California here he comes…

Frei nach einem bekannten One Hit Wonder (ist das so was ähnliches wie Wan Tatsch Fußball??): California here he comes, right back where he startet from. Starring: Jürgen „Flipper“ Klinsmann. Bild: jwendland used under CC License

Mal ganz ehrlich, Jungs…was war das denn? Man reibt sich verwundert die Augen und glaubt es nicht. Es geht tatsächlich immer noch lustloser als im Spiel zuvor. Irgendwo denkt man ja mal muss der Tiefpunkt erreicht sein. Aber die Spirale, die seit Wochen nach unten geht, scheint ein echter Sog geworden zu sein.

Leverkusen hat uns eine Stunde lang nichts anderes als vorgeführt. Schnelles Kurzpassspiel, schnelle Bälle vertikal in die Spitze, ständige Positionswechsel im Angriff. Kurz…alles das was der Trainer-Praktikant bei uns angeblich einführen wollte. Davon ist gar nichts mehr zu sehen bei uns. Er hat es nicht eingeführt, er hat es endgültig den Spielern ausgetrieben. Denn schönen Fußball haben wir durchaus mit der selben Mannschaft vor nicht allzu langer Zeit noch gespielt.

Einem bärenstarken Rensing hatten wir es zu verdanken, dass wir nach 45 Minuten überhaupt noch im Spiel waren. Der Junge hat das ganze Spiel über fantastisch gehalten. Sei ruhig wieder mal erwähnt, da es tatsächlich immer noch Menschen gibt die ihn kritisieren. Ohne den Jungen hätten wir gut und gerne doppelt so viele Dinger kassieren können und zwar locker.

Ansonsten war das bei uns nichts anderes als Arbeitsverweigerung. Rensing, Lucio und van Bommel nehm ich mal raus. Die haben erkennbar gekämpft und sich ansatzweise gegen die Niederlage gestemmt. Der Rest war katastrophal. Es stimmt absolut gar nichts mehr in der Mannschaft. Selbst ein Ribery ist in den letzten Spielen gar nicht mehr zur Geltung gekommen. Er ist nur noch frustriert und angenervt. Er hat aber auch keinerlei Unterstützung, ich kann ihn da vollkommen verstehen. Alles lastet auf seinen Schultern und von den anderen kommt absolut gar nichts.

Kampf hatte ich gefordert im letzten Artikel. Ich hatte ihn nicht mal erwartet, sondern nur gefordert. So weit ist es schon gekommen, trotz DFB Pokal Viertelfinals, wo das eigentlich selbstverständlich sein sollte. Das war eine Stunde lang schlichtweg lächerlich. Das wir ohne Taktik und ohne Spielwitz spielen, damit hat man sich ja mitlerweile schon fast abgefunden. Aber das in so einem Spiel eine Stunde lang nicht mal ein Fünkchen Wille erkennbar ist, das ist verdammt bitter.

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Es gab viele Spiele in dieser Saison, da hab ich vor Wut getobt. Dann kam ich in eine Phase, da hab ich mir mißglückte 2 Meter-Pässe mit dem schwärzesten Humor betrachtet, der mir zur Verfügung steht. Und der ist verdammt schwarz bei mir. Aber nach dem Tor zum 2:0 gestern hatte ich Tränen in den Augen vor Wut und Enttäuschung. So hilflos, wehrlos und überfordert habe ich die Mannschaft sehr selten gesehen. Und wenn das mal der Fall war, dann höchstens für ein Spiel und dann galt aber ganz schnell wieder „mia san mia“.

Aber das hier ist ja um Welten schlimmer. Das ist ein Scherbenhaufen, wie ich ihn bei uns in 25 Jahren allerhöchstens ein oder zweimal gesehen habe. Dies ist allerdings der mit Abstand unnötigste dieser Schwerbenhaufen. Aus dem einfachen Grund das wir eine viel gesündere Basis hatten als zum Beispiel im berühmt, berüchtigten Jahr 1992. Wie kann sowas aus der gleichen Truppe werden, die letztes Jahr alles dominiert hat? Ich wusste ja, dass Klinsmann mit 100 %iger Sicherheit verdammt viel kaputt machen wird. Aber wie hässlich diese Fratze wird, das hätte selbst ich nicht für möglich gehalten. Aus Deutschland ein Sommermärchen wird Bayern ein Schauermärchen.

Allerdings nähren sich bei mir nach gestern die Hoffnungen, dass es nicht mehr lange dauern kann und diesem gruseligsten aller Kapitel in meiner Zeit als Fan des FC Bayern München wird ein Ende bereitet. Wurde nach den vergangenen Partien noch alles mit zumindest äußerlicher Gelassenheit mit hanebüchenen Phrasen schöngeredet, so tat sich gestern zumindest etwas zwischen den Zeilen, auch wenn inhaltlich die selben leeren Worte gesagt wurden.

Uli war komplett feddich und zwar völlig unübersehbar. Mit hochrotem Kopf stand er bei der ARD und rang mit belegter Stimme förmlich um Fassung. Wer Uli kennt, der weiß wie er den Auftritt zu deuten hat. Und auch Klinsmann bemühte zwar die selben Thomas-Doll-Gedächnis-Phrasen wie vor und nach jedem Spiel, aber er gab dabei ein Bild ab, als wär grad ein enger Familienangehöriger gestorben. Die Zeiten der faulen Ausreden sind also endgültig vorbei.

Jetzt kommt am Samstag die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga zu uns. Sie haben seit glaube ich acht Auswärtsspielen nicht mehr gewonnen. Wenn dieses Spiel tatsächlich in die Hose gehen sollte, dann ist Klinsmann nicht mehr zu halten. Davon bin ich wirklich überzeugt. Es könnte jetzt alles ganz schnell gehen. Und es wäre das beste was passieren könnte. Das Geschwür muss einfach herausgeschnitten werden. Ich will meinen FC Bayern zurück! In jedem Spiel ist man innerlich zerrissen. Der ganze Verein wird durch Klinsmann zerrissen. Der FC Bayern verliert seine Identität. Und die hohen Herren haben dieses zu verantworten, also sollen sie es gefälligst jetzt auch wieder gerade biegen. Es wird allerhöchste Eisenbahn, der Schaden wird mit jedem Tag größer, ja potenziert sich fast.

© 2009 Traumtorschuetze

You will never walk alone Kapuzenjacke FC Bayern München Fanartikel

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5 Kommentare zu “California here he comes…

  1. antikas 5. März 2009 um 11:03 am

    Ich finde das der Bäcker jetzt schon nicht mehr zu halten ist. Wie schlimm soll es denn noch werden?

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  2. Peter Fiedler 5. März 2009 um 11:29 am

    Hallo,

    besser wie traumtorschütze es beschreibt kann man es nicht sagen. Er hat in allen Punkten recht.

    Klinsmann muss weg und zwar ganz ganz schnell.

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  3. Peter Fiedler 5. März 2009 um 11:31 am

    Sorry ich meinte mingarot

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  4. Double 5. März 2009 um 2:49 pm

    Hi WM, dem kann man kaum was hinufügen. Wobei ich zu den Leuten mit Willen gestern noch Klose zählen würde, der war allein da vorne einfach die ärmste Sau (nach Rensing).
    Achja, mit Hannover haste übrigens zwar durchaus nicht Unrecht („seit 8 Auswärtsspielen nicht gewonnen“), genaugenommen haben sie diese Saison gar erst einen(!) Punkt in der Fremde geholt I)

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  5. mingarot 5. März 2009 um 3:10 pm

    Hi Double,

    oh mein Gott. Einen Punkt…normal würde man ja in Ausübung gepflegter Bayern-Arroganz sagen, die knallen wir sowas von weg. Aber je schlechter die Bilanz des Gegners, desto mehr zittert man vor dem Spiel in diesen Zeiten.

    Ich sehne den Tag an dem die Flitzepiepe nach Californien zurückflippert herbei wie nichts anderes.

    Peace!

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