Hamit spricht, Philipp führt an, Uli ist stolz und die Telekom freut sich

Bild: Michael Pries used under CC License

„Ich bin dankbar, hier spielen zu dürfen. Nach dem FC Bayern gibt es weltweit nicht mehr viel. Meine Konzentration ist voll darauf ausgerichtet, wieder besser zu spielen und als Mannschaft Erfolg zu haben. Es beschäftigt mich wirklich extrem, dass wir nur Achter sind – da mache ich mir über den Vertrag keine Gedanken.“

Hamit Altintop im tz-Interview

Vom feinsten, Hamit! So möchte man doch seine Spieler hören. Mit Stolz auf den Verein, mannschaftsdienlich und zielorientiert. Welch ein wohltuendes Interview nach all dem Terz der letzten Wochen. Dass er ganz schön schleimt um wieder in die Mannschaft zu kommen, sehe ich ihm deswegen dabei freimütig nach.

Unterdessen hat Jogi Löw Philipp Lahm auserwählt, die Deutsche Nationalmannschaft beim morgigen Test gegen die Elfenbeinküste als Kapitän auf´s Feld zu führen. Ich kann mir nicht helfen, irgendwie schmeckt das Ganze wieder nach einem kleinen Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung München. Vielleicht bin ich zu feinfühlig, aber die ein oder andere Spitze lese ich aus den Aussagen aller Beteiligten durchaus raus. Auch bei Philipp. Zwischen den Zeilen klingt das gar nicht so gut für mich. Aber ich will auch nicht zu viel hineininterpretieren. Dass er nicht begeistert ist nach den Tumulten der letzten Tage um ihn und den Vorstand ist ja nicht sonderlich verwunderlich. Ich hoffe nur, das Verhältnis ist nicht nachhaltig gestört.

Wer ist gemeint und wer sagt das?

„Ein idealer Partner und bedeutender Motor für die Realisierung völlig neuer Informations- und Unterhaltungsangebote für den Fußball insgesamt“

Richtig! Karl-Heinz Rummenigge über die Telekom. Der Sponsoring-Vertrag wurde bis 2013 verlängert. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir kriegen genauso viel Geld wie bisher, dürfen aber viel mehr leisten. Das erstaunt auf den ersten Blick, man wähnt ja den FC Bayern immer in der besten Ausgangslage für solche Gespräche. In Zeiten der Wirtschaftskrise aber vielleicht auch irgendwie normal. Diese ganzen exklusiven Inhalte, welche Liga Total da mit uns plant und umgekehrt klingen allerdings irgendwie sehr nach Bravo TV. Ich hoffe das werden Sendungen, die sich hauptsächlich mit Fußball befassen und keine Propaganda-Shows, in denen den Spielern noch mehr Popstars-Images verliehen werden.

Zum Schluss noch ein putziges Video mit Uli Hoeneß, in dem er stolz wie Oskar durch sein „Wohnzimmer“ Allianz Arena führt. Ganz so glücklich sind natürlich nicht alle wie dort verzählt. Aber gut, dass er stolz ist kann man auch irgendwie nachvollziehen. Auch wenn er jetzt etwas verklärt wirkt wie in letzter Zeit öfter, irgendwann wird mal sein Denkmal vor diesem Stadion stehen, da bin ich mir auch sicher. Und das dann sicherlich insgesamt zurecht.

© 2009 Traumtorschuetze

15 % Novemberaktion im Mingashop FC Bayern München Fanartikel

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3 Kommentare zu “Hamit spricht, Philipp führt an, Uli ist stolz und die Telekom freut sich

  1. Bayern-Fansite 18. November 2009 um 6:39 am

    Der Bericht im Handelsblatt ist gut.Ich find es gut das wir mit der Telekom einen wichtigen Sponsor langfristig an uns gebunden haben. So einfache findest du ja auch keinen neuen der diesen Betrag (20-25 Mio)zahlt.Vielleicht kann man mit der Telekom über kurz oder lang auch einen eigenen TV Sender starten der 24 Stunden rumd um die uhr sendet. Kann man ja irgendwie über T-Home abwickeln. Daraus würden sich dann riesen Möglichkeiten ergeben, über kurz oder lang könnte man dann auch seine Spiele selber vermarkten und in diesem Bereich die Einnahmen enorm steigern.

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  2. elmarinho 18. November 2009 um 7:26 am

    Mal langsam, bevor man mit Selbstvermarktung (für die T-Home eine Möglichkeit wäre) anfängt, muss erst mal die zetnrale Vermarktung abgeschafft werden, und das ist so einfach ja auch nicht. Unabhängig vom Geld (welches in der heutigen Zeit wirklich ein beachtlicher Betrag ist) passt das mit der Telekom schon; sind halt in ihrem Gebiet jeweils die absoluten Riesen. Dass der ganze Spaß nun leistungsbezogener zu sein scheint, wundert mich auch nicht, denn einerseits sichert sich die Telekom so ein wenig ab und andererseits hat die Entwicklung des FCB in letzter Zeit da mit Sicherheit auch dazu beigetragen.

    Ulis Video ist natürlich ganz nett und er wird darin sicher nicht alte Debatten, die es im Prinzip schon seit Arena-Eröffnung gibt, wieder aufwärmen. Was das Denkmal betrifft, so halte ich es hier mit Franz Beckenbauer: „Da pinkeln nur die Hunde dran.“ Oder halt die Gästefans, aber da sind die Übergänge ja fließend.

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  3. sportinsider 18. November 2009 um 10:14 am

    Das passt schon. Kontinuität im Sponsoring ist auch wichtig. Klingt jetzt nicht so spektakulär, muss es jedoch auch nicht. Ohne wirtschaftliche Power geht es nicht. Wie heißt es so treffend in der Sonder-Edition „30 Jahre Leidenschaft“ mit Uli Hoeneß:

    „Von Anfang an hat Uli Hoeneß Fußball an den üblichen Wirtschaftsverkehr binden wollen, was vor allem eine kaufmännische Haltung zum Verhältnis von Einnahmen und AUsgaben verlangte. Seine Philosophie von Markenbildung und Partnerschaft zahlt sich bis heute im Sponsoring aus. Verträge sollen nachhaltig, also langfristig geschlossen werden – und die Bayern sind treue Vertragspartner.“

    Ein Blick zum Zweitligisten 1860 München spricht da ja eine deutliche Sprache.Wer war da nicht alles die letzten Jahre Trikotsponsor: kurzzeitig der österreichische Wettanbieter bwin,Festina, Liqui Moly, der Personaldienstleister trenkwalder aus dem Alpen-Nachbarland. Kontinuität sieht anders aus.

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