Wir spielen wieder Fußball

Leider wohl nicht unser neuer Trainer, der Clooney George. Sauschade! 😦 Bild: culture.culte used under CC License

Fangen wir mit dem positiven an. Das sah richtig nach Fußball aus gestern gegen Mönchengladbach. Vieles das sich während der Woche angekündigt hatte, hat deutliche Früchte getragen. Die Mannschaft war zu jedem Zeitpunkt kompakt, machte die Räume schön eng und gab sich defensiv kaum eine Blöße. Nun kann man anführen, Gladbach wäre auch harmlos gewesen, was auch nicht ganz falsch ist. Nur hatte in dieser Saison auch der harmloseste Gegner es geschafft, nahezu in jedem Spiel riesige Lücken in unserer Defensive aufzutun. Selbst in den Spielen, die wir hoch gewonnen haben. Gestern jedenfalls hatte man nie das Gefühl es könnte etwas anbrennen. Um nicht zu sagen, endlich blieb einem mal nicht bei jedem Ballverlust das Herz stehen.

Nach vorne war auch um einiges mehr Zug drin. Die Laufwege stimmten wieder sichtlich besser und alles war variantenreicher. Da wurde dann auch endlich mal wieder hinterlaufen und der Weg auf die Grundlinie gesucht. Die Dinge waren nicht mehr ausschließlich vom Zufall oder eben individueller Klasse abhängig, sondern man hatte endlich wieder das Gefühl die Spieler wissen was sie zu tun haben.

Das es letztendlich ein glanzloser Sieg wurde, hat natürlich mit der verbesserungswürdigen Chancenauswertung zu tun. Macht Toni nur einen seiner vier Hochkaräter wär es bitter geworden für Gladbach. Aber das war nicht das wichtigste gestern. Viel wichtiger war es zu sehen, dass die Mannschaft wieder eine Einheit bildet auf dem Platz. Und zwar zusammen mit den Trainern.

Womit wir bei Hermann „Forrest“ Gerland wären. Sein Sprint über den halben Platz um Lahm die Trinkflasche zu reichen ist schon in den Sekunden als er stattgefunden hat legendär geworden. Von den Rängen mit „Bester Mann“ Sprechchören und anschließendem „Ihr solltet laufen wie Hermann“ Gesängen begleitet. Ein Traum wie dieser bescheidene, ehrliche Arbeiter ein Stück vom Ruhm genießen darf. Kaum einem gönnt man dies mehr als ihm.

Womit wir dann den positiven Teil leider abschließen müssen. Könnten sich bitte alle, die Lell gestern bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen haben und seine Auswechslung gefeiert haben wie ein Tor ein Seil nehmen und sich vom Hochhaus damit erschießen? Dieser Junge hat sich dem FC Bayern gegenüber niemals etwas zu Schulden kommen lassen. Mit welcher Frechheit nehmt ihr euch das Recht heraus diesen Mann nieder zu machen und ihm das letzte bißchen Selbstvertrauen zu nehmen? Ihr seid eine Schande für jeden Bayernfan! Der Junge ist kein Rastelli und er regt mich auch manchmal auf. Aber das ist sowas von scheißegal in diesem Fall, das es kracht. Der reißt sich immer den Arsch auf als gäb´s kein Morgen. Und alles was ihr dazu zu sagen habt ist ihn fertig zu machen? Ihr seid Lumpen und kaputtes Pack! Verpisst euch vom FC Bayern, kein Verein braucht solche „Fans“.

Nächste Baustelle. Der Herr Vorstandsvorsitzender und sein Ego. Himmel die Berge! Da schaut man sich am Abend die Sportschau an, ist gar nicht mal so unglücklich, dass zumindest das Transparent „Wer wollte Klinsmann denn? Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen“ gezeigt wurde. Ja keineswegs selbstverständlich in unserer Medienlandschaft, wie man auch unschwer daran erkennen konnte, dass die im Aktuellen Sport Studio nicht mal eine kleine Erwähnung wert war. Aber dann bekommt in der Sportschau Rummenigge das Wort und man kann sich grad so beherrschen den Fernseher nicht aus dem geschlossenen Fenster zu pfeffern. Was der faselt, in welch komischen Welt der lebt, das spottet jeder Beschreibung.

Er sagt: „Den neuen Trainer werden wir nicht danach verpflichten, ob er sympathisch bei den (an dieser Stelle sieht man genau wie er sich grad noch so das Wort Fans verkneift und grad so die Kurve kriegt) Medien rüberkommt. Wenn wir es allen Recht machen wollten, dann müsste man George Clooney verpflichten. Wenn wir guten und erfolgreichen Fußball spielen, dann sind auch die Fans zufrieden.“

Wenn das nicht sooo unglaublich traurig wäre, dann müsste man ihn auslachen. Nichts verstanden kann man da nur sagen. Erstens ging es nie irgendjemanden um Sympathien. Zweitens ist der olle Clooney da bestimmt ein scheiß Beispiel. Was glaubt der, wen der Durchschnittsfan so sympathisch findet? Clooney?!? Hau mal ab, Alter! Das spottet jeder Beschreibung, wieviel das über die Sichtweise dieses Zampanos aussagt. Und drittens sollte er sich mal Gedanken machen, warum die Fans – von ihm ja bemerkt, wie er auf der Pressekonferenz nach der Entlassung Klinsmanns selber sagte – zu solchen Zeitpunkten wie direkt nachdem ein Tor für uns gefallen ist, wie in Bielefeld, das „Klinsmann raus“ anstimmten. Es gibt Sachen, die sind nicht vom Erfolg abhängig. Aber das versteht da wohl schon längst keiner mehr bei den hohen Herren.

Zu der Personalie Nerlinger als sportlicher Nachfolger für Hoeneß komm ich ein anderes mal. Wie uns das so nebenbei untergejubelt wurde war auch schon wieder die ganz große Kunst der medialen Verarsche. Ein Nebensatz im Kicker, ein Nebensatz in der Sportschau. Und schon ist sichergestellt, dass jeder zwar davon weiß, aber die Aufregung schön in Maßen gehalten wird. Nerlinger…ich fass es nicht. Es kann einem schon wieder Angst und Bange werden um unsere Zukunft. Als zynischer Einwurf: Ralf Ragnick versucht ja grad alles um aus Hoffenheim abzuhauen. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Ich sag euch eins, Freunde der Vorstandssonne: Wagt es ja nicht!

© 2009 Traumtorschuetze

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2 Kommentare zu “Wir spielen wieder Fußball

  1. Daniel 3. Mai 2009 um 7:07 pm

    was hast du gegen Nerlinger? Ich denke mal er ist eine gute Lösung. Wird ja jetzt schon seit einem Jahr bei uns eingearbeitet. Fachlich dürfte der alles drauf haben, und das Umfeld und den Verein kennt er auch. Das einzige Problem was ich sehe ist 1) Er wirkt nicht so als könnte er mal auf den Tisch hauen wenn es schlecht läuft. Er hat keine Ecken und Kanten wie Hoeneß.
    2) Er könnte zu einer Marionette von Hoeneß werden

    Aber ansonsten…..an seiner Seite noch einer wie Kahn und ich denke wir können zufrieden sein.

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  2. mingarot 3. Mai 2009 um 7:10 pm

    Ich widme mich dem Thema mal ausführlicher. Aber wenn es ein Tandem mit Kahn würde, dann wär ich nicht ganz unzufrieden, da hast Recht.

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