

Real fuhr siegessicher zum Rückspiel nach München an diesem 07.03.2007. Doch jeder Rote spürte, heute liegt was in der Luft, man konnte die Spannung mit Händen greifen. Je näher der Anstoss rückte, desto größer wurde die Anspannung, jede Phaser im Körper war geil auf dieses Spiel. FC Bayern München gegen Real Madrid, die geilste Mannschaft der Welt gegen unfassbare Einzelspieler. KO-Runde. Alles kann passieren an so einem Abend. Also legst du dein Schicksal in die Hände des Fußballgottes, betest für deine Mannschaft und gibst dich ihr hin, dieser grenzenlosen Anspannung, diesem Wahnsinn. Und wenn der Anpfiff nach immer endloser werdenden letzten Minuten vor dem Spiel endlich ertönt, bist du schon fast nicht mehr bei Bewusstsein vor undefinierbar durch dich durch rasender Energie.

Eine unfassbare Stimmung liegt über dem Stadion, als der Schiedsrichter die Partie anpfeift, während du gerade den ersten und letzten klaren Gedanken des Tages hattest: Ein 1:0 würde ja schon reichen. Ein verdammtes, verficktes 1:0 würde schon reichen! Anstoss durch Real Madrid. Der Ball wird schlampig auf ihre linke Seite zu Roberto Carlos gespielt. Unsere Roten stürmen wie von der Tarantel gestochen in die Hälfte der Madrilenen, allen voran der wahnsinnige Brazzo, der Roberto Carlos sofort unter Druck setzt. Dieser weiß seine brasilianische Herkunft in diesem Moment erfolgreich zu verbergen, ihm verspringt ob des Schreckes eines Salihamidzic mit Schaum vor dem Mund die Kugel unglücklich. Brazzo lässt sich nicht zweimal bitten, nimmt ihm die Kugel ab, bricht auf der rechten Seite durch die spanischen Verteidigungslinien bis zum Strafraumeck durch, legt die Murmel quer auf den einzigartigen, unvergessenen Roy Makaay, der in gewohnter Manier kalt wie eine Hundeschnauze den Ball mit einer Berührung mit der Innenseite am verduzten Iker Cassilas vorbei links unten im langen Eck platziert.

10 Sekunden vom Anpfiff bis zum ersehnten Treffer. 10 Sekunden von zerberstender Anspannung bis zu einer Atombomben-Explosion im Stadion. Emotionen für die Ewigkeit. Sollte es stimmen, dass ein Mensch kurz vor seinem Tod nochmal die wichtigsten Stationen seines Lebens im Schnelldurchlauf vor dem geistigen Auge vorbeirasen sieht, so wird dieser Moment mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei jedem Roten, der das damals erleben durfte, mit dabei sein.

Am Ende gewann der ruhmreiche FC Bayern München mit 2:1 und hinterließ zerstörte Madrilenen, die wieder einmal an der schwarzen Bestie aus München scheiterten.

la bestia negra van Bommel Retro Shirt FC Bayern München Fanartikel

Die Ruhe vor dem Sturm vor den ersten rot-weißen Wochen der Wahrheit 2012

Ambiente Allianz Arena

Bild: probek (Blog / Twitter / Fotos) used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Man merkt es dieser Woche an. Unsere Roten haben zwei Spiele hintereinander gewonnen und schon ist es wohltuend ruhig um den FC Bayern München. Die Presse hat kaum etwas bis nichts zu vermelden, wir Fans sind nicht unzufrieden und der Verein selbst hat auch schon fast zwei Tage der Woche unfallfrei ohne diskussionswürdige Material zu liefern überstanden. Wir können alle miteinander mal kurz durchatmen, bevor ab der Partie am Samstag in Freiburg der Papst zum ersten Mal in dieser Saison so richtig im Kettenhemd steppt.

In der Champions League haben wir mit Basel einen ziemlich unangenehmen Gegner vor der Brust. Das könnte eine weit schwierigere Aufgabe für uns werden, als sich manch einer zur Zeit möglicherweise ausmalt. Das werden zwei nervenaufreibende Spiele werden, da lehne ich mich mal aus dem Fenster. Europapokal pur, Freunde! Was Schöneres gibt es nicht! Und wir werden siegen!

In der Bundesliga stehen auch ein paar schwere Begegnungen an. Nach einem hoffentlich nur kleinen Warm Up in Freiburg kommen die Schalker Orks in die heimische Kampfarena. Da können wir dann schon mal die erste Mannschaft mit einem Sieg aus dem Meisterschaftsrennen (zumindest vorerst) verabschieden. Danach müssen wir nach Leverkusen. Nicht, dass das zur Zeit Angst und Schrecken verbreiten würde, nach Leverkusen zu müssen, so muss man trotzdem ja immer damit rechnen, dass die an einem Tag gegen uns plötzlich wieder das Fußball spielen anfangen.

Es werden spannende Wochen, ihr rot-weißen Glaubensbrüder. Hier alle Termine, die bereits terminiert sind im Überblick:

22. Spieltag 18.02.2012
Auswärts gegen SC Freiburg – Anpfiff 18:30

Champions League Achtelfinale 22.02.2012
Hinspiel Auswärts gegen den FC Basel – Anpfiff 20:45

23. Spieltag 26.02.2012
Zuhause gegen FC Schalke 04 – Anpfiff 15:30

112. Geburtstag des ruhmreichen FC Bayern München 27.02.2012

24. Spieltag 03.03.2012
Auswärts gegen Bayer Leverkusen – Anpfiff 15:30

25. Spieltag 10.03.2012
Zuhause gegen 1899 Hoffenheim – Anpfiff 15:30

Champions League Achtelfinale 13.03.2012
Rückspiel Zuhause gegen den FC Basel – Anpfiff 20:45

26. Spieltag 17.03.2012
Auswärts gegen Hertha BSC – Anpfiff 18:30

DFB Pokal Halbfinale 21.03.2012
Auswärts gegen Borussia M´Gladbach – Anpfiff 20:30

27. Spieltag 24.03.2012
Zuhause gegen Hannover 96 – Anpfiff 15:30

Auf geht´s ihr Roten, kämpfen und siegen!

FCBM Unbreakable since 1900 Hoodie FC Bayern München Fanartikel

Minga said knock you out! We´re gonna knock you out!

Knocking out Manchester

Bild: What What used under CC License / Text: Marco Thielsch

Der letzte Akt dieser rot-weiß glänzenden Champions League Gruppenphase steht bevor. Als unsere sogenannte Todesgruppe ausgelost wurde, haben viele gehofft, aber die wenigsten vermutet, dass wir schon vor dem letzten Spieltag als Gruppenerster feststehen würden. Die meisten haben wohl mit einem spektakulären Showdown zwischen uns und den Citizens bei diesem letzten Gruppenspiel in Manchester gerechnet. Dass es nun anders gekommen ist, nehmen wir natürlich mit Kusshand. Das muss aber noch lange kein Grund sein, nicht für richtig schön viel Drama zu sorgen am Mittwoch Abend.

In erster Linie geht es für uns darum, einen nicht zu unterschätzenden Mitkonkurrenten auf den Champions League Titel frühzeitig aus dem Wettbewerb zu kegeln. Für Manchester muss ja sowieso viel zusammenkommen, damit sie noch die nächste Runde erreichen. Sie müssen erstmal selbst gewinnen und dazu noch auf einen Ausrutscher von Neapel in Villarreal hoffen. Klar ist, dass uns ein Sturmlauf ihrer ohnehin bärenstarken Offensive erwarten wird, das Publikum wird sie nach vorne peitschen, sie werden noch einmal alles versuchen, um doch noch dem Europa League Teufel von der Schippe zu springen. Also die perfekten Bedingungen für uns, uns bei einer weiteren Mannschaft in Europa und deren Fans so richtig schön FC Bayern like unbeliebt zu machen.

Ein Träumchen wäre, wenn Neapel tatsächlich ausrutschen würde und Manchester trotzdem am Ende weint, weil sie endgültig die Bekanntschaft mit dem europaweit als schwarze Bestie bekannten FCB gemacht haben. Ein schöner Knockout, vielleicht sogar durch einen ganz späten Treffer von uns. Warum nicht unseren Ruf als ganz dreckigen Gegner mal wieder um eine wunderbare Episode erweitern? Wenn man sich die Realität malen könnte, ich wüsste wie diese am Mittwoch Abend gegen 22.30 Uhr aussieht. Auf geht´s FCB, Ring frei! Wir kommen und unterwerfen ihre Stadt wie Krieg der Welten!

Euer Hass ist unser Stolz Longsleeve FC Bayern München Fanartikel

Europa, Baby!

Sternchen sehen mal anders

Bild: Europaflagge (gemeinfrei) / Text: Heiko Nieft

Wir schreiben den 28.09.2011, es ist mal wieder Champions League – und im TV sieht man den amtierenden Meister Borussia Dortmund in Marseille mit 0:3 zurückliegen. Also ausgerechnet jener Verein der in der vergangenen Saison quasi Gesamtdeutschland mit seiner jugendlichen und frechen Spielweise beglückt hat. Landauf, landab, ob Kenner oder Laie, man hörte immer wieder wie toll doch diese Dortmunder spielen. Ab und an durfte man sich auch anhören das da richtig was ranwächst, etwas das in den kommenden Jahren wieder und wieder oben mitspielen kann. Klang ja irgendwie auch alles ganz hübsch. Naja, und dann kam die Realität zurück, also der Erzfeind jeder Träumerei. Kaum macht man die Augen auf steht man in der Liga auf Platz 8 und hat in Europa nach zwei Spieltagen einen Punkt auf dem Konto. Theorie vs. Praxis: 0:1

Manch einer wird sich jetzt sicherlich fragen warum sich hier jemand mit Borussia Dortmund beschäftigt. Ich kann es euch erklären. Weil es sympomatisch ist. Alle paar Jahre kommt so ne Truppe hoch die den Fußball scheinbar revolutioniert, worüber sich auch meist alle sogenannten Experten einig sind. Das spornt dann auch meist irgendwelche Hobbyköche (Fans der Revoluzzer-Truppen) dazu an dem Chefkoch eines 5-Sterne-Restaurants (also uns) mal so richtig klug zu erklären wie man denn eine perfekte Suppe kocht (Wasser heiß machen, Tüte auf, Pulver rein, umrühren – et voilá… so in der Art halt).
Irgendwann kommt einem dann unweigerlich der Gedanke hoch „Die schick ich jetzt zu nem Kochwettbewerb für Profis…“, (die Champions League also), „den Spaß gönn´ ich mir.“. Da steht dann also auf einmal der Hobbykoch im Rampenlicht und soll seinen Worten taten folgen lassen. Und was macht er? Richtig! Wasser heiß, Tüte auf, Pulver rein, umrühren – et voilá! Verwirrt darüber dass das keinen so recht vom Hocker haut nimmt er dann zum abschmecken auch noch ne Kuchengabel – wenn schon denn schon.

Oder um es klar zu formulieren: warum kommen alle Jahre wieder irgendwelche Blitzmerker um die Ecke und meinen große Töne spucken zu müssen, nur weil sie jetzt mal wieder mit den gr0ßen Namen spielen dürfen? Warum denken diese Typen darüber hinaus auch noch sie könnten uns daher erklären wie der Hase läuft – und wohin er wohl die nächsten Jahre laufen wird? Denn es ist immer wieder das gleiche was am Ende dabei herauskommt. Nach wenigen Monaten der Folgesaison tritt die große Ernüchterung ein, alle Experten (also die die noch vor einem Jahr wussten das da was ranwächst) wussten das dann natürlich wieder vorher und orakeln sich nen Wolf, über die Ursachen, über die Auswirkungen auf zukünftige Spiele, über die Maßnahmen die ergriffen werden müssen etc. etc., und der jeweilige Verein rutscht wieder ab.
Um nun den Bogen zum Titel zu spannen: Europa, insbesondere die Champions League, ist kein Kindergeburtstag. Wer als „Neuling“ versucht so zu spielen wie es in der Vorsaison national gut funktioniert hat beißt sich die Zähne aus. Dortmund (um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, das aber so gut wie auf jede Mannschaft übertragbar ist) versucht weiterhin den Kombinationsfußball zu spielen der sie letztes Jahr ausgezeichnet hat, aber das geht im Moment grandios schief. In Europa gibt es nur sehr sehr wenige Mannschaften die sich diesen Luxus leisten können – Dortmund (und teils auch Bayern, das nur am Rande) gehört nicht dazu. Da geht es um kämpfen, um Einsatz, und letztendlich um Effektivität. Es bringt nichts mehr wenn man schön spielt, weil man in Europa keine insgesamt 34 Spiele hat um ein verpatztes Spiel ausbessern zu können.

Bayern spielt seit Jahren quasi durchgehend in der Königsklasse, mal mehr mal weniger erfolgreich. Die erfolgreichsten Jahre waren eigentlich immer die bei denen wir keinen großen Zirkus veranstaltet haben, sondern die Gegner niedergekämpft haben. Die glamourösen CL-Spiele kann man dabei an einer Hand abzählen. Natürlich gab es großartige Spiele, aber nicht selten waren sie deshalb großartig weil es einfach spannend war und man den Sieg vllt. erst in letzter Sekunde eingetütet hat. Und nicht weil wir versucht haben den Gegner herzuspielen.

Das alles soll nun bitte nicht so klingen als würde ich die nationalen Erfolge der „Hobbyköche“ kleinreden, sicherlich nicht. Nur: national ist halt nicht Europa. Die Königsklasse heißt nicht Königsklasse weil dort jeder „einmal in 20 Jahren“-Meister groß aufspielen kann. Nicht umsonst sind die Vereine die Jahr für Jahr in Europa oben mitspielen meist auch die Vereine die in ihrer Liga Jahr für Jahr oben dabei sind.
Ab und an wäre demnach in meinen Augen etwas mehr Respekt angebracht. Natürlich wird es auch zukünftig immer wieder die „Dusel-Bayern“ geben, über die so salopp gesprochen wird, als wäre das alles ja eigentlich gar kein so großes Problem – international oben mitzumischen. Nur hat das nichts mit Dusel zu tun, sondern mit dem Know-how. Wir wissen inzwischen was es bedeutet jedes Jahr in der CL zu stehen. Wir wissen was es bedeutet im Mittelteil einer langen Saison nur so hoch zu springen wie es erforderlich ist. Nicht weil wir satt sind, sondern weil wir mehr wollen. Und dieses „mehr“ nur erreichen können wenn die Kräfte eingeteilt werden, wenn man sich den Herausforderungen entsprechend aufstellt und dann Spiele eben auch mal „dreckig“ gewinnt. Das hat nichts mit Arroganz oder Überheblichkeit zu tun, sondern mit Erfahrung.
Selbstverständlich können sich auch weiterhin alle paar Jahre andere Vereine daran probieren, und uns versuchen etwas vorzumachen. Das konsequente scheitern von 99% der bisherigen „Wachablöser“ kommt aber nicht von ungefähr.

Europa ist eben kein 5:0 gegen einen Kreisligisten. Europa ist harter Kampf. Europa ist eben Europa, baby!

Euer Hass ist unser Stolz! FC Bayern München Fanartikel

%d Bloggern gefällt das: