Schwules Fairplay und Schalker Dachschaden

Bald entweihen Fahnenschwenker der Feinde unseren heiligen Rasen. Bild: Färrder used under CC License

Da hat sich unser Verein ja mal wieder etwas richtig schwules einfallen lassen. Allein wenn ich diesen Text lese rollen sich mir die Fußnägel hoch. Das Gebrabbel von „Erlebnis“ und all dem widerlichen Zeug ist echt unerträglich. Wir reden hier über Fußball und nicht über einen Familienausflug in den Potts Park. Stück für Stück wird alles zu einem völlig harmlosen – und damit stinklangweiligen – Event gemacht, mit kuscheliger Wohlfühlatmosphäre für Mütter und Kinder. Dauert echt nicht mehr lange, dann werden in der Südkurve Wickeltische aufgestellt und Kaffee und Kuchen verteilt.

„So wird z.B. den Fans unsere Gastmannschaften die Möglichkeit gegeben, beim Einlaufen der beiden Teams ihre Fahnenschwenker auf dem Spielfeld zu positionieren und so öffentlich dem gemeinsamen Erlebnis das entsprechend Bild zu geben. Am Ende des Spieles werden die Spieler des FC Bayern ab sofort Ihre Gegner per Handschlag im Anstoßkreis verabschieden.“

Das mit dem Handschlag finde ich gut. Das ist in der Tat ein Zeichen von Fairplay nach einem harten und hitzigen Spiel. Außerdem kommt das natürlich richtig schön demütigend für den Gegner, wenn wir ihn gerade vom Platz gefegt haben und dann zum Handschlag antreten. Nach dem Motto: „5:0 war doch recht knapp. Schade Jungs, nächste mal vielleicht.“ 😀

Aber das mit den Fahnen geht gar nicht. Tuntiger kann man den Fairplay-Gedanken kaum mißverstehen. Was haben fremde Fahnen auf unserem heiligen Rasen verloren? Was kommt als nächstes? Die Südkurve hat geschlossen anzutreten um den gegnerischen Fans beim Betreten des Stadions Spalier zu stehen?? Leute, so geht das nicht, hier werden Grenzen überschritten, die den Fußball am Ende zu einer lächerlichen Affenshow machen.

Man darf den Charakter des Spiels nicht vollends zerstören. Vor dem Spiel darf ruhig ordentlich Gift drin sein. Während des Spiels darf ruhig gekämpft, gekratzt und gebissen werden mit allem was man hat. Und nach dem Spiel gibt man sich die Hand und respektiert den Gegner dafür bis auf´s Blut alles gegeben zu haben was er hat. Das ist Fairplay und nichts anderes.

Aber bevor ich mich noch in völlige Rage schreibe, hier noch was lustiges: Die Schalker haben nen Dachschaden!

Ist das das Loch, durch das ständig die ganzen Millönchen verschwinden in Gelsenkirchen? Oder versuchen sie mit der Versicherungssumme ihre Wintertransfers zu finanzieren, die Hafensänger?? Fragen über Fragen. Aber gleich das Spiel absagen deswegen, ist das nötig? Nicht dass am Ende noch Fußball unter freiem Himmel gespielt werden muss, das wär ja völlig revolutionär. 🙂

© 2010 Traumtorschuetze

Euer Hass ist unser Stolz Hoodie FC Bayern München Fanartikel

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9 Kommentare zu “Schwules Fairplay und Schalker Dachschaden

  1. bayern-fansite 13. Januar 2010 um 3:53 pm

    Ich finds auch ziemlich erbärmlich diese FairPlay Aktion.
    Die gegnerischen Farben in unserem Stadion, was soll das? Einmalig in der Bundesliga. Den eigenen Fans wird regelmäßig in den arsch getreten, und dann bekommt der Gegner solche Zugeständnisse.

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  2. supidupi77 13. Januar 2010 um 11:19 pm

    Mein VorSCHLAG:Wenn die gegnerischen Fahnenjungs vom Platz gehen, dann sollen sie nochmal bei mir in der kurve vorbei schauen!..auf einen gepflegten HandSCHLAG!!!..das wäre fair!(play)…
    Und ich bin sicher; wenn die ihre Fähnchen verkehrt schwenken, dann zieht das ein Bundesweites Stadionverbot nach sich!!..Für mich ist das jedenfalls eine Provokation!..und die gehört mit Lebenslangem Stadionverbot sanktioniert!!..

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  3. rotweiss 14. Januar 2010 um 7:43 am

    ich mag deine klaren ansagen und analysen, aber eine neue deeskalations-maßnahme des fc bayern als SCHWULES fairplay zu diffamieren, ist unter aller kanone. was ist daran SCHWUL? und warum wär das was schlimmes? schlicht pubertär, diese ausdrucksweise.

    über die fahennschwenkerei kann man verschiedener meinung sein, die verabschiedung des gegners am mittelkreis finde ich stilvoll-besonders, wenn man ihn (hoffentlich) vorher ordentlich eingeseift hat. täusch ich mich, oder ist es bei der fiorentina so, dass die spieler die gegener beim gang vom spielfeld im spalier verabschieden? hat mir damals imponiert. als fc bayern sollten wir auch auf diese weise zeigen, dass wir anders – und natürlich auch besser – sind als der rest. insofern kann man das „schwule fairplay“ auch als die geliebte bayern-arroganz lesen…wenn man mag…

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  4. Joshtree 14. Januar 2010 um 8:15 am

    Sorry, aber: Wird wohl Zeit, dass Dir mal eine Tunte so richtig in den Arsch tritt, dann weißte, was schwul ist. Geht’s denn noch?

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  5. mingarot 14. Januar 2010 um 9:16 am

    Ganz locker durch die Hose atmen Freunde. Ich steh auf Homos…wenn beide Schnicken heiß aussehen. 😀

    Reusper…tut mir leid, aber mit dieser Überkorrektheit kann ich nix anfangen. Das Wort „schwul“ in so einem Zusammenhang zu nennen hat nicht das geringste mit meiner Toleranz oder nicht Toleranz gegenüber Schwulen zu tun. Das sagt höchstens, dass ich einen Scheiß auf politische Korrektheit in meiner Ausdrucksweise gebe.

    Im übrigen kenn ich ne echte Tunte ganz gut, der regt sich nicht so schnell auf. Und aufziehen tu ich den auch mit allerhand Klischees. Die er auch alle Nase lang bestätigt und über die er selbst herzhaft lachen kann. Und wenn der die Fahnen schwenken würde…glaubt mir, das würde verdammt lustig aussehen. Ergo bringt das Wörtchen „schwul“ es manchmal auf den Punkt und das ist definitiv so ein Fall. Da braucht man nicht gleich oberlehrerhaft aufzuschreien.

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  6. elmarinho 14. Januar 2010 um 9:39 am

    Der ganze Terz klingt mir schon wieder nach eine typischen Rummelfliege-Idee: steriler Fußball ohne allzu heftige Emotionen. Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Während des Spiels darf mans ich gerne angiften, sich sonst was heißen, aber davor und vor allem danach muss es gut sein.

    Der Grundgedanke hinter dieser Aktion ist mit Sicherheit „Deeskalation“, aber ob das so funktioneren soll, bezweifle ich doch stark, denn schließlich ist der Ärger, der dadurch entstehen wird, auch nicht zu verachten.

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  7. supidupi77 14. Januar 2010 um 9:55 am

    Vor allem in der Jugendsprache findet sich schwul inzwischen auch als allgemein abwertendes Adjektiv für Gegenstände und Sachverhalte, die keinen direkten Bezug auf Homosexualität oder Unmännlichkeit haben.(Auszug aus Wikipedia.de)
    Und Fahen schwenkende Prolls von irgendwo her, auf unserem heiligen Rasen, sind eindeutig ein abwertender Sachverhalt!

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  8. fcb_usa 14. Januar 2010 um 10:19 pm

    Also diese „politische Korrektheit“ geht mir auch auf die Eier … Hoffentlich habe ich kein Huhn beleidigt.

    Ansosten finde ich diesen neuen Faehnchen- und Handschuettel-Aktionen ziemlich komisch.

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  9. […] Schwules Fairplay und Schalker Dachschaden […]

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