Archiv für den Tag 28. April 2010

Gesammelte internationale Pressestimmen nach unserem Halbfinal-Triumph

Wir sind ein…TEAM!! Bild: azrael74 used under CC License

Die Welt verbeugt sich vor dem FC Bayern…

Frankreich

Le Monde: „Lyon hat eine Lektion erhalten. Lyon hat nur geträumt, die Bayern haben ihren Traum verwirklicht. Die Zuschauer waren erstaunt wie stark und souverän der stärkste deutsche Verein war.“

Le Figaro: „Bayern München hat Olympique ausradiert. Die Lyonnais wurden vorgeführt. Der Traum vom Finale hat ein brutales Ende genommen.“

L’Equipe: „Ein Abend wie ein Albtraum für Lyon. So hatten die Lyonnais gegen ganz starke Bayern keine Chance – sie wurden schwer aus der Bahn geworfen und hart getroffen. Für dieses Niveau ist die Mannschaft einfach noch zu unerfahren.“

Le Parisien: „Lyon hat keine Zeit zum Weinen, denn es geht darum, wieder in die Champions League zu kommen. Am Dienstag war die Abwehr verloren, das Mittelfeld überfordert, der Angriff nicht existent. Es gibt keine Ungerechtigkeit, und auch nichts zu bedauern. Die Bayern waren einfach zu stark. OL hätte es keinesfalls verdient gehabt, das Endspiel zu erreichen.“

Le Progres: „OL wurde auf ganzer Linie beherrscht und wird nicht sein erstes Champions-League-Finale bestreiten. Man wird Barça oder Inter mit Nachdruck empfehlen, sich vor den ebenso homogenen wie effizienten Bayern in Acht zu nehmen.“

Liberation: „Olympique Lyon wird das Finale vor dem Fernseher verfolgen. Bayern München war viel stärker und unermüdlich.“

France Soir: „Im Wettbewerb um einen historisches Triple haben die erfahrenen Bayern dem erschöpften Lyon am Dienstag eine Lektion erteilt. Sie (die Lyonnaisen) können sich glücklich schätzen, dass sie dank eines wieder soliden Lloris nur drei Tore kassiert haben.“

Spanien

AS: „Olic bringt die Bayern ins Finale im Bernabeu. In beiden Spielen haben die Bayern Lyon eine taktische und physische Lektion erteilt. Immer in Bewegung, mit sehr gutem Druck auf den Gegner und sicherer Defensive haben die Deutschen klar dominiert.“

Marca: „Hattrick von Olic – und die Bayern sind im Finale von Bernabeu. Die deutsche Maschine ist wieder zurück. Die Bayern haben Olympique Lyon verprügelt. Mit Robben kommt ein früherer Weißer in einem anderen Trikot zurück ins Bernabeu – um da zu spielen, wo ein Fest des Madridismo hätte gefeiert werden sollen.“

Sport: „Ein Schwan namens Ivica Olic. Vom Missachteten zum Heiland, gleicht die Geschichte von Ivica Olic bei den Bayern der des hässlichen Entleins, das sich in einen Schwan verwandelte. Nun ist dieses hässliche Entlein der schönste Schwan Bayerns. Lyon war unauffindbar. Es war eine traurige Nacht für den Henker von Real Madrid – und eine triumphale für die Bayern.“

El Mundo Deportivo: „Die große Rückkehr des alten van Gaal. Man muss mit seiner Art und seiner Philosophie nicht einverstanden sein. Aber man kann nicht leugnen, dass er ehrbar und arbeitsam ist. Er hat so viele Leben wie eine Katze. Olic schreibt mit seinem Hattrick Fußballgeschichte. Dem Kroaten gelang erstmals in der Champions League ein Dreierpack in einem Auswärtsspiel.“

El Pais: „Ein machtvoller FC Bayern beherrschte Lyon vom Anfang bis zum Ende.“

El Periodico de Catalunya: „Der FC Bayern zerstört den Traum von Olympique Lyon. Die Franzosen hatten allerdings fußballerisch nichts zu bieten.“

Italien

Gazzetta dello Sport: „Bayern ist schon in Madrid. Gegen diese Bayern wird es für jeden hart. Olic zerstört das kleine Lyon. Sie haben Lyon mit der Leichtigkeit eines Schwergewichts gegen ein Leichtgewicht ausgelöscht. Robben geht mal leer aus, dafür spielt der Stürmer aus Kroatien wie entfesselt. Von der ersten Minute an spielten nur die Bayern. Van Gaal hat wieder einmal eine technische und taktische Lektion erteilt. Olic muss ein paar Lungen extra haben. Gegen die Deutschen wird es für jede Mannschaft im Finale hart.“

Tuttosport: „Ciao Lyon! Olic führt Bayern ins Finale. Die Münchner jagen nach dem fünften Champions-League-Titel in ihrer Geschichte. Von der ersten Minute an profitiert Bayern von der fragilen Abwehr der Franzosen. Lyon ist schlecht organisiert und kaum aggressiv. Lyon ist gedemütigt.“

Corriere dello Sport: „Wieder eine Alptraum-Nacht für Lyon. Die Bayern-Fans haben die kollektiv starke Leistung ihrer Mannschaft und das Werk des unaufhaltsamen Olic verzückt bewundert. Olic ist ein einmaliger Stürmer, der Gomez und Klose auf die Bank zwingt und Toni zum Wechsel zu AS Rom gezwungen hat.“

La Repubblica: „Bayern zieht mit aller Kraft ins Finale ein. Olic demütigt Lyon mit drei Toren. Für den Sieger des zweiten Duells wird es schwierig werden, eine derartige Mannschaft zu besiegen.“

England

The Sun: „Ivica Olic schießt einen perfekten Hattrick und bringt die Bayern ins größte Spiel des Klubfußballs. Die Bayern brauchten nur ein Unentschieden, aber sie stürmten los wie die Feuerwehr.“

The Guardian: „Olic‘ Hattrick schlägt Lyon und schickt die Bayern ins Finale. Mit einer Überzeugungskraft, die an Verachtung grenzte, räumten die Bayern Lyon beiseite. Olympique ist Bayerns letztes Opfer auf dem gnadenlosem Marsch nach Madrid.“

The Independent: „Die Bayern hätten ihre Final-Shirts auch schon von Beginn an tragen können, so überzeugt waren sie von sich. Ihr plumper kroatischer Stürmer Olic erzielte einen Hattrick – nicht schlecht für einen ablösefreien Spieler aus Hamburg.“

Daily Telegraph: „Die Bayern spazieren ins Finale. Typische Deutsche? Nichts weniger als das! Die Bayern greifen nach ihrem fünften Europacup – dank der taktischen Inspiration eines Niederländers und des Hattricks eines Kroaten. Sir Alex Ferguson kennt dieses Skript nur zu gut.“

The Times: „Man muss Sir Alex Ferguson verzeihen, dass er am liebsten die Katze getreten hätte oder gar in den Fernseher, als er zu Hause saß und Bayern München dabei zusah, wie sie gegen ein mattes Lyon ins Finale flanierten. Mit ihrer stolzen Geschichte, ihrer wunderbaren Arena und ihrer heimischen Dominanz sehen sich die Bayern als einen der größten Klubs der Welt – jetzt haben sie die Gelegenheit zu beweisen, dass sie es auch wirklich sind. Dank Olic, der mit seinem gedrungenen Körper, seiner Arbeitsethik und seiner Raubeinigkeit wie die Balkan-Ausgabe von Carlos Tevez anmutet.“

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What a difference a year makes

Road to Madrid Update inklusive dem Lyon-Rückspiel. Gänsehaut…

Unterhalten sich Leo Messi und Roger Federer. Sagt Messi: „Mich hat Gott auf die Erde geschickt um der beste Fussballer zu sein“. Darauf sagt Federer: „Mich hat Gott auf die Welt geschickt um der beste Tennisspieler zu sein“. Kommt Ivica Olic dazu und sagt: „Was? Ich habe niemanden geschickt!“

Es ist vollbracht, Glaubens- und Waffenbrüder! Wir haben am 22.05.2010 im Estadio Santiago Bernabeu um 20.45 Uhr eine Verabredung zum Fußballspielen. Es wird um nichts weniger gehen als um den begehrtesten Henkeltopf der Menschheitsgeschichte. Der FC Bayern München steht im Finale der UEFA Champions League 2009/2010! Man kann es gar nicht oft genug schwarz auf weiß lesen, begreifen tut man es trotzdem nur ganz, ganz schwer.

Diese Saison hat uns alle völlig überrollt. Egal mit wem ich von unseren rot-weißen Glaubensbrüdern spreche, alle sind genauso wie ich mindestens genauso perplex und geflasht wie stolz. Die Entwicklung der letzten zwölf Monate ging einfach zu schnell, als das man sie jetzt schon in Gänze erfassen könnte. Wisst ihr noch was auf den Tag genau gestern vor einem Jahr los war? Am 27.04.2009 wurde Jürgen Klinsmann entlassen und egal in welchen Bereich des Vereins man blickte, man blickte mit zutiefst sorgenvoller Miene auf die Entwicklungen rund um den FCB  und stand dem beinahe ohnmächtig gegenüber.

Zwischen dem damaligen Zustand des Vereins, der fast jeden von uns fast in den Wahnsinn getrieben hat, und der heutigen Glanz und Gloria, von der alle rund um den Verein erfasst sind, liegen sportlich und emotional Welten, aber zeitlich eben nur wenige Monate. Diese Mannschaft mit diesem Trainer rast wie eine Rakete durch unser emotionales Nervensystem und es ist kaum möglich Schritt zu halten.

Gestern in Lyon hat die Mannschaft schon wieder einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung gemacht. Wir haben dieses Champions League Halbfinale nicht nur gewonnen, wir haben es praktisch nach Belieben dominiert. Das war nahezu perfekt und erinnerte doch stark an die Demütigung, die wir vor gut einem Jahr von Barcelona erfahren haben. Sollten unsere Jungs tatsächlich am Ende auch noch das Finale gewinnen, ich bin mir sicher es werden Parallelen zum letzte Champions League Triumph gezogen werden. Beides hatte seinen Anfang in einer besonders schmerzlichen Niederlage. Damals hatte man von Manchester gelernt und das Erzielen später Tore und die Mentalität des niemals aufgebens wurden unser Stilmittel, mehr als Manchester selbst sich das vorstellen kann, wie man erst zuletzt wieder sah. Heute scheint man von der ganz bitteren Niederlage in Barcelona gelernt zu haben und spielt seine Gegner mit erdrückender Dominanz vollkommen her, fast besser als es die Katalanen selbst können. Fehlt nur noch der direkte Vergleich im Finale und eine echte Revanche. Ich trau mitlerweile unseren Jungs selbst das zu.

Aber diese Entwicklung der Mannschaft wäre natürlich ohne Louis van Gaal überhaupt nicht möglich gewesen. Dieser Trainer ist der größte Glücksfall für unseren ruhmreichen FC Bayern München seit Ottmar Hitzfeld. Und der Fußball unter Louis van Gaal ist dabei nicht nur erfolgreich, er ist auch noch zum mit der Zunge schnalzen schön. Wir spielen nicht Fußball, wir zelebrieren ihn. Und es ist schon beinahe witzig: Eigentlich alles was mit dem schwäbischen Bäckerlehrling angekündigt wurde seinerzeit, alles für was dieser Anti-Trainer Klinsmann angeblich stand – schöner, offensiver und erfolgreicher Fußball, Förderung der jungen Spieler aus dem eigenen Stall, stetige Verbesserung der Leistungsträger – all das hat Louis van Gaal einfach gemacht statt wie dieser schwäbische  Schaumschläger nur drüber zu quatschen und dabei selten dämlich in die Kamera zu grinsen.

Und Louis hat aus unseren Jungs ein ganz großes Team gemacht mit ganz, ganz größerem Teamspirit. Eine unglaubliche Leistung, nachdem die schwäbische Backpflaume so viel Zeit hatte mit seinen spalterischen Talenten unsere Mannschaft und den ganzen Verein komplett auseinanderzudividieren und dies auch auf´s allergründlichst tat. Alles lag in Scherben. Und nun sind wir von Mannschaft über Vorstand bis zu den Fans der eingeschworenste Haufen seit den glorreichen Sieben oder dem Wu Tang Clan. Unvorstellbar vor einem Jahr, einfach unvorstellbar.

Aber genug Vergleiche mit der Vergangenheit, genießen wir das hier und jetzt in vollsten Zügen, trübere Tage kommen schon noch früh genug. Was diese Mannschaft gerissen hat in dieser Saison ist einfach nur Wahnsinn! Natürlich wollen wir alle auch möglichst viele Titel feiern, ganz klare Kiste. Aber diese Mannschaft mit diesem Trainer darf man nicht nur an Titeln messen, was sie für den Verein geleistet haben ist jetzt schon kaum in Worte zu fassen. Die Weichen für eine grandiose Zukunft sind längst gestellt und der neue Weg des FC Bayern München ist jetzt schon in Stein gemeißelt. Und alle die den Verein im Herzen haben gehen diesen Weg mit Inbrunst mit. Es könnte rosiger nicht aussehen.

Jetzt sind es also nur noch vier Spiele. Vier Spiele in denen sich die Mannschaft auch auf dem Papier zu dem machen kann, was sie gefühlt längst ist: Eine der größten Bayern-Mannschaften, die dieser Verein je gesehen hat. Vier Spiele bis zur Unsterblichkeit. Vier Spiele, in denen wir alle diese Mannschaft zu nicht zu träumen gewagten Triumphen tragen werden. Nochmal vier Spiele alles geben, für die Jungs, für den FC Bayern, für München, für jeden von uns selbst! München, Deutschland und Eurpopa leuchten im schönsten rot und weiß!

Linktipps:

Die Tore in der Live-Reportage von Hans-Peter Pull und Edgar Endres (BR)

Die Münchner Familie (SZ)

Internationale Pressestimmen (Spox)

Bundesliga verneigt sich vor Bayern (Spox)

Fotostrecke vom Triumph in Lyon mit Pressestimmen (tz)

Fotostrecke vom Bankett nach dem Spiel (tz)

Die Bankettrede von Kalle Rummenigge im Wortlaut (fcb.de)

Kurzes Video vom Bankett (Kicker)

Der Held von Lyon (Spiegel)

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