Archiv für den Tag 23. November 2009

Seit 6 Spielen ungeschlagen – Da isse, die geforderte Serie!

Arschlochfans. Bild: Vincent Teeuwen used under CC License

Um´s frei nach Herberger zu sagen: Nach dem Unentschieden ist vor dem Unentschieden! Wieder kein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Um´s positiv auszudrücken: Wir sind seit sage und schreibe sechs Spielen in der Bundesliga ungeschlagen. Ein Wahnsinn! Wenn das nicht die geforderte Serie ist, dann weiß ich es auch nicht. Okay, lassen wir die Unkenrufe.

Insgesamt war das gestern wieder zu wenig. Man muss den Jungs bescheinigen, sich durchaus bemüht zu haben. Aber alles mit einer sehr tief sitzenden Verkrampfung und ohne nennenswertes Selbstvertrauen. Unverständlich, warum dies selbst und gerade nach dem Führungstreffer der Fall war. Welcher im übrigen aller Ehren wert war. So das Ding mit dem schwachen Fuß per Außenrist an Adler vorbeizuschlenzen, da brechen sich 90 % aller Fußballprofis die Haxen bei.

Eigentlich begann das Spiel also ziemlich perfekt für uns. Und dennoch konnten wir keine Sicherheit in unsere Aktionen bringen. Im Gegenteil, leichtfüßig wirkten nach unserem Tor nur die Leverkusener. Erst kurz vor der Pause konnten wir mal wieder ein bißchen Druck entwickeln. Aber nicht ohne selbst damit einen großen Unterschied zu den Pillen zur Zeit aufzuzeigen. Während diese in höchstem Tempo mit 3 – 4 Zügen vor unserem Tor landeten, sah es selbst in den guten Phasen von uns doch alles sehr umständlich und verkrampft aus.

In der zweiten Halbzeit kam von Leverkusen wenig bis gar nichts mehr und wir hatten die großen Chancen, das Spiel noch für uns zu entscheiden. Somit kann man sagen, unter dem Strich ist dieses schiedlich, friedliche Unentschieden schon okay. Wirklich kreativ waren wir dabei aber trotzdem nicht gerade. Das sieht man allein daran, dass Alexander Baumjohann mit einem einzigen Pass (!!), der einigermaßen gescheit aussah, fast als Hoffnungsträger durchging in allen Aussagen nach dem Spiel. Naja…

Aber das sind leider alles fast Randnotizen. Was wirklich hängen bleibt sind wieder mal der (viel zu große) Haufen Arschlochfans, die sich im Stadion die Finger wund gepfiffen und auf´s dreckigste die eigenen Spieler angepöbelt haben, und die verzweifelten Versuche der letzten Aufrechten, dieses zu verhindern. Da wird dann schon mal ein 20 jähriger Müller gnadenlos ausgepfiffen und niedergemacht. Wie unglaublich pervers ist das denn?? Oder es wurde sogar schon nach wenigen Minuten gepfiffen, weil ein Risikoball nicht ankam. Ja wo zur Hölle soll denn da eine Unverkrampftheit herkommen? Wie ich diese Vollidioten hasse, das ist mit Worten kaum auszudrücken.

Das trägt einen sehr großen Teil zu dem Teufelskreis bei, in dem wir uns befinden. Diese Verkrampfung die die Mannschaft hat, wird dadurch noch ins Unermessliche verstärkt. Alles ist im Moment umhüllt von Negativität. Es muss doch wohl zu erwarten sein, dass ein Fan das spürt und mit positiver Anfeuerung der Mannschaft hilft. Aber das klingt mitlerweile schon fast wie aus einer anderen Zeit und völlig realitätsfremd. Mit diesen völlig selbstverständlichen Ansichten ist man ja schon fast ein unbelehrbarer Fußballromantiker, den man müde belächelt.

Aber es will nicht in meine Birne rein, wie abgefuckt man drauf sein muss, mit so einer destruktiven Grundeinstellung in ein Fußballstadion zu gehen. Diese Scheiße hat nicht mal etwas mit dem Sport Fußball zu tun. Ob als Zuschauer oder als Spieler, jeder der auch nur ein bißchen den Fußball versteht weiß, dass man auch und gerade bei mißlungenen Aktionen seine Truppen positiv aufmuntern muss. Die da pfeifen gucken Fußball wie Gladiatorenkämpfe im alten Rom. Sie wollen Hinrichtungen sehen und seien es nur verbale Hinrichtungen. Damit machen sie nicht nur unsere Mannschaft und unseren ganzen Verein kaputt, sondern sie töten den gesamten Geist dieses Spiels. Sie töten alles, was Fußball ausmacht.

Und doch sind sie nur ein Spiegelbild unserer verkommenen Gesellschaft. Diese Menschen gehören nicht nur im Stadion bekämpft. Diese Menschen gehören noch viel mehr im Privatleben bekämpft. Ihre kranken Ansichten tragen sie dort genauso zur Schau. Verachtet sie, mit allem was ihr habt! Reißt sie aus ihrer verlogenen Plastikwelt, wo immer es geht! Dies ist ein gesellschaftlicher Krieg, weit über den Fußball hinaus. Setzt eure Werte gegen die Wertlosen! Loyalität, Treue, Ehrlichkeit. Lebt den Scheiß in allen Bereichen und vermittelt es euren Kindern. Nur so ändert sich mittelfristig etwas. Ansonsten ist der Kampf verloren und auch die feindliche Übernahme des FC Bayern München durch diese Arschlochfans besiegelt. Venceremos!

© 2009 Traumtorschuetze

You´ll never walk alone Trainingsjacke

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