Große Gefühle und Abwehrkräfte im Eisschrank – Der FC Bayern München vor dem Spiel beim HSV

Fußball für echte Männer!

Bild: Ha! Designs – Artbyheather used under CC License  /  Text Marco Thielsch

Gemütliche -10 Grad sind für morgen Abend in Hamburg angesagt. Die gefühlte Temperatur soll bei -13 Grad liegen. Und auch wenn ich gefühlte Temperaturen für ungefähr so sinnvoll halte, wie beispielsweise gefühlte Siege, oder den von manchen gefühlt besten Torwart der Welt im Tor zu haben, eines steht in jedem Fall fest: Es wird arschkalt! Bedingungen also, für die man echte Männer auf einem Fußballplatz braucht. Gefühlt war das bei unseren Jungs in jüngster Vergangenheit nicht immer der Fall, sonst hätten wir eventuell vielleicht mal das ein oder andere Spitzenspiel, in dem es um alles ging, für uns entschieden. Gott sei Dank ist das Spiel gegen den HSV kein solches, sondern eines gegen einen gefühlten Abstiegskandidaten. Aber wie das so ist mit den Gefühlen, manchmal trügen sie einen.

Gerade bei solch kalten Bedingungen ist es natürlich umso ärgerlicher, dass unsere Abwehrkräfte ein wenig dezimiert daherkommen. Zwangsläufig wird Jupp die Viererkette wieder umstellen müssen, welche zuletzt sowieso schon nicht wirklich große Sichereit ausstrahlte. Immerhin ist die erste Alternative unser ukrainische T-44 Panzer Tymoshchuk, der zumindest mit den äußeren Bedingungen gut zurecht kommen sollte. Viele rechnen damit, dass Tymo in die Innenverteidigung und Boateng wieder nach außen rücken wird. Im Abschlusstraining hat aber wohl Tymo die Position des rechten Verteidigers eingenommen. Man darf also gespannt sein, mit welchen Abwehrkräften Jupp uns vor der Gegentor-Krankheit bewahren möchte.

Noch wichtiger, als die personelle Zusammenstellung der Viererkette, dürfte ein nochmals verbessertes Offensivspiel unserer Mannen sein. Das altbekannte Ballgeschiebe im Nirvana rund um die Mittellinie mit anschließendem Ballverlust und viel zu weit aufgerückten Außenverteidigern bringt unsere Defensive in jedem Fall in Schwierigkeiten, egal wie sie personell zusammengestellt ist. An der Stelle muss der Hebel angesetzt werden, wir müssen vorne wieder schneller ins Tempo kommen. Und wenn wir den Ball verlieren, dann wenigstens nur in der Gefahrenzone rund um den Strafraum des Gegners und nicht in einem Bereich, der es unseren Spielern nahezu unmöglich macht rechtzeitig hinter den Ball zu kommen. So sind dann auch wieder schnellere Balleroberungen nach Ballverlusten möglich und das Umschaltspiel des Gegners wird im Keim erstickt. Das Ergebnis wäre Dauerdruck und daraus resultierend auch wieder mehr Torchancen.

Soweit die graue Theorie. Gefühlt habe ich ein gutes Gefühl, dass uns am Samstag Abend die Praxis nicht nur gefühlt gelingen wird. Auf geht´s Bayern, kämpfen und siegen!

Auf geht´s Bayern, kämpfen und siegen Hoodie FC Bayern München Fanartikel

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2 Kommentare zu “Große Gefühle und Abwehrkräfte im Eisschrank – Der FC Bayern München vor dem Spiel beim HSV

  1. SGIAI22 4. Februar 2012 um 7:37 pm

    Gefühlt habe ich das Gefühl, dass wir diese Saison, erneut, ohne Titel da stehen werden, weil sowohl die Mannen unten auf dem Platz, als auch das Trainergespann im Moment nur im Töne Spucken auf Barca Niveau sind, die Taten jedoch komplett fehlen. Dazu ist man mittlerweile taktisch so leicht ausrechenbarer, das ist ja schon fast schlimmer als unter va Gaal.
    Freue mich jetzt schon auf den Sommer an der Säbener Straße, wird bestimmt sehr amüsant was für „Weltklasse“ Pfeifen wir uns dann wieder anlachen.

    Mit rot-weißen Grüßen

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  2. BORN TO BE FCB 4. Februar 2012 um 11:15 pm

    Ich glaube das Töne spucken steht bei denem im Vertrag, will sagen es wird vom Präsidium vorgegeben daß alle das Maul möglichst weit aufreißen müssen, denn sie spielen ja bei einem der besten Clubs der Welt. Am Schluß scheitern sie dann alle an dem von ihnen selbst auferlegten übergroßen Druck.
    Normalerweise sollte man von Spiel zu Spiel denken, aber der FCB muß vor Beginn jeder Saison mindestens Meisterschaft und CL-Finale als Ziel ausgeben werden (…das ist unser Anspruch…). Daß dieses Jahr das CL-Finale bei uns stattfindet ist für die Spieler mehr Belastung als Motivation, hervorgerufen durch das großkotzige Auftreten des Managements.

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