Archiv der Kategorie: Champions League

Kleiner Heißmacher

Das wird unsere Nacht, ihr Roten!

Bild: CPando used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Die Aufgabe heute Abend ist klar: Einen Rückstand von einem Tor in 90 Minuten aufholen. Manch ein Zauderer gibt mit weinerlicher Stimme zu bedenken, dass es ja ganz schwierig würde, wenn Basel ein Tor schießt. Die würden ja auch so unangenehm spielen, so kompakt, so konterstark. Und überhaupt, wenn das schief ginge heute Abend, wäre ja die ganze Saison gelaufen. Ich will davon nix hören. Ihr Pussys! Mit der Einstellung holst du gar nix, außer vielleicht den Fair Play Preis beim Käthe-Kollwitz-Cup.

Die Champions League ist keine Veranstaltung für Zweifler und Konjunktivjongleure. Wir gehen da heute Abend raus und hauen die weg! Brust raus, Bauch rein und Haltung annehmen Freunde! Die rote Horde nimmt sich, was ihr zusteht. Das ist unser Stadion, unser Spiel, unsere Nacht. Und jetzt geht da raus und zeigt unsere Farben, hisst unsere Fahnen und singt unsere Lieder! Zeigt ihnen was es heißt vom ruhmreichen FC Bayern München zu sein. AUF GEHT´S IHR ROTEN, KÄMPFEN UND SIEGEN!

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Heute vor 5 Jahren: Roy Makaay und das 10 Sekunden Tor gegen Real Madrid

Das unvergessene Tor-Phantom Roy Makaay

Bild: probek (Flickr / Twitter / Blog) used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Der 07.03.2007, ein Tag, der in die rot-weiße Geschichte eingegangen ist. Das Champions League Achtelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid in München steht an. 3:2 hatten wir das Hinspiel in Madrid verloren, in einem Spiel, in dem sich ganz Madrid phasenweise zurück auf dem Fußball-Olymp gewähnt hatte, aus dem wir aber letztendlich mit einer brachialen Willensleistung mit einem guten Ergebnis für das Rückspiel hervorgingen. Ich sage nur van Bommel, die legendäre Faust, la bestia negra!

Real fuhr siegessicher zum Rückspiel nach München an diesem 07.03.2007. Doch jeder Rote spürte, heute liegt was in der Luft, man konnte die Spannung mit Händen greifen. Je näher der Anstoss rückte, desto größer wurde die Anspannung, jede Phaser im Körper war geil auf dieses Spiel. FC Bayern München gegen Real Madrid, die geilste Mannschaft der Welt gegen unfassbare Einzelspieler. KO-Runde. Alles kann passieren an so einem Abend. Also legst du dein Schicksal in die Hände des Fußballgottes, betest für deine Mannschaft und gibst dich ihr hin, dieser grenzenlosen Anspannung, diesem Wahnsinn. Und wenn der Anpfiff nach immer endloser werdenden letzten Minuten vor dem Spiel endlich ertönt, bist du schon fast nicht mehr bei Bewusstsein vor undefinierbar durch dich durch rasender Energie.

Eine unfassbare Stimmung liegt über dem Stadion, als der Schiedsrichter die Partie anpfeift, während du gerade den ersten und letzten klaren Gedanken des Tages hattest: Ein 1:0 würde ja schon reichen. Ein verdammtes, verficktes 1:0 würde schon reichen! Anstoss durch Real Madrid. Der Ball wird schlampig auf ihre linke Seite zu Roberto Carlos gespielt. Unsere Roten stürmen wie von der Tarantel gestochen in die Hälfte der Madrilenen, allen voran der wahnsinnige Brazzo, der Roberto Carlos sofort unter Druck setzt. Dieser weiß seine brasilianische Herkunft in diesem Moment erfolgreich zu verbergen, ihm verspringt ob des Schreckes eines Salihamidzic mit Schaum vor dem Mund die Kugel unglücklich. Brazzo lässt sich nicht zweimal bitten, nimmt ihm die Kugel ab, bricht auf der rechten Seite durch die spanischen Verteidigungslinien bis zum Strafraumeck durch, legt die Murmel quer auf den einzigartigen, unvergessenen Roy Makaay, der in gewohnter Manier kalt wie eine Hundeschnauze den Ball mit einer Berührung mit der Innenseite am verduzten Iker Cassilas vorbei links unten im langen Eck platziert.

10 Sekunden vom Anpfiff bis zum ersehnten Treffer. 10 Sekunden von zerberstender Anspannung bis zu einer Atombomben-Explosion im Stadion. Emotionen für die Ewigkeit. Sollte es stimmen, dass ein Mensch kurz vor seinem Tod nochmal die wichtigsten Stationen seines Lebens im Schnelldurchlauf vor dem geistigen Auge vorbeirasen sieht, so wird dieser Moment mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei jedem Roten, der das damals erleben durfte, mit dabei sein.

Am Ende gewann der ruhmreiche FC Bayern München mit 2:1 und hinterließ zerstörte Madrilenen, die wieder einmal an der schwarzen Bestie aus München scheiterten.

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Die Ruhe vor dem Sturm vor den ersten rot-weißen Wochen der Wahrheit 2012

Ambiente Allianz Arena

Bild: probek (Blog / Twitter / Fotos) used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Man merkt es dieser Woche an. Unsere Roten haben zwei Spiele hintereinander gewonnen und schon ist es wohltuend ruhig um den FC Bayern München. Die Presse hat kaum etwas bis nichts zu vermelden, wir Fans sind nicht unzufrieden und der Verein selbst hat auch schon fast zwei Tage der Woche unfallfrei ohne diskussionswürdige Material zu liefern überstanden. Wir können alle miteinander mal kurz durchatmen, bevor ab der Partie am Samstag in Freiburg der Papst zum ersten Mal in dieser Saison so richtig im Kettenhemd steppt.

In der Champions League haben wir mit Basel einen ziemlich unangenehmen Gegner vor der Brust. Das könnte eine weit schwierigere Aufgabe für uns werden, als sich manch einer zur Zeit möglicherweise ausmalt. Das werden zwei nervenaufreibende Spiele werden, da lehne ich mich mal aus dem Fenster. Europapokal pur, Freunde! Was Schöneres gibt es nicht! Und wir werden siegen!

In der Bundesliga stehen auch ein paar schwere Begegnungen an. Nach einem hoffentlich nur kleinen Warm Up in Freiburg kommen die Schalker Orks in die heimische Kampfarena. Da können wir dann schon mal die erste Mannschaft mit einem Sieg aus dem Meisterschaftsrennen (zumindest vorerst) verabschieden. Danach müssen wir nach Leverkusen. Nicht, dass das zur Zeit Angst und Schrecken verbreiten würde, nach Leverkusen zu müssen, so muss man trotzdem ja immer damit rechnen, dass die an einem Tag gegen uns plötzlich wieder das Fußball spielen anfangen.

Es werden spannende Wochen, ihr rot-weißen Glaubensbrüder. Hier alle Termine, die bereits terminiert sind im Überblick:

22. Spieltag 18.02.2012
Auswärts gegen SC Freiburg – Anpfiff 18:30

Champions League Achtelfinale 22.02.2012
Hinspiel Auswärts gegen den FC Basel – Anpfiff 20:45

23. Spieltag 26.02.2012
Zuhause gegen FC Schalke 04 – Anpfiff 15:30

112. Geburtstag des ruhmreichen FC Bayern München 27.02.2012

24. Spieltag 03.03.2012
Auswärts gegen Bayer Leverkusen – Anpfiff 15:30

25. Spieltag 10.03.2012
Zuhause gegen 1899 Hoffenheim – Anpfiff 15:30

Champions League Achtelfinale 13.03.2012
Rückspiel Zuhause gegen den FC Basel – Anpfiff 20:45

26. Spieltag 17.03.2012
Auswärts gegen Hertha BSC – Anpfiff 18:30

DFB Pokal Halbfinale 21.03.2012
Auswärts gegen Borussia M´Gladbach – Anpfiff 20:30

27. Spieltag 24.03.2012
Zuhause gegen Hannover 96 – Anpfiff 15:30

Auf geht´s ihr Roten, kämpfen und siegen!

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Minga said knock you out! We´re gonna knock you out!

Knocking out Manchester

Bild: What What used under CC License / Text: Marco Thielsch

Der letzte Akt dieser rot-weiß glänzenden Champions League Gruppenphase steht bevor. Als unsere sogenannte Todesgruppe ausgelost wurde, haben viele gehofft, aber die wenigsten vermutet, dass wir schon vor dem letzten Spieltag als Gruppenerster feststehen würden. Die meisten haben wohl mit einem spektakulären Showdown zwischen uns und den Citizens bei diesem letzten Gruppenspiel in Manchester gerechnet. Dass es nun anders gekommen ist, nehmen wir natürlich mit Kusshand. Das muss aber noch lange kein Grund sein, nicht für richtig schön viel Drama zu sorgen am Mittwoch Abend.

In erster Linie geht es für uns darum, einen nicht zu unterschätzenden Mitkonkurrenten auf den Champions League Titel frühzeitig aus dem Wettbewerb zu kegeln. Für Manchester muss ja sowieso viel zusammenkommen, damit sie noch die nächste Runde erreichen. Sie müssen erstmal selbst gewinnen und dazu noch auf einen Ausrutscher von Neapel in Villarreal hoffen. Klar ist, dass uns ein Sturmlauf ihrer ohnehin bärenstarken Offensive erwarten wird, das Publikum wird sie nach vorne peitschen, sie werden noch einmal alles versuchen, um doch noch dem Europa League Teufel von der Schippe zu springen. Also die perfekten Bedingungen für uns, uns bei einer weiteren Mannschaft in Europa und deren Fans so richtig schön FC Bayern like unbeliebt zu machen.

Ein Träumchen wäre, wenn Neapel tatsächlich ausrutschen würde und Manchester trotzdem am Ende weint, weil sie endgültig die Bekanntschaft mit dem europaweit als schwarze Bestie bekannten FCB gemacht haben. Ein schöner Knockout, vielleicht sogar durch einen ganz späten Treffer von uns. Warum nicht unseren Ruf als ganz dreckigen Gegner mal wieder um eine wunderbare Episode erweitern? Wenn man sich die Realität malen könnte, ich wüsste wie diese am Mittwoch Abend gegen 22.30 Uhr aussieht. Auf geht´s FCB, Ring frei! Wir kommen und unterwerfen ihre Stadt wie Krieg der Welten!

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Europa, Baby!

Sternchen sehen mal anders

Bild: Europaflagge (gemeinfrei) / Text: Heiko Nieft

Wir schreiben den 28.09.2011, es ist mal wieder Champions League – und im TV sieht man den amtierenden Meister Borussia Dortmund in Marseille mit 0:3 zurückliegen. Also ausgerechnet jener Verein der in der vergangenen Saison quasi Gesamtdeutschland mit seiner jugendlichen und frechen Spielweise beglückt hat. Landauf, landab, ob Kenner oder Laie, man hörte immer wieder wie toll doch diese Dortmunder spielen. Ab und an durfte man sich auch anhören das da richtig was ranwächst, etwas das in den kommenden Jahren wieder und wieder oben mitspielen kann. Klang ja irgendwie auch alles ganz hübsch. Naja, und dann kam die Realität zurück, also der Erzfeind jeder Träumerei. Kaum macht man die Augen auf steht man in der Liga auf Platz 8 und hat in Europa nach zwei Spieltagen einen Punkt auf dem Konto. Theorie vs. Praxis: 0:1

Manch einer wird sich jetzt sicherlich fragen warum sich hier jemand mit Borussia Dortmund beschäftigt. Ich kann es euch erklären. Weil es sympomatisch ist. Alle paar Jahre kommt so ne Truppe hoch die den Fußball scheinbar revolutioniert, worüber sich auch meist alle sogenannten Experten einig sind. Das spornt dann auch meist irgendwelche Hobbyköche (Fans der Revoluzzer-Truppen) dazu an dem Chefkoch eines 5-Sterne-Restaurants (also uns) mal so richtig klug zu erklären wie man denn eine perfekte Suppe kocht (Wasser heiß machen, Tüte auf, Pulver rein, umrühren – et voilá… so in der Art halt).
Irgendwann kommt einem dann unweigerlich der Gedanke hoch „Die schick ich jetzt zu nem Kochwettbewerb für Profis…“, (die Champions League also), „den Spaß gönn´ ich mir.“. Da steht dann also auf einmal der Hobbykoch im Rampenlicht und soll seinen Worten taten folgen lassen. Und was macht er? Richtig! Wasser heiß, Tüte auf, Pulver rein, umrühren – et voilá! Verwirrt darüber dass das keinen so recht vom Hocker haut nimmt er dann zum abschmecken auch noch ne Kuchengabel – wenn schon denn schon.

Oder um es klar zu formulieren: warum kommen alle Jahre wieder irgendwelche Blitzmerker um die Ecke und meinen große Töne spucken zu müssen, nur weil sie jetzt mal wieder mit den gr0ßen Namen spielen dürfen? Warum denken diese Typen darüber hinaus auch noch sie könnten uns daher erklären wie der Hase läuft – und wohin er wohl die nächsten Jahre laufen wird? Denn es ist immer wieder das gleiche was am Ende dabei herauskommt. Nach wenigen Monaten der Folgesaison tritt die große Ernüchterung ein, alle Experten (also die die noch vor einem Jahr wussten das da was ranwächst) wussten das dann natürlich wieder vorher und orakeln sich nen Wolf, über die Ursachen, über die Auswirkungen auf zukünftige Spiele, über die Maßnahmen die ergriffen werden müssen etc. etc., und der jeweilige Verein rutscht wieder ab.
Um nun den Bogen zum Titel zu spannen: Europa, insbesondere die Champions League, ist kein Kindergeburtstag. Wer als „Neuling“ versucht so zu spielen wie es in der Vorsaison national gut funktioniert hat beißt sich die Zähne aus. Dortmund (um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, das aber so gut wie auf jede Mannschaft übertragbar ist) versucht weiterhin den Kombinationsfußball zu spielen der sie letztes Jahr ausgezeichnet hat, aber das geht im Moment grandios schief. In Europa gibt es nur sehr sehr wenige Mannschaften die sich diesen Luxus leisten können – Dortmund (und teils auch Bayern, das nur am Rande) gehört nicht dazu. Da geht es um kämpfen, um Einsatz, und letztendlich um Effektivität. Es bringt nichts mehr wenn man schön spielt, weil man in Europa keine insgesamt 34 Spiele hat um ein verpatztes Spiel ausbessern zu können.

Bayern spielt seit Jahren quasi durchgehend in der Königsklasse, mal mehr mal weniger erfolgreich. Die erfolgreichsten Jahre waren eigentlich immer die bei denen wir keinen großen Zirkus veranstaltet haben, sondern die Gegner niedergekämpft haben. Die glamourösen CL-Spiele kann man dabei an einer Hand abzählen. Natürlich gab es großartige Spiele, aber nicht selten waren sie deshalb großartig weil es einfach spannend war und man den Sieg vllt. erst in letzter Sekunde eingetütet hat. Und nicht weil wir versucht haben den Gegner herzuspielen.

Das alles soll nun bitte nicht so klingen als würde ich die nationalen Erfolge der „Hobbyköche“ kleinreden, sicherlich nicht. Nur: national ist halt nicht Europa. Die Königsklasse heißt nicht Königsklasse weil dort jeder „einmal in 20 Jahren“-Meister groß aufspielen kann. Nicht umsonst sind die Vereine die Jahr für Jahr in Europa oben mitspielen meist auch die Vereine die in ihrer Liga Jahr für Jahr oben dabei sind.
Ab und an wäre demnach in meinen Augen etwas mehr Respekt angebracht. Natürlich wird es auch zukünftig immer wieder die „Dusel-Bayern“ geben, über die so salopp gesprochen wird, als wäre das alles ja eigentlich gar kein so großes Problem – international oben mitzumischen. Nur hat das nichts mit Dusel zu tun, sondern mit dem Know-how. Wir wissen inzwischen was es bedeutet jedes Jahr in der CL zu stehen. Wir wissen was es bedeutet im Mittelteil einer langen Saison nur so hoch zu springen wie es erforderlich ist. Nicht weil wir satt sind, sondern weil wir mehr wollen. Und dieses „mehr“ nur erreichen können wenn die Kräfte eingeteilt werden, wenn man sich den Herausforderungen entsprechend aufstellt und dann Spiele eben auch mal „dreckig“ gewinnt. Das hat nichts mit Arroganz oder Überheblichkeit zu tun, sondern mit Erfahrung.
Selbstverständlich können sich auch weiterhin alle paar Jahre andere Vereine daran probieren, und uns versuchen etwas vorzumachen. Das konsequente scheitern von 99% der bisherigen „Wachablöser“ kommt aber nicht von ungefähr.

Europa ist eben kein 5:0 gegen einen Kreisligisten. Europa ist harter Kampf. Europa ist eben Europa, baby!

Euer Hass ist unser Stolz! FC Bayern München Fanartikel

…und da müssen wir dabei sein!

Wir holen die Meisterschaft. Und den Europacup. Und den Pokal. Den holen wir noch einmal.

Bild: David Kenny used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Nur noch 90 plus ein paar zerquetschte Minuten stehen zwischen uns und einer neuen Champions League Saison. Zumindest, wenn es keine Verlängerung gibt, wovon ich mal ausgehe. Genau zum richtigen Zeitpunkt scheinen wir ja topfit zu sein. Relativ locker 2:0 das Hinspiel gegen Zürich gewonnen und dann mit dem HSV Jojo gespielt, dass denen wahrscheinlich heute noch der Schädel brummt. Vermeintlich kann nichts mehr schief gehen im Letzigrund. Wenn der Druck nur nicht wäre, der schon im Hinspiel ziemlich die Beine gelähmt hat.

„2012 findet das Endspiel in München statt. Und da müssen wir dabei sein.“

Zuerst einmal muss ich doch tatsächlich mal wieder eine Lanze für Uli Hoeneß brechen, auch wenn es nur eine kleine ist. Allzu gerne wird er mit diesem Satz aus der letzten Jahreshauptversammlung zitiert, mit der bewussten Fehlinterpretation, wir müssten unbedingt im ENDSPIEL dabei sein. Ich gebe zu, so kann man das verstehen, wenn man möchte. Gemeint hat er aber nur die Qualifikation für die Champions League, um die CHANCE zu haben, bei diesem Endspiel dabei zu sein. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Ein Freudscher Versprecher könnte das aber dennoch gewesen sein. Wie nervös die Bosse diese ganze Thematik macht, das sieht man an ihrem Verhalten die letzten Monate hindurch. Der Umgang mit Louis van Gaal, die eiskalte Degradierung von Thomas Kraft, dieses regelrechte Verbeißen in den Neuer-Transfer, der Kampf und die geradezu propagandistische Kampagne gegen die eigenen und treuesten Fans. Bis hin zur eher lächerlichen Kabinen-Affäre aus dem Hinspiel gegen Zürich. In all das spielt vor allem eins herein: Der Traum vom Champions League Sieg im eigenen Stadion. Ein Traum, der allerdings zum einsamen Kampf geworden ist.

Das scheint für unsere Sonnengötter tatsächlich der ultimative Gipfel zu sein, wenn (in ihren Augen) ihr FCB die Champions League in ihrem Stadion, die Champions League gewinnen würde. Und ganz ehrlich, wer will ihnen da ein leicht feuchtes Höschen verdenken, bei dem Gedanken daran? Ein Uli Hoeneß, ein Karl-Heinz Rummenigge, sie wären lebende Denkmäler.

Aber diese Geschichte hat eben auch das Zeug zur Mythologie. Es wäre die ewige Geschichte von den einstmals herzensguten, volksnahen Menschen, die sich im Angesicht des ultimativen Ruhms und durch ihre Macht, erst von sich selbst, und dann von ihrem Volk entfernt haben. Und solche Geschichten überdauern jedes Denkmal.

Wie auch immer. Ich denke dieser, der ihre Traum, ist real. Und er erklärt vielleicht auch einen Teil ihrer Verbissenheit der letzten Monate. Ich kann diesen Traum sogar nachvollziehen, das wäre aus ihrer Sicht schon ganz, ganz groß, mehr geht fast nicht. Aber ich kann den Weg nicht nachvollziehen. Solche großen Ziele erreichst du nur, wenn du im ganzen Verein für positive Stimmung sorgst und die Leute mitnimmst. Und vor allem nicht abhebst. Aber das Gegenteil wurde praktiziert. Und so wurde aus ihrem Traum dieser sehr einsame Kampf gegen alle.

Jedenfalls ist das Rückspiel in Zürich durch all diese Dinge kein ganz normales Fußballspiel, bei dem es zugegeben um einige Milliönchen und noch mehr Prestige geht. Aber um mehr eben nicht. An dem Spiel hängt eine ganze Menge mehr als das. Und wenn ich mir Uli Hoeneß Gesicht aus dem Hinspiel vergegenwärtige, dann kann man nur für seine Gesundheit hoffen, dass unsere Jungs es nicht allzu spannend machen werden. Denn die wissen ja auch, wahrscheinlich sogar am allerbesten: …und da müssen wir dabei sein!

Treue kann man nicht kaufen T-Shirt FC Bayern München Fanartikel

AS Rom gegen FC Bayern München im Internet Live Stream

Wat? 7,70 EUR?

Text: Marco Thielsch   Bild: miked378 used under CC License

Was bin ich froh, dass heute schon wieder die Kugel rollt. Meine Wut über Florian Meyer ist nämlich noch längst nicht verflogen, ich brauche dringend neue Gründe mich aufzuregen. Wobei die Champions League momentan ja fast wie Urlaub anmutet, von daher wird das wohl eher ein entspannter Abend. Hauptsache wir bekommen einen Schiedsrichter, der mich nicht wieder zum Spontan-Tourettler macht.

Heute wird in jedem Fall der Gruppensieg eingetütet würde ich sagen. Wer sein Sky-Abo nicht nutzen kann, hat die Möglichkeit das Spiel live im Internet zu verfolgen. Auf dieser Seite findet ihr alle Sender, welche die Partie bei der Roma via Live Stream im Internet zeigen. Gegebenenfalls fehlende Software findet ihr hier.

Auf geht´s, ihr Roten! Europa leuchtet rot und weiß!

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