Interview mit Bastian Schweinsteiger

Bild: maxxum used under CC License

Bastian Schweinsteiger hat der Sport Bild kurz vor dem Fest noch ein schönes kleines Interview gegeben. Er scheint sich wieder ein bißchen öfter in der Öffentlichkeit zu äußern, als dies in den letzten Jahren der Fall war. Ich kann das nur begrüßen. Als Eigengewächs mit dieser mitlerweile riesigen Erfahrung in unserem Verein, als Leistungsträger und Führungsspieler und als stellvertretender Kapitän ist es an der Zeit für ihn auch öffentlich als ein Gesicht der Mannschaft zu fungieren. Außerdem wird dies sein Profil schärfen und ein in meinen Augen dringend notwendiges Gegengewicht zu der teilweise sehr festgefahrenen und Vorurteil behafteten Sichtweise über ihn darstellen. Er äußert sich in dem Interview selbst zu dem Thema:

Bei der Mitgliederversammlung wurden Sie ausgepfiffen. Sie sind Stammspieler, haben vier Titel, vier Pokale für Bayern gewonnen. Warum die Pfiffe?

Die Erwartungshaltung an mich ist sehr hoch. Es ist mir aber klar, woran das liegt: Ich meide seit Längerem die Öffentlichkeit und äußere mich nicht zu jeder Sache. Somit haben einige Fans nur einseitige Aussagen im Kopf. Schweini, die Gurke des Spiels. Oder der ist schlecht drauf. Dass ich aber andere Aufgaben im Spiel habe, merken sie leider nicht immer.

Wie sehen Sie Ihre Leistung?

Ich möchte zehn Saisontore schießen. Davon bin ich weit entfernt. Ich habe jetzt eine neue, eine defensivere Aufgabe. Dennoch: Mein Zug zum Tor muss besser werden. Gegen Juventus hat es schon gut geklappt. Vieles ist bei uns aber posi­tionsbedingt. Meine Aufgabe ist in erster Linie, die Stürmer mit Bällen zu füttern, für die Mannschaft zu ackern. Ich muss so auch auf manche Offensiv-Aktion verzichten.

Ich habe immer versucht auf diesem Blog genau diese Dinge zu erklären. Ich bin froh und ein bißchen stolz, dass hier immer Schweini-Bashing-freie-Zone war und ist. Das ist alles andere als selbstverständlich, guckt man sich die einschlägigen Foren usw. an. Dafür kann ich mich nur bei euch Lesern dieses Blogs bedanken, ihr bestimmt ja mit euren Kommentaren die Atmosphäre hier sehr mit. Und ich hoffe, dass er jetzt endlich die Anerkennung von uns allen bekommt, welche er längst verdient. Es sah ja ganz danach aus in den letzten Wochen, das freut mich sehr. Aber dafür musste er auch erstmal nicht weniger als absolute und unantastbare weltklasse spielen, bis sich in dem Punkt überhaupt was bewegt hat in den Köpfen. Das zeigt einmal mehr, wie übertrieben kritisch er viel zu oft gesehen wurde.

Wie auch immer, ich bin glücklich über und stolz auf den Jungen und hoffe er spielt noch sehr viele Jahre in unserem Trikot. Die große Schweinsteiger-Zeit fängt nämlich grad erst an. Der Junge wird uns und die Nationalmannschaft noch maßgeblich zu einigen Titeln führen, da bin ich mir nach wie vor felsenfest sicher. Ein Traum wäre es natürlich, wenn er bei uns von der Jugend bis zum Karriereende spielen würde und irgendwann genüsslich als Rekordnationalspieler und Rekordtitelgewinner seine Schuhe nirgendwo anders als in München an den Nagel hängt. Das klingt nach Unsterblichkeit.

© 2009 Traumtorschuetze

Hass und Stolz Retro Jacke

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2 Kommentare zu “Interview mit Bastian Schweinsteiger

  1. supidupi77 23. Dezember 2009 um 7:39 pm

    Servus Minga,
    im Großen und Ganzen kann ich Dir schon zustimmen.Die Leistungen von unserem Schweini sind gut, und werden zu oft schlecht dargestellt.Jedoch spiegelt sich sein riesiges Talent nicht in seinen Eckbällen wieder! Die nämlich,bringen mich(und wahrscheinlich noch einige Andere)zum Wahnsinn!!!
    Denn: Wer so ein feines Füßchen hat,der sollte doch in der Lage sein,den Ball punktgenau auf die Rübe seiner Mitspieler zu zirkeln.
    Und sicher ein Grund für die teilweise miese Kritik sind bestimmt diese Ecken!
    Sicher schmeckt Dir die Kritik an Schweini wieder nicht, da Du ihn hier regelmäßig doch recht glorifizierst. Aber ich gebe zu bedenken, das es nicht die perfekte Umsetzung von Taktik ist, die die meiseten Zuschauer begeistert, sondern die persönliche Leistung der Spieler in Lauf-und Passspiel sowie beim Zweikampf und Torschuß. Und leider ist es auch des öfteren so, das Schweini´s Leistung doch auch sehr von der Mannschaftsleistung abhängt.Will heißen: Er schafft es leider nicht immer die mannschaft mitzureißen, und dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken.
    Doch er ist noch jung. Und auch ein Spieler wie Matthäus hat in dem Alter nicht konstant super gespielt.
    Am Ende jedoch bin ich wieder 100%ig bei Dir.Ich glaube nämlich auch, das Schweini eines schönen Tages als Welt-und Europameister, sowie Rekordnationalspieler seine Karriere beenden wird.
    Und das dann hoffentlich beim FC Bayern!!!

    Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten!

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  2. Gustavo 27. Dezember 2009 um 4:41 pm

    Schweini vor,
    noch ein Tor!!!

    Ich entschuldige hiermit mich für diesen Verbalterror,
    aber es stimmt einfach!
    Wenn er das noch verbessert (naja, gut, UND die Ecken), uiuiui!

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