Interview mit Uli Hoeneß

Ach was sind wir nicht alle schön schwul. Bild: howie_berlin used under CC License

Wer es noch nicht gelesen hat, heute in der BLÖD gibt es ein recht interessantes Interview mit Uli, in dem er über die Probleme mit der Nationalmannschaft spricht, Oliver Kahn und dessen Flirt mit den Gashuren und über die Suche nach seinem Nachfolger als Manager des FC Bayern.

Was die Nationalmannschaft betrifft ist das irgendwie schon alles ein bißchen merkwürdig. Die gleiche Diskussion gab es doch bereits als Klinsmann noch Bundestrainer war. Damals stand der auf der anderen Seite. Sollte doch eigentlich möglich sein, dass man da auf kurzen Wegen einen Konsens erzielen kann. Aber trotzdem kocht irgendwie jeder weiterhin sein eigenes Süppchen. Es birgt schon eine gewisse Ironie, wenn da wie vor der WM von Passgeschwindigkeit und all dem bescheuerten Schnick Schnack die Rede ist, ein Horn in das Klinsmann damals kräftigst mitgeblasen hat und ein Anspruch mit dem er bei uns angetreten ist, diese zu verbessern. Und nun steht er auf der anderen Seite und darf mitkotzen über das hochnäsige Geschwafel der Schmierhoffs und Konsorten. Ich find´s witzig, aber ich hab auch einen besonders schwarzen Humor.

Über das Thema Oliver Kahn und Schalski werde ich hier nochmal etwas ausführlicher schreiben wenn die Zeit es erlaubt. Da steckt eine Menge drin, was auch viel über den FC Bayern und seinen eingeschlagenen Weg beinhaltet. Da lohnt es sich mal etwas genauer hinzugucken.

Die Namen im letzten Absatz des Interviews zum Thema Manager-Nachfolge geben allerdings Grund zur Hoffnung. Zum ersten mal ist dort konkret die Rede davon, dass die nächste Bayern-Generation das Schiff übernehmen sollte. Etwas für das ich und viele andere seit geraumer Zeit kämpfen und was man mit den Klinsmännern und dem Sonnenköniggebahren der Rummeniges in weite, weite Ferne gerückt sah. Ich hoffe da folgen auch Taten und es wird alles und wirklich alles unternommen um die Scholls, Jeremies und Kahns einzubinden. Was Nerlinger zwischen diesen Namen zu suchen hat ist mir allerdings ein Rätsel.

Es wird insgesamt eine sehr große Richtungsänderung geben müssen, wenn das zur Realität werden soll. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies bei den derzeitigen Machtverhältnissen im Verein möglich wäre. Ein Oliver Kahn wäre so ja nur ein Handlanger um Klinsmanns „Ideen“ umzusetzen, zu verteidigen und schönzureden. Aufgrund der Vorgeschichte zwischen den beiden und vor allem auch weil er komplett andere Vorstellungen von Fußball hat als die amerikanische Heuschrecke, könnte er das niemals mit Überzeugung tun. Eine unmögliche Konstellation. Diese erwürdigen Namen einzubinden würde also bedeuten sich vorher von dem sind-wir-nicht-alle-schön-schwul-Klinsmann-Weg zu verabschieden und wieder zur Einfachheit und Ehrlichkeit des Fußballs zurückzukehren. Was mit Sicherheit der einzig richtige Weg wäre.

© 2009 Traumtorschuetze

Euer Hass ist unser Stolz T-Shirt FC Bayern München Fanartikel

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8 Kommentare zu “Interview mit Uli Hoeneß

  1. antikas 26. März 2009 um 9:36 pm

    Was Nerlinger da zu suchen hat? Der macht n guten Job beim FCB. Fertig.
    Und was wäre wohl witziger als der Manager Kahn, der den Trainer Klinsmann entlässt? Am besten mit der Aussage: “ Der neue Trainer ist einfach eine Nuance besser. „

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  2. mingarot 26. März 2009 um 10:59 pm

    Das war ja aber nicht der Kontext, dass er einen guten Job macht. Sondern er wird in einem Atemzug mit den Aushängeschildern der modernen goldenen Bayerngeneration genannt. Zu dieser gehört er nicht. Er hätte dazu gehören können, wenn er damals nicht nur wegen des Geldes zu den damals moralisch völlig verkommenen Dortmundern gegangen wäre.

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  3. antikas 27. März 2009 um 7:55 am

    Der verlorene Sohn ist heimgekehrt. 🙂 Empfangen wir ihn mit offenen Armen.

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  4. mingarot 27. März 2009 um 2:25 pm

    Ich hab auch nichts dagegen wenn er Uli das Klopapier reicht oder was auch immer seine Aufgabe bei uns ist, ich bin sicher er macht es ganz ordentlich. Aber in der Reihe solcher Namen will ich den seinen nicht lesen. Das passt einfach nicht.

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  5. edgar 27. März 2009 um 3:24 pm

    Und ein Effe ist auch immer dorthin gegangen wo er im Moment die meiste Kohle verdient hat. Moralisch oder nicht. Die gibt es im Profibereich eh nicht – Uli hat auch mal bei Nürnberg gespielt!!!

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  6. antikas 27. März 2009 um 4:23 pm

    Einige sind dem Ruf des Geldes gefolgt. Wenn Jeremies nicht dem Ruf des Geldes gefolgt wäre, wäre er nie einer der ganz grossen Bayernspieler geworden .
    Das kann man ruhig etwas gemässigter sehen .

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  7. mingarot 27. März 2009 um 4:28 pm

    Ich hab ja nix gegen Nerlinger, auch nicht das er irgendwie bei uns „arbeitet“. Also alles andere als radikal. Aber zwischen den drei Namen in dem Kontext hat er trotzdem nichts verloren.

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  8. antikas 27. März 2009 um 5:57 pm

    na nerlinger wird nie einer der ganz grossen Bayern sein . Aber ich glaub verkehrt ist er auch nicht. . . .

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