Archiv für den Tag 4. September 2009

Aus der Kategorie „Wer will das wissen?“

Cash rules everything around me. C.R.E.A.M. get the money. Dolla, Dolla bill ya´ll! (Text: Ein Gedicht des Wu Tang Clans 😀 ) Bild: TW Collins used under CC License

Laut dem US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ ist der FC Bayern München 887 Millionen Euro wert. Okay…und was machen wir jetzt mit der Info? Am besten dem „Forbes“ Magazin zurufen: „Absolut unverkäuflich!“. Egal was für ein Scheich Muhammed al Hatschi von Nord-Ost-Arabien, egal was für ein Fernsehmogul-John-Wayne und egal welcher Oligarch Genosse Ivan „Für Gas würde ich töten“ Schurkawljow da ankommt. Absolut unverkäuflich! Was bei den anderen in dieser Liste etwas anders ist, wenn ich mir die Namen da so durchlese.

Und wie die Psychologie solcher Sachen nunmal ist, sollten wir durch dieses „absolut unverkäuflich“ real mindestens das Doppelte wert sein würde ich sagen. So eitel bin ich dann ja doch, dass ich natürlich wenn dann auf so einer Liste nirgendwo anders, als auf Platz 1 stehen möchte. Da wo Bayern München nunmal gottgegeben hingehört, egal worum es geht.

Ansonsten brauchen wir in naher Zukunft einfach nur unsere Investitionen für uns arbeiten lassen. Schließlich haben wir ja mit Franck Ribery die Schloßallee in unserem Besitz, wie wir von Uli Hoeneß gelernt haben. Nachdem mit Arjen Robben zusätzlich die Parkstraße in unseren Besitz übergegangen ist, sollte das Geld ja praktisch wie von alleine in unsere Taschen wandern. Also Forbes, rechnet nochmal nach, das hakt an allen Ecken und Enden.

© 2009 Traumtorschuetze

Treue kann man nicht kaufen Kapuzenpullover Hoodie FC Bayern München Fanartikel

Länderspielpausen, die Presse und die Nationalmannschaft öden mich voll an

Das sieht die Presse selbst anscheinend auch so. Bild: m.p.3. used under CC License

Gott, ist das laaangweilig während so einer nicht enden wollenden Länderspielpause. Irgendwie unpatriotisch von mir, aber die Nationalmannschaft gibt mir echt gar nichts mehr. Geht mir komplett am Allerwertesten vorbei, was die Schwabenconnection da so treibt, mit welchen stromlinienförmigen Ja-Sagern sie da ihre langweiligen Spiele bestreiten und was da unter dem Strich dabei rauskommt. Wenn ich die Spiele überhaupt gucke, dann nur unter dem Aspekt, dass sich möglichst kein Bayernspieler verletzt. Alles andere ist Kokolores.

Das war mal ganz anders. Eigentlich seit ich denken kann, war ich absoluter Fan der DFB-Mannschaft. Meine ersten Erinnerungen stammen von der WM ´86 in Mexiko, an die Faszination WM und an bittere Tränen, die ich als 8 jähriger nach dem verlorenen Finale vergossen habe. Ich erinner mich an die wahnsinnigen Duelle von Jürgen Kohler mit dem 1988 außerirdisch spielenden Marco van Basten, ich erinner mich an eine zum Zerreißen spannende WM-Quali für Italia ´90 – und einem Triumph dort, der uns alle auf den Straßen tanzen ließ. Auch die gesamten 90er Jahre über fieberte ich fast so bekloppt mit, wie mit meinen Bayern. Auch unter Rudi schlug mein Herz absolut für die Deutsche Nationalmannschaft. Und dann kam Klinsmann.

Seither passieren nur noch Sauereien rund um das DFB-Team. Es geht gar nicht so sehr um sportliche Entscheidungen, auch wenn sie als Folge auch nicht außer acht gelassen werden können. Es geht vor allem um die Strukturen, die da herrschen. Von Mayer-Vorfelder, über Zwanziger, über damals Klinsmann/Löw, über Bierhoff, über Köpke, über Flick, über Lehmann und unzählige weitere, das ist alles eine Suppe.

Vetternwirtschaft ohne Ende ohne jegliches Schamgefühl und dabei ein arrogantes Auftreten hoch 10. Dazu die ganzen Verstrickungen des DFB mit Hoffenheim und Dietmar Hopp – ich kann mich mit dem Laden einfach nicht mehr identifizieren, selbst wenn ich es wollte. Und das geht weit über die Sauereien hinaus, die damals um unsere Roten wie Oliver Kahn und Sepp Maier passiert sind. Soll mir keiner kommen, ich wäre nur beleidigt. Die Scheiße kann ich nicht mehr hören und denjenigen stampfe ich mit Extreme-Bud-Spencering  unangespitzt in den Boden.

Jedenfalls wird sich an meiner Einstellung zur Nationalmannschaft nichts ändern, solange die Strukturen dort sich nicht gewaltig ändern. Alles läuft doch nur noch irgendwie hinten rum ab dort, jeder einzelne Schritt. Der einzige, der die Fahne der Ehrlichkeit im Dunstkreis des DFB noch hoch hält, ist Matthias Sammer. Was ein Zufall, das der gegen den Willen praktisch aller aus dieser Suppe den Job bekommen hatte. Sammer hat sich jedenfalls mit seinem Verhalten und seinen Aussagen in den letzten Monaten bei mir ein sehr hohes Ansehen erarbeitet. Der ist in dem ganzen Haufen echt so etwas wie der „Last Man Standing“.

Kommen wir zurück zu uns, dem FC Bayern. Nicht nur mir scheint irgendwie langweilig zu sein zur Zeit. Da haben wir auf der einen Seite die werte Journalie, mit denen ich ja eigentlich genug abgerechnet habe in den letzten Artikeln. Dachte ich zumindest. Aber kaum machen Wechselgerüchte nach dem Schließen der Transferliste keinen Sinn mehr, wird der nächste Mist aus dem Boden gestampft. Ribery und van Gaal verstehen sich also nicht. Aha! Die ersten Aussagen von Ribery habe ich noch verfolgt, als er meinte die Stimmung wäre sehr ernst beim Training. Leute, das war komplett harmlos, was er da gesagt hatte. Aber was macht die Presse? Von einem Tag zum nächsten wird das Ding immer mehr aufgebauscht, das ist einfach nur noch unfassbar. Was Ribery ursprünglich sagte war nur, dass die Mannschaft sehr unter Druck stand vor dem Wolfsburg Spiel und ihm auch in den Spielen zuvor die Lockerheit und Risikobereitschaft fehlte. Und damit hatte er Recht. Punkt, Aus, Ende. Dann bezieht sich eine ganze Woche später (!) die Equipe in Frankreich auf genau diese Aussagen und schon spielen alle verrückt. Ich les den ganzen Humbug gar nicht mehr, ich seh immer nur die Überschriften und verdreh genervt die Augen. Was soll man sagen? Don´t get caught up in the mix, cause the media is full of dirty tricks!

Auf der anderen Seite ist dem werten Vorstandsvorsitzenden Hauptgefreiter Rummenigge wohl auch langweilig. Schnappt er sich mal eben im Vorbeigehen im Kicker drei unserer verdientesten Kapitäne der Vergangenheit und watscht diese komplett ab.

Zu Kahn, Loddar und Effe:

Sie sollten zusehen, dass sie einen Job kriegen, in dem sie etwas zu sagen haben, und sich nicht als bezahlte Chefkritiker des FC Bayern hervortun.

Öhm, warum sollten sie sich nicht zu ihrem Ex-Verein äußern dürfen? Vor allem im Fall von Kahn waren das alles andere als irgendwie polemische Aussagen in den Monaten nach seinem Karriereende bis jetzt. Er hat so ziemlich jedes mal sachlich fundiert den Nagel auf den Kopf getroffen. Und was überhaupt gibt einem Herrn Rummenigge das Recht, solch verdienten Spielern den Mund zu verbieten?

Kahn hat auch recht lässig reagiert.

Kahn zu Kalles Kritik:

„Erstens ist es mir neu, dass ich von irgendeinem Printmedium für irgendetwas bezahlt werde. Zweitens habe ich mit Michael Rensing zusammengespielt, verfolge seinen Weg auch weiterhin ganz genau und frage mich, woher seine Entwicklung kommt. Drittens habe ich momentan sehr viele Jobs, die mir sehr viel Spaß machen.“

Keine Ahnung, belassen wir es dabei. Solche Nebenkriegsschauplätze sind echt nur ermüdend und unnötig. Und auch sowas kommt nur zustande, wegen der arschlangweiligen Länderspielpause. Gegen wen spielen wir überhaupt morgen? Hach, ist das alles zäh! 🙂

© 2009 Traumtorschuetze

You´ll never walk alone Trainingsjacke

%d Bloggern gefällt das: