Qiumi.de Medienkritik – Der gekünstelte Kai Dittmann

Qiumi.de Medienkritik – Jetzt wird zurückgeschossen!

Duselbayern? FC Hollywood? Ekstatische Kommentatoren, wenn Bayern München mal nicht gewinnt? Die Mitglieder des Bayernboards von www.qiumi.de nehmen sich die Medien zur Brust, wenn sie Unsinn über unseren ruhmreichen FC Bayern München verbreiten, oder mal wieder einfach nur stupide sind. Jetzt wird zurückgeschossen!

Heute: Der gekünstelte Kai Dittmann von bayern.qiumi.de User Ricardo

Kommentator Gekünstelt

Ich bin kein Fan solcher Wortschöpfungen, wie es das Wort „gekünstelt“ ist, gerade weil das Wort genau das ist, was es ausdrückt; gekünstelt.
Allerdings passt es hier sehr gut, weshalb ich eine Ausnahme mache. Kein Wort kann präziser ausdrücken, wie ich Sky-Kommentator Kai Dittmann emfpfinde.
Bevor er vor ein paar Jahren begann, häufiger beim Bezahlsender in Erscheinung zu treten, nahm ich an, sein Kollege Fritz von Thurn und Taxis sei an Dilettantismus nicht zu überbieten.
Doch weit gefehlt. Der gute Fritz bietet durch seine ernst gemeinten Einlagen à la „Huuui“ wenigstens noch Unterhaltungswert.
Der geht Dittmann komplett ab. Kein Wunder also, dass Googles Auto-Vervollständigung bei der Eingabe von „Kai Dittmann“ als dritten Vorschlag sofort „Kai Dittmann nervt“ anbietet.
Weil das aus meiner Sicht genau der Wahrheit entspricht, habe ich die Gelegenheit genutzt und seine auffälligsten Aussagen vom Spiel Werder Bremen gegen Bayern München dokumentiert.

Mit seiner hellen, beinahe flötenden Stimme und seinem Dauergrinsen vermittelt er den Eindruck der wandelnden Fröhlichkeit, welche bewusst aufgesetzt wirkt.
Man spürt sein Verlangen, sich dem Publikum anzubiedern, ihm zu gefallen, was jedoch genau ins Gegenteil umschlägt.
Es ist auffällig, dass Dittmann sofort ausspricht, was er denkt, nur um die Welt an seinen Gedankengängen teilhaben zu lassen.
So verwechselt er in der 20. Minute Toni Kroos mit Bastian Schweinsteiger und meint daraufhin, einer von beiden solle sich bald die Haare färben lassen, da er sonst nicht mehr in der Lage sei, beide zu unterscheiden. Ich weiß nicht, wie das von anderen gesehen wird, aber für mich ist das ein öffentliches Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit.
Im weiteren Spielverlauf sucht er immer wieder die direkte Ansprache an den Zuschauer. So sagt er Dinge wie „Ich gebe Ihnen recht, bei dieser Situation hätte ich auch anders entschieden als der Schiedsrichter.“ Woher weiß Dittmann eigentlich, was ich denke? Vielleicht war ich mit der Entscheidung einverstanden.

Möglicherweise sieht er viele Entscheidungen aber nur „anders“, weil er schlicht von den Regeln des Fußballspiels keine Ahnung hat. Als Thomas Müller nach einem Freistoß im Abseits steht und seine Chance deshalb abgepfiffen wird, will Dittmann sofort erkannt haben, dass der Pfiff ertönte, weil Müllers Kopf zu tief war. Selbst nach mehrmaligen Wiederholungen der Abseitsposition ließ er sich nur auf den Kompromiss ein, dass das Abseits auch irgendeine Rolle gespielt haben könnte, aber die zu niedrige Kopfhaltung Müllers ganz sicher der ausschlaggebende Grund war.

Während des Spiels wurde Sky-interne Werbung für die Suche nach einem weiblichen Kommentator gemacht, wie es in diesen Wochen üblich ist. Manch ein Kommentator geht gar nicht auf die Bauchbinde ein, andere verstehen es, die Aktion zu bewerben, nur Dittmann versucht wieder, gezwungen witzig zu wirken. Er betont, dass diese Aktion garantiert ernst gemeint ist. Abgesehen davon, dass das ein trauriger Fakt ist, frage ich mich, wie der Sky-Vorstand darüber denken muss, wenn sein Kommentator die Ernsthaftigkeit dieses Projekts explizit betonen muss. Positive Außendarstellung sieht anders aus.
Ein weiteres Mal, als Dittmann meinte, witzig zu sein, verwendete er die saloppe Formulierung „Rund umme Uhr, wie mein Nachbar sagen würde.“ Allerdings befürchtete er, dass das nicht von jedem verstanden wird (anscheinend hat er da schon Erfahrung?) und erklärt zur Sicherheit noch mal: „Vierundzwanzig Stunden am Tag, wenn ich Ihnen das mal übersetzen darf.“
Mit scherzhaften Bemerkungen ist es so: Sie funktionieren oder eben nicht. Muss man sie erklären, hätte man sie sich sparen sollen.
Zum Glück wird von Fußballkommentatoren nicht vorausgesetzt, ein Feingefühl für Sprache haben zu müssen.

Hat man sich je gefragt, warum so ein Mann wie Kai Dittmann überhaupt ins Stadion geht, lieferte er die Antwort am vergangenen Samstag gleich mit. So beschwerte er sich darüber, dass zwar beide Mannschaften wollen, dabei aber nur „herzlich wenig Spektakuläres und Unterhaltsames“ herauskomme.
Das bekannte Sommermärchen-Phänomen schlägt nun also auch bei den Profis der Medienbranche zu.

Vielleicht kann Dittmann es eher als Geschichtenerzähler probieren. Das ist nämlich eine seiner großen Passionen. Deshalb ist es für ihn eine wahre Freude, (vorbereitete) Geschichten zu erzählen, die er noch dazu im Voraus ankündigt.
So lautet ein Zitat aus dem vergangenen Spiel „Ich sage gleich noch was Lobendes zu den Bremer Außenverteidigern.“ Frecherweise wurde er davon vom Geschehen auf dem Platz abgehalten, wo sich eine Torchance anbahnte, weshalb er uns versichern musste, dass die Erzählung aber gleich ganz bestimmt und richtig wirklich noch kommen wird. Versprochen!
Auch später im Spiel kam ihm ein Eckball des FC Bayern in die Quere. Sein Blick fiel auf Felix Kroos, der sich hinter dem Bremer Tor aufwärmte und Dittmann sagte: „Da hinten ist Felix Kroos, da sage ich gleich noch was dazu.“
Wenn es so einer Extraankündigung bedarf, rechne ich natürlich mit einer außergewöhnlichen Sache, die mich vom Hocker haut!
Was kam? „Felix Kroos hat noch in keinem Pflichtspiel gegen seinen Bruder gespielt.“ … Ja toll … Ohne dieses Wissen wäre ich wirklich dumm gestorben.
Wenn man bedenkt, dass Kommentatoren von der Spontanität leben und Dittmann (aber nicht nur er) oft vom Gegenteil lebt, fragt man sich ernsthaft, was genau jemanden zum Fußballkommentator befähigt.

Viel kann es nicht sein. Nicht mal die Namen der Spieler muss man beherrschen, wie uns ein kleiner Ausflug zum MDR beweist.
Dort ist die Sendung „Sport im Osten“ für das MDR-Sendegebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das, was die Sportschau für das Bundesgebiet ist.
In der Zusammenfassung der Traditionspartie Lok Leipzig gegen Carl Zeiss Jena taufte der zuständige Journalist die Spieler Wurster und Alemdar in Wurstler und Almedah (nicht zu verwechseln mit Algebra) um.

In der Hoffnung auf Besserung bedanke ich mich recht herzlich fürs Lesen!

Qiumi.de ist eines der größten, vereinsübergreifenden Fußballforen Deutschlands. Die Mitglieder des Bayernboards sind landauf, landab berühmt für ihre Sangesfreude und berüchtigt für ihre Trinkfestigkeit. Hier schlägt das Herz des Fußballs noch in seiner reinsten Form. Schaut vorbei und diskutiert mit auf bayern.qiumi.de . Nur der FCB!

Rot wie Blut und weiß wie Schnee FC Bayern München Fanartikel

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4 Kommentare zu “Qiumi.de Medienkritik – Der gekünstelte Kai Dittmann

  1. wildsauwildsau 2. Oktober 2012 um 9:14 am

    Ich kann Deine Kritik per se nachvollziehen, aber die angeführten Beispiele bzw. Argumente sind für mich völlig unproblematisch.

    Was mich erheblich stört ist die Unfähigkeit oder die fehlende Bereitschaft, das Spiel taktisch zu anaylisieren. Wenn man die deutschen Kommentatoren mit x-beliebigen US-Sportkommentatoren vergleicht, wird man feststellen, dass die deutschen Kollegen ein deutliches Defizit an Fachwissen aufweisen. Gerade bei wichtigen Spielen kann man immer wieder sehen und hören, dass die deutschen Kommentatoren ihre Informationen fast wortgleich aus dem kicker oder gar der Sportbild entnehmen.

    Angesichts dessen, dass man nun von Heatmaps und Laufleistung spricht, ist die Kommentatorenlandschaft in der Bundesliga allenfalls drittklassig.

    Sky muss hier Abhilfe schaffen.

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  2. kaiton 2. Oktober 2012 um 3:35 pm

    mhm wie wäre es mit SCHEISS SKY BOYKOTTIEREN ? 🙂

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  3. Terminator 28. November 2012 um 6:42 pm

    Was alle SKY-Kommentatoren gemein haben, ist das Dauerquasseln ohne Ende.
    Was auf dem Spielfeld geschieht ist nebensächlich, Hauptsache irgendeinen Scheiß vom Stapel lassen oder eine dumme Statistik raushauen.
    Der „Obernerv“ Dittmann gestern bei BVB gegen Düsseldorf in der 70. Minute:
    „Jetzt erhöht der BVB den Druck auf den FCB“, zwei Minuten später fiel das 1:1 !
    Wird nur noch gesteigert von der Doppel-Kommentierung mit Jens Lehmann.
    Ich schalte generell den Ton auf „Stadion“, wenn Dittmann oder TuT kommentieren.

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  4. pepschmier 29. November 2012 um 12:02 pm

    Ganz ehrlich: Perfekte Beschreibung der größten Knalltüte unter den Sky-Kommentatoren. Selbst wenn sein Name nicht einmal in diesem Beitrag gefallen wäre, hätte ich sofort gewusst, um wen es hier geht. Und ja: Ditzelmännchen ist gekünstelt, biedert sich an, versucht andauernd witzig zu sein, verwechselt Spieler, muss immer eine gaaanz tolle Story erzählen, will sich mit dem Zuschauer fraternisieren … Gestern gegen Freiburg war Ditzelmännchen wieder in Top-Form!

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