Archiv für den Tag 27. Oktober 2009

Nach Frankfurt ist vor Frankfurt

Zwischen zwei Gründen sich zu freuen. Bild: Stadtneurotiker used under CC License

Entschuldigt meine kurze Schreibpause. Ich war mit Umzügen und Möbel schleppen beschäftigt in den letzten zwei Tagen. Man nannte ihn Spartakus.

In der Zeit haben wieder Hinz und Kunz die Fresse über den FC Bayern aufgerissen, jeder muss zur Zeit ungefragt seinen Senf zu uns abgeben. Auf Deutsch: Ich scheiß auf die ganzen Günter Jauchs und all die Vögel, die auf einmal alle aus ihren Löchern kommen und alles besser wissen, bzw. unnötig Unruhe stiften.

Wobei man auch differenzieren muss. Wer zum Beispiel die Aussagen von Christian Ziege im Doppelpass oder Oliver Kahn im Blickpunkt Sport im Original gesehen/gehört hat, der reibt sich bei mal wieder mindestens 90 % aller Schmierereien quer durch die Gazetten verwundert die Augen, wie sehr man Worte aus dem Zusammenhang reißen kann, sie zur Not umdreht, um sie danach noch auf die Goldwaage zu legen. Die Presse scheint ein unglaubliches Interesse daran zu haben, Louis van Gaal ans Bein zu pinkeln und nutzt jede noch so klitzekleine Chance dazu. Aber wen kümmern diese abgefuckten Schmierfinken überhaupt noch? Ihr schreibt nur Scheiße und das seit Monaten. Bis auf 11Freunde und Kicker seit ihr alle nur noch Witzfiguren. Und so wie ich van Gaal einschätze hat er ein Gedächnis wie ein Elefant und wird euch alle schön der Reihe nach auflaufen lassen die nächsten Wochen. Und ich gönn´s euch von Herzen. Schreibende Sportjournalisten gehören dieser Tage zweifellos zum Abschaum dieser Gesellschaft. Ihr solltet euch mal Gedanken machen, warum ihr sensationsgeiler seid als eure Leser ihr Lappen. Unfassbar.

Das mal vorweg. Auch als Erklärung, warum ich diesem ganzen Bullshit hier im Blog keine Beachtung schenke. Mir ist es völlig egal ob Horst Eberhardt eine Kiste Wein wettet, dass Manuel Neuer im Winter zu uns kommt. Und wenn Horst Eberhardt zufällig Günter heißt und dies im Fernsehen tut ist es mir auch egal. Noch egaler ist es mir, wenn die Propaganda-Maschinerie daraufhin sofort auf Hochtouren läuft und überall daraus scheinbar die Meldung des Jahres macht. Diese ganzen Mechanismen sind nur noch ätzend und nervtötend. Geht mal nach Hause und legt euch wieder hin, da richtet ihr keinen Schaden an. Weder für uns, noch für euren Berufsstand, den ihr so gekonnt durch den Dreck zieht in letzter Zeit.

Gut in jedem Fall, dass wir am Samstag das Ding mit Willen und Leidenschaft noch für uns entschieden haben. Dieses Spiel und die Art und Weise wie wir es gewonnen haben, wird gegen Ende der Saison noch oftmals als der Wendepunkt schlechthin zitiert werden. Dieses Spiel hat mit absoluter Sicherheit die Mannschaft und den Trainer vollends zusammengeschweißt. Und nur darauf kommt es an. Diese ganzen Nebenkriegsschauplätze haben keinerlei Relevanz. Wichtig ist nur was zwischen Mannschaft und Trainer passiert. Wie Mark van Bommel es formulierte: „Wir sind nicht mit dem Trainer verheiratet. Aber fast.“ Und Samstag war der Polterabend, Freunde!

Natürlich hofft der oben zitierte Abschaum der Gesellschaft wie verrückt darauf, dass wir am Mittwoch aus dem Pokal ausscheiden, wenn wir wieder auf Eintracht Frankfurt treffen. Ich sehe auch schon die Vorberichterstattung der Live-Übertragung des Spiels vor mir. Alles fiebert einer Sensation entgegen. Und es wird das Spiel vom Samstag bemüht, bei dem uns Frankfurt angeblich kurz vor einer Niederlage hatte. Das wir genug erstklassiger Chancen hatten um drei Spiele zu gewinnen, wird dabei natürlich schön unter den Teppich gekehrt. Aber der Fußball schreibt in manchen Situationen sich wiederholende Geschichten. So wäre es nur typisch für den Fußball im Allgemeinen und den FC Bayern im Besonderen, wenn nach diesem knappen Sieg mit totaler Überlegenheit der gleiche Gegner wenige Tage später förmlich aus dem Stadion gefegt würde. Dieses Phänomen ist immer wieder zu beobachten, nicht nur mit unserer Beteiligung. Überraschen würde mich ein derartiger Spielverlauf morgen jedenfalls nicht.

Wird aber auch Zeit, dass diesem unseriösen „Sportjournalismus“ das Maul gestopft wird. Das geht natürlich nur über Ergebnisse. Und wenn die passen, geht es vor allem mit einem „Original Gangster“ wie van Gaal vorzüglich. Dieser Krieg – van Gaal gegen Journalisten – verspricht noch witzig zu werden. Louis hat das Können in seinem Job und darüber hinaus die Eier, einer Menge Leuten die Ohren lang zu ziehen. Einige werden sich noch wünschen sich nie mit ihm angelegt zu haben. Der wird ja so ab 300 Feinden erst richtig wach, Freunde der Sonne.

© 2009 Traumtorschuetze

Hass und Stolz Retro Jacke

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