Archiv für den Tag 26. August 2009

3:1 bei Union Berlin – Hurra, es ist ein Sieg!

Alte Försterei. Bild: kreuzberger used under CC License

Die Jungs können noch gewinnen – gegen eine Reservemannschaft des Zweitligisten Union Berlin zwar nur, aber immerhin. War natürlich nicht mehr als ein Trainingsspiel das ganze, aber ein, zwei notierenswerte Dinge waren dann doch dabei.

Wir begannen also im von van Gaal favorisierten 4-3-3 mit Olic und Müller als Außenstürmern. Eigentlich auch eine meiner Wunschaufstellungen für Samstag, aber heute hat mich das nur sehr bedingt überzeugt. Olic und Müller haben noch nicht ganz ideal die Räume auf den Außenpositionen genutzt, bzw. gegebenenfalls für die nachrückenden Außenverteidiger im richtigen Moment frei gemacht. Im Grunde ist Fußball ja so einfach: Bälle in den Lauf fordern, wenn der Raum da ist. Nach innen ziehen und den Doppelpass mit dem Außenverteidiger suchen, wenn der Raum nicht da ist (so schafft man ihn). Läuft irgendwie alles stotternd.

Im Tor begann Butt und in der Innenverteidigung Breno statt van Buyten. Und schon unken die meisten Medien, das würde höchstwahrscheinlich ein Zeichen für Samstag sein. Ich kann mir aber nur sehr schwer vorstellen, dass ein Mann wie van Gaal schon nach drei Spieltagen den Umfaller gibt und Rensing das Vertrauen wieder entzieht. Das wär auch ein scheiß Vertrauen gewesen in diesem Fall, wenn es grad mal für drei Spieltage gereicht hat. Aber wir werden es sehen am Samstag, ich bleib erstmal ganz entspannt.

Bemerkenswert war eigentlich ansonsten nur der Auftritt von Edson Braafheid. Klar, der haut einen sehr schönen Freistoß genau in den Knick. Aber wenn man sich ein um´s andere Mal von den Reservespielern einer Zweitligatruppe vernaschen lässt wie ein Schulbub, nützt das alles auch nichts. Erschreckend, was anderes fällt mir leider nicht dazu ein, bei aller angebrachten Geduld mit dem Jungen.

Alles in allem ein netter Kick, ohne jegliche Aussagekraft. Aber mit einer sehr guten Stimmung. Party machen können die Eisernen.

© 2009 Traumtorschuetze

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Ribery will doch auf der 10 spielen – Müller und der „wahre FC Bayern“

10 – oder doch nicht – oder doch – oder mal ausprobieren. Bild: nicholas macgowan used under CC License

Also früher – damals, als ich selbst noch aktiv unterklassig den Ball maltretiert habe, da hieß es noch Schnauze halten und dort spielen, wo einen der Trainer aufstellt. Und für unsere Gurkentruppe war ich durchaus auch übelst der Ribery, so is ja nicht. Aber ich will euch nicht langweilen, ist lange her.

The real Ribery kann sich aber offensichtlich aussuchen, wo er am liebsten spielen möchte. Nachdem ihm die Idee als Spielmacher zu fungieren noch vor kurzem so gar nicht gefallen wollte, lässt er nun via Zeitung mit vier Buchstaben verkünden, man könnte das ja mal ausprobieren.

„Ich werde die Position des Zehners ausprobieren und sehen, wie es funktioniert. Ich vertraue erst mal der Erfahrung unseres Trainers, der mich dort sieht. Falls das klappt, komme ich meinem großen Traum des Weltfußballers vielleicht ein Stück näher.“

Hmm, also von „will ich auf keinen Fall“ bis zu „ich komme dem Weltfußballer näher“ ist es natürlich eigentlich ein recht langer Weg. Aber wir wissen ja, dass Ribery fix auf den Beinen ist, den hat er praktisch über Nacht zurückgelegt.

Ehrlich gesagt gehen mir diese Extrawürste seit geraumer Zeit ziemlich auf den Sack. Aber ich will nicht unken. Wenn es nun so endet, dass er die Position bekleidet und wirklich solch hohe Ziele damit hat, dann sollte ich den Kopf zumachen und froh sein. Ich bin der festen Überzeugung, es ist die allerbeste Position für ihn, dort wird er unserer Mannschaft am meisten helfen können.

Es gibt viele, die sind da skeptisch (inklusive dem Kaiser) und meinen, es würde ihm den Platz rauben für seine Tempodribblings. Ich halte das für weit gefehlt. Denn alles was passiert, ist dass er anstatt auf eine Außenbahn beschränkt zu sein, den kompletten offensiven Bereich beackern kann. Man darf es sich nicht so vorstellen, dass er den Ballverteiler spielen soll. Er wird genauso spielen wie vorher auch, nur mit einem ganzen Batzen mehr Freiheiten und Räumen zum Austoben.

Gleichzeitig bedeutet diese Meldung wohl auch das endgültige Ende aller van der Vaart-Albträume und Sneijder-Träume. Diese Geschichten sollten damit endgültig vom Tisch sein. Und das ist gut so.

Ganz das Gegenteil aller Allüren findet man natürlich in unserem jungen Thomas Müller. Erfrischend bodenständig plaudert er bei Spox.com über seinen Aufstieg zum Hoffnungsträger und wie er weiter hart arbeiten muss. Nebenbei verspricht er uns den „wahren FC Bayern“ gegen Wolfsburg, dessen Verkörperung er mit seinem unbändigen Einsatzwillen eigentlich schon ist. Jetzt muss er nur noch seine Kollegen davon überzeugen, dann wird am Samstag alles gut.

Update: Einen ausführlicheren Teil des Interviews mit Ribery findet ihr auf SportBlöd.de

© 2009 Traumtorschuetze

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