Rotierend im Fluss bleiben

Bild: nicholas macgowan used under CC License

Rotierend im Fluss bleiben. Das ist Klinsmanns Konzept für das Champions League Freundschaftsspiel heute Abend gegen Lissabon. Man ist ja geneigt sich zu fragen, von welchem Fluss da die Rede ist. Die Isar? Der Abfluss? Aaah, die Regie meldet sich gerade über meinen Knopf im Ohr zu Wort. Der Spielfluss soll es wohl angeblich sein. So verstanden klingt das natürlich wie eine Drohung nach den „Leistungen“ der letzten Wochen. Das ist ähnlich sinnig, wie nach Niederlagen davon zu sprechen, man wolle im nächsten Spiel nachlegen.

Sei´s drum! Die Truppe wird jedenfalls ein bißchen durchgemischt. Fest steht, das Hans Jörg Butt in der Kiste stehen wird. Viele denken, Klinsmann wolle dem 34 jährigen etwas Spielpraxis gönnen und Rensing eine kleine Verschnaufpause. In Wirklichkeit ist das aber einer von Klinsmanns ausgefuchsten, genialen taktischen Schachzügen. Butt ist einfach sicherer vom Elfmeterpunkt. Wir lassen die Portugiesen 5:0 gewinnen, sind mit Butt im Kasten als zusätzlicher sicherer Schütze trotzdem sicher weiter und wiegen nebenbei unsere nächsten Gegner in Sicherheit. Das ist das Konzept, ich hab das mitlerweile verstanden, das ist genial durchdacht.

Der Rest stellt sich quasi von alleine auf nach den Ausfällen von Toni, Ribery, Altintop und Co. Wobei man vorsichtig sein muss mit seinen Formulierungen dieser Tage. Natürlich stellt sich die Mannschaft nicht wirklich von alleine auf. Das passiert alles in Absprache mit Klinsmann, das ist doch klar. Der hat schließlich das Konzept. Die anderen nur Ahnung von Fußball.

Vielleicht darf ja sogar Jose Sosa mal wieder mittun. Ich liebe diesen Spieler einfach und es schmerzt ein bißchen im Herzen, dass er so völlig missachtet wurde in jüngster Vergangenheit. Über die Rolle des Maskottchens der 2. Damenmannschaft ist er leider nicht mehr hinaus gekommen in den letzten Wochen. Das kann einen argentinischen Nationalspieler auf Dauer ja nicht wirklich ausfüllen.

Und es würde mich auch freuen Thomas Müller und Deniz Yilmaz ein paar Minuten zu sehen, die von den Amas heute zu den Profis stoßen werden. Aber wenn ich darüber nachdenke fange ich nur wieder an zu schimpfen. Schließlich ist das Durchschnittsalter unserer Mannschaft dieses Jahr unter aller Sau – und zwar ganz knapp drunter. Man hat ja wenig von Klinsmann erwartet, sehr wenig. Aber das junge Spieler bei ihm gar keine Chance bekommen, ist selbst für Menschen mit tiefster Abneigung ihm gegenüber etwas überraschend. Absolutes Rehagel-Syndrom hat den Mann befallen.

Hoffen wir mal auf einen netten Kick heute Abend, bei dem der ein oder andere Spieler aus der zweiten Reihe vielleicht auf sich aufmerksam machen kann. Vor allem Sosa läge mir da am Herzen. Das ist so ein eleganter Klasse-Fußballer, ich habe wenig Lust ihn nach der Saison gescheitert seine Koffer packen und bei einem anderen Verein groß durchstarten zu sehen. Aber irgendwie hab ich es im Urin, heute wird sein Tag. Nach dem Spiel werden wir dann wissen, ob ich nicht vielleicht besser einfach schiffen gegangen wäre.

© 2009 Traumtorschuetze

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Ein Kommentar zu “Rotierend im Fluss bleiben

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