Archiv für den Tag 24. Juli 2009

Interview mit Mario Gomez

Die Fraktion – Mario Gomez und der Ball geht rein. Die Jungs von dieser Kapelle sind zwar Stuttgart Fans, aber das Liedl ist trotzdem recht sweet.

Ich will euch dieses sehr schöne Spiegel Online Interview mit Mario Gomez nicht vorenthalten. Das sind durch die Bank in meinen Augen sehr vernünftige und gute Einstellungen, die er da kund tut. Das ist genau das, was erklärt, warum der Junge in so jungen Jahren schon so konstant Klasse-Leistungen abliefert. Talent haben viele. Aber was nützt das, wenn man im Kopf nicht klar kommt (z.B. Podolski) oder den Hype nicht verkraftet (z.B. Deisler)? Mario Gomez bewegt sich dagegen beinahe buddhistisch in seiner eigenen Mitte, ist dabei aber immer geradeaus und ehrlich. Seine sportlichen Leistungen sowieso, aber auch seine Persönlichkeit imponiert mir, das muss ich sagen. Gerade wenn man bedenkt wie jung der Kerl immer noch ist. Wenn er gesund bleibt, war das der beste Einkauf seit vielen Jahren.

© 2009 Traumtorschuetze

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Gedenken zum 125. Geburtstag des unvergessenen Kurt Landauer

Ein Leben für den Fußball: Kurt Landauer.

Kurt Landauer, am 28. Juli 1884 in Planegg bei München geboren, war Urbayer, Jude und Präsident des FC Bayern München. Unter ihm entwickelte sich der FC Bayern zu einem der bedeutendsten Vereine in Deutschland. Landauer legte damit entscheidende Grundlagen für die späteren Erfolge des FC Bayern München.

Schon vor dem 1. Weltkrieg, von 1913 – 1914, war er Präsident. In den darauf folgenden Amtszeiten zwischen 1919 – 1933 entwickelte sich der FC Bayern München stetig. Zwei süddeutsche Meisterschaften (1926 und 1928) und die Teilnahme an den Endrunden zur Deutschen Meisterschaft (1926, 1928 und 1929) zeugen in diesem Zeitraum für den sportlichen Aufstieg des Vereins.

Der Gewinn der ersten Deutschen Fußballmeisterschaft am 12. Juni 1932 markierte den Höhepunkt dieser Entwicklung.

Die sogenannte „Machtergreifung” der Nationalsozialisten, mit ihren menschenverachtenden Ausgrenzungs- und Vernichtungsmaßnahmen, zwangen Kurt Landauer am 22. März 1933 zum Rücktritt vom Amt als Präsident des FC Bayern. Nach der Reichspogromnacht (9. November 1938) wurde er von der Gestapo verhaftet und in das KZ Dachau deportiert. Nach einem Monat entließ man ihn mit der Auflage, unverzüglich sein Heimatland Deutschland zu verlassen.

Freunde besorgten ihm im Frühjahr 1939 ein Visum für die Schweiz, wo er in Genf überlebte. Vier seiner sechs Geschwister und ihre Familien kamen dagegen in verschiedenen Konzentrationslagern um´s Leben.

1947 kehrte Kurt Landauer in seine Heimatstadt München zurück. Im Alter von 66 Jahren wurde er noch einmal für vier Jahr Präsident des FC Bayern München. Er finanzierte seinem Club die erste Spiellizenz und es gelang ihm die Amerikaner davon zu überzeugen, dass der Spielbetrieb im Fußball sehr bald wieder aufgenommen werden sollte.

Am 21. Dezember 1961 starb Kurt Landauer in München.

Kurt Landauers weltoffene Sportpolitik und sein Engagement für die Bürgerinnen und Bürger seiner Heimatstadt München bleiben unvergessen. In Erinnerung an den jüdischen Präsidenten des FC Bayern München, findet am Dienstag, 28. Juli 2009 (der Tag seines 125. Geburtstags), 19.00 Uhr, an der Baracke Nr. 8, Stube 4, in der KZ-Gedenkstätte Dachau, ein Gedenken mit Kaddisch und Schweigeminute statt. Robby Raiber (Maccabi München) hält eine Ansprache. Aufsichtsratmitglied Helmut Markwort und der ehemalige Bayern-Präsident Willi O. Hoffmann werden ebenfalls zu Wort kommen.

Um 19.30 Uhr beginnt der Einführungsvortrag von Dietrich Schulze-Marmerling (Autor des Buches „Die Bayern – Geschichte eines Rekordmeisters) in der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau. Danach folgt ein moderiertes Gespräch mit Uri Siegel, dem Neffen von Kurt Landauer.

© 2009 Traumtorschuetze

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