Archiv für den Monat August 2011

Mingablog verlost 5 Exemplare des neuen 11FREUNDE Heftes

11FREUNDE Heft #118

Anlässlich der am morgigen Donnerstag erscheinenden, neuen Ausgabe der 11FREUNDE, welche ein bißchen im Zeichen unseres ruhmreichen FC Bayern München steht, hat mir der 11FREUNDE Verlag 5 Exemplare zur Verlosung an die Mingablog-Leser bereit gestellt. Wenn ihr mitmachen wollt, hinterlasst einfach einen Kommentar. Deadline ist morgen, den 25.08.11 um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden per Zufall ermittelt. Viel Glück!

Themen des neuen Hefts:

– Titelgeschichte: WER SAN MIA? – Selbst nach einer Saison ohne Titel regiert beim FC Bayern München der Superlativ. Wir entschlüsseln die Erfolgsformel des Marktführers + Interview mit Karl-Heinz Rummenigge über zu geringe TV-Gelder, »Financial Fairplay« und das Geschäftsgebaren südamerikanischer Profis

– Interview des Monats: Marco Kurz

– Draußen vor der Tür: Das Schicksal eines Fürther Anhängers, der unschuldig mit einem bundesweiten Stadionverbot belegt wurde

– Identitätssuche in Weißrussland: Thomas Brdaric in Minsk

– Schriftsteller Uwe Timm erklärt Werder Bremen und Thomas Schaaf

– Motten zum Licht: Der Kampf für die legendären Flutlichtmasten am Bieberer Berg

– Ein Haufen Versehrter: Wie das letzte Aufgebot des DFB den EM-Titel 1996 gewann

– No Sleep till Meidling: Ein Bierpunker und Toni Polster mischen die Wiener Viktoria auf

– Nach dem Beben: Seit der Katastrophe im Norden Japans spielt Sendai Vegalta besser als je zuvor

– Die Zehn: Hosen runter in Litauen, Trikotklau in Norwegen: Europacupabenteuer deutscher Klubs

– Der Fußball, mein Leben und ich: Thomas Allofs

– Hans Meyer in »Gehen Sie davon aus«

– Stadionposter: Hessen Kassel (+ Interview mit Mirko Dickhaut)

… und vieles mehr ab dem 25. August in der 118. Ausgabe der 11FREUNDE

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Der Opportunist und sein Buch – Philipp Lahm und die eine Image-Kampagne zuviel

Philipp Lahm, der inszinierte Kapitän.

Bild: sdhansay used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Wisst ihr noch, wie der Lütte da damals aus Stuttgart wieder Heim gekommen ist? Sechs Jahre ist das mittlerweile her. Damals hatte auf unserer linken Defensivseite ein gewisser Bixente Lizarazu nahezu Gottstatus bei Bayern München. Also vor allem bei uns, den Anhängern. Man hätte zu der Zeit nicht gedacht, dass man in absehbarer Zeit, vielleicht sogar jemals, einen adäquaten Ersatz für den baskischen Mini-Me des sagenumwobenen Adonis finden würde. Aber Pustekuchen. Philipp Lahm hat die linke Seite direkt weitergerockt und man war echt stolz auf dieses Eigengewächs, das zwar aus der Wäsche geguckt hat wie ein Heimkind am Tag der offenen Tür, aber reihenweise die größten und besten Gegenspieler abgekocht hat, als gäb´s kein Morgen.

Sechs Jahre später ist die Fußballwelt an sich eine ganz andere, als sie es damals war. Roman Weidenfeller stellt nicht ganz unberechtigte Überlegungen an, öfter mal ein Tutu zu tragen, um mehr Chancen in der Deutschen Nationalmannschaft zu haben. Ehemalige Weltklassestürmer fliegen mit nichts als Geldkoffern im Gepäck unter Sperrfeuer tschetschenischer Seperatisten in Kaukasien zum Fußballspielen ein. Vereine führen nach allen Regeln der Kunst Propaganda-Feldzüge gegen ihre eigenen Fans. Und Opportunismus im Fußball ist nicht mehr was für Schleimer und Weicheier, die aufgefressen werden in einem Mannschaftsgefüge, sondern eine Grundvoraussetzung um ganz groß Karriere zu machen.

Die größte Karriere hat dementsprechend der größte Opportunist gemacht. Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft und des FC Bayern München. Als Außenverteidiger. Mit 27. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Nicht aber in diesen Zeiten, in denen Image-Berater und Trivial-Presse Spieler im Geschäft Fußball positionieren, anstatt die Spieler sich selbst durch Leistung auf dem Platz, gepaart mit einem speziellen Charakter.

Fußball unterscheidet nur noch wenig von Politik. Du musst dich bei den richtigen Leuten einschleimen, du musst bei jeder sich bietenden Gelegenheit, um dein Image und deine Macht zu vergößern eiskalt und ohne Skrupel bei menschlichen Kollateralschäden zuschlagen. Du musst dies möglichst so geschickt tun, dass alles negative dabei an dir abperlt wie Schmutz an Teflon. Und du brauchst die Springer-Presse. Das sind die Säulen der Macht, auch im Fußball. Und Philipp Lahm und seine Berater verstehen sich in diesem Spiel wie kaum jemand.

Dass dabei jeder Schritt vor allem dem Eigennutz und dem eigenen Image dient, versteht sich von selbst. Und deswegen war dieser Philipp Lahm, der sich menschlich in den letzten sechs Jahren so fragwürdig entwickelt hat, noch nie wirklich tragbar als unser Kapitän. Was hatten wir für großartige Spielführer, die das Amt auf ihre Art so mit Leben, Stolz, Ehre und echten Werten gefüllt und den Verein so wundervoll repräsentiert haben! Mir fallen fast die Finger ab und es tut mir in der Seele weh, es schreiben zu müssen, aber für den jetzigen Kapitän des FCB schäme ich mich. Philipp Lahm ist wie eine Metapher für alles, was falsch läuft im heutigen Fußball. Und nicht nur da, der Fußball ist ja auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Philipp Lahm schadet dem FCB, ein um´s andere Mal.

Nun also dieses Buch, welches er hat für sich schreiben lassen. Was wohl als weiterer Schritt zur Profilierung gedacht war. Was ihm aber jetzt ganz schön um die Ohren zu fliegen scheint. Rudi Völler findet deutliche Worte (klick) und fordert Konsequenzen. Selbst der Diplomat Ottmar Hitzfeld hält Lahm für „schlecht beraten“. Der Mediendirektor und die Spitzenfunktionäre des DFB „verschaffen sich einen Überblick über die Zusammenhänge“. Der mediale Wind bläst Lahm zudem jetzt schon sehr kräftig ins Gesicht und plötzlich werden die Finger in für Lahm sehr unangenehme Wunden gelegt und endlich sein Charakter hinterfragt.

Ich glaube, aus der Nummer kommt der Junge nicht mehr so aalglatt heraus, wie es sonst seine Art ist. Da werden noch einige ein paar Wörtchen zu sagen haben, die in dem Buch schlecht wegkommen. Viele werden mal hinterfragen, warum er ständig gestern so geredet hat, und heute aber ganz anders, je nachdem, wie es gerade in seine Imageplanung passt. Auch seine Haus- und Hofpresse von Springer wird ihn da nicht mehr schützen können. Und wehe dem Philipp, wenn die genau das merken. Dann wird er nämlich sehen, wen er sich da zum Freund gemacht hat. Sie machen dich in zwei Jahren zum Gott. Und in zwei Stunden zur Wurst der Nation.

Ich bin gespannt, wie diese Geschichte weitergeht. Wenn mich mein Gefühl nicht trügt, dann wird es brutal für Lahm. Aber die Suppe hat er sich dann selbst eingebrockt und da muss er dann durch. Wenn es dazu führt, dass er geläutert aus der Sache hervor geht, dann sollen sie jetzt ruhig aus allen Rohren auf ihn feuern. Es wurde allerhöchste Zeit. Und bitte, macht Schweinsteiger endlich zum Kapitän! Wenn nicht jetzt, wann dann?

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…und da müssen wir dabei sein!

Wir holen die Meisterschaft. Und den Europacup. Und den Pokal. Den holen wir noch einmal.

Bild: David Kenny used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Nur noch 90 plus ein paar zerquetschte Minuten stehen zwischen uns und einer neuen Champions League Saison. Zumindest, wenn es keine Verlängerung gibt, wovon ich mal ausgehe. Genau zum richtigen Zeitpunkt scheinen wir ja topfit zu sein. Relativ locker 2:0 das Hinspiel gegen Zürich gewonnen und dann mit dem HSV Jojo gespielt, dass denen wahrscheinlich heute noch der Schädel brummt. Vermeintlich kann nichts mehr schief gehen im Letzigrund. Wenn der Druck nur nicht wäre, der schon im Hinspiel ziemlich die Beine gelähmt hat.

„2012 findet das Endspiel in München statt. Und da müssen wir dabei sein.“

Zuerst einmal muss ich doch tatsächlich mal wieder eine Lanze für Uli Hoeneß brechen, auch wenn es nur eine kleine ist. Allzu gerne wird er mit diesem Satz aus der letzten Jahreshauptversammlung zitiert, mit der bewussten Fehlinterpretation, wir müssten unbedingt im ENDSPIEL dabei sein. Ich gebe zu, so kann man das verstehen, wenn man möchte. Gemeint hat er aber nur die Qualifikation für die Champions League, um die CHANCE zu haben, bei diesem Endspiel dabei zu sein. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Ein Freudscher Versprecher könnte das aber dennoch gewesen sein. Wie nervös die Bosse diese ganze Thematik macht, das sieht man an ihrem Verhalten die letzten Monate hindurch. Der Umgang mit Louis van Gaal, die eiskalte Degradierung von Thomas Kraft, dieses regelrechte Verbeißen in den Neuer-Transfer, der Kampf und die geradezu propagandistische Kampagne gegen die eigenen und treuesten Fans. Bis hin zur eher lächerlichen Kabinen-Affäre aus dem Hinspiel gegen Zürich. In all das spielt vor allem eins herein: Der Traum vom Champions League Sieg im eigenen Stadion. Ein Traum, der allerdings zum einsamen Kampf geworden ist.

Das scheint für unsere Sonnengötter tatsächlich der ultimative Gipfel zu sein, wenn (in ihren Augen) ihr FCB die Champions League in ihrem Stadion, die Champions League gewinnen würde. Und ganz ehrlich, wer will ihnen da ein leicht feuchtes Höschen verdenken, bei dem Gedanken daran? Ein Uli Hoeneß, ein Karl-Heinz Rummenigge, sie wären lebende Denkmäler.

Aber diese Geschichte hat eben auch das Zeug zur Mythologie. Es wäre die ewige Geschichte von den einstmals herzensguten, volksnahen Menschen, die sich im Angesicht des ultimativen Ruhms und durch ihre Macht, erst von sich selbst, und dann von ihrem Volk entfernt haben. Und solche Geschichten überdauern jedes Denkmal.

Wie auch immer. Ich denke dieser, der ihre Traum, ist real. Und er erklärt vielleicht auch einen Teil ihrer Verbissenheit der letzten Monate. Ich kann diesen Traum sogar nachvollziehen, das wäre aus ihrer Sicht schon ganz, ganz groß, mehr geht fast nicht. Aber ich kann den Weg nicht nachvollziehen. Solche großen Ziele erreichst du nur, wenn du im ganzen Verein für positive Stimmung sorgst und die Leute mitnimmst. Und vor allem nicht abhebst. Aber das Gegenteil wurde praktiziert. Und so wurde aus ihrem Traum dieser sehr einsame Kampf gegen alle.

Jedenfalls ist das Rückspiel in Zürich durch all diese Dinge kein ganz normales Fußballspiel, bei dem es zugegeben um einige Milliönchen und noch mehr Prestige geht. Aber um mehr eben nicht. An dem Spiel hängt eine ganze Menge mehr als das. Und wenn ich mir Uli Hoeneß Gesicht aus dem Hinspiel vergegenwärtige, dann kann man nur für seine Gesundheit hoffen, dass unsere Jungs es nicht allzu spannend machen werden. Denn die wissen ja auch, wahrscheinlich sogar am allerbesten: …und da müssen wir dabei sein!

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Wir bringen die Kurve zum Leuchten!

Im Mingashop gibt es nun eine Limited Reflex Edition zu allen Motiven auf T-Shirts und Hoodies. Dieser reflektierende Spezialdruck bringt die Motive bei dem geringsten Lichteinfall zum Leuchten wie den Polarstern, was nicht nur bei schummrigem Licht bei Abendspielen einfach nur wunderschön in der Kurve aussieht. Hol dir eins von jeweils auf 100 Stück limitierten T-Shirts oder Hoodies und lass unsere Kurve im schönsten Glanz erstrahlen!

Bis zum 30.08.11 könnt ihr dabei noch 5 EUR bei eurem Einkauf sparen, wenn ihr mindestens einen Limited Reflex Artikel in eurem Warenkorb habt. Gutscheincode: LEUCHTEND (Mindestbestellwert 25 EUR)

Falls ihr nicht über 25 EUR kommt, oder keinen Limited Reflex Artikel kauft, gilt natürlich nach wie vor bis Ende August die Versandkostenfrei-Aktion. Gutscheincode: SPARSAMIMAUGUST

Pro Einkauf kann nur ein Gutschein eingelöst werden.

Und so sieht das ganze dann aus:

In normalem Licht schimmert der Druck in edlem Silber.

Im schummrigen Licht erstrahlt der Druck in grellem, leuchtendem Weiß. Der Effekt kommt vor allem aus etwas größerer Entfernung voll raus. Im Stadion bei Abendspielen der Knaller!

Wir lassen München leuchten!

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Kleine rot-weiße Fußballprollesie zum Saisonstart – Du fühlst es nicht, du Guppie!

Alle anderen sind nur Guppies!

Bild: dannybirchall used under CC License / Text: Marco Thielsch

Kennst du das, wenn du dich so wohlfühlt, dass die Füße anfangen zu kribbeln? Wenn so ein wohlig-warmer Schwall durch deinen Torso direkt nach oben in die Gesichtsmuskeln gleitet, um ein unweigerliches Lächeln hervorzuzaubern, welches begleitet von einem aufblitzenden, hellen Licht in den Pupillen, von der absoluten Zufriedenheit dieses Moments kündet? Nein? Dann bist du ein zerrissener Mensch, durchtrieben von Sorge. Kurz gesagt: Du bist kein Bayernfan. Und du kannst dich auch nicht so auf die neue Saison freuen, wie ich das kann.

Nein, du hälst zu einem von den 17 anderen Guppies, die zu unserer Belustigung in unserem Teich mitschwimmen dürfen. Ich weiß, du bist da stolz drauf. Vor allem wenn du es so wie letztes Jahr mal schaffst, dem einzigen großen Fisch im Becken ein bißchen die Show zu stehlen. Na, fangen da nicht gerade deine Füße an zu kribbeln, wenn du daran zurückdenkst? Ja, aber nur ganz leicht nehme ich an. Denn du weißt, dadurch stehst du bei uns nur ein bißchen höher auf dem Speiseplan. Und was dann bei diesem Gedanken bei dir übrig bleibt, ist nur noch Unsicherheit. Du würdest dich gern mit allen Fasern auf die neue Spielzeit freuen, nur du kannst es nicht. Du entgegnest, du hättest keine Angst davor, nicht die Nummer 1 zu sein. Nein, du denkst sogar, diese Eigenschaft mache dich irgendwie echter. Aber du belügst dich nur selbst. In Wirklichkeit macht dich dieser Fatalismus, hinter dem du dich versteckst, nur ärmer. Denn dieser verhindert, dass du das Kribbeln wirklich spürst. Du fühlst es nicht, Alter! Was wiederrum verhindert, dass sich du und dein Guppie-Verein jemals entscheidend weiterentwickeln. Während ich mich jeden Tag so fühle, als würde Marvin Gaye vom Himmel herab für mich und meine rot-weißen Glaubensbrüder „Let´s get it on“ schmettern. Das kann nur der ruhmreiche, sagenumwobene FCB! Und das trägt uns im Gegensatz zu dir überall hin.

Auf in die neue Saison! Wir fressen euch zum Frühstück, ihr Guppies!

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