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Jürgen „Flipper“ Klinsmann auf dem Weg nach Californien…Bild: noagerlzuzler (all rights reserved)

Nachdem ich unüberlesbar nach dem Köln Spiel geladen war wie eine 44. Magnum, versuch ich mal mit einem Mini-Pressespiegel die Dinge ein bißchen einzuordnen. Heute waren auf der Kicker-Seite und auf der Page der Süddeutschen sehr interessante Artikel zu lesen, die dabei zweifelsohne sehr behilflich sind.

Der Kicker schreibt unter anderem in seinem Artikel „Jetzt ist die Krise da“ folgendes:

„Die Vorstellung gegen Köln stellte den Tiefpunkt in der bisherigen Zickzacksaison dar. Einer eifrigen, aber limitierten Kölner Truppe hatten die Münchner Stars nur spielerische Einfallslosigkeit entgegenzusetzen. Gewiss fordert Jürgen Klinsmann zu Recht Kampf, Aggressivität und Laufbereitschaft ein – so auch in seiner Sonntagsrede an das Team, das am Samstag nach der Niederlage vergebens auf ihn wartete -, aber einen Widersacher aus dem Mittelfeld der Liga muss ein Klub mit den Ansprüchen des FC Bayern taktisch dominieren.“

„In Berlin, als sich die Elf kurz vor dem Anpfiff in der Kabine heiß machte, kam Klose plötzlich die Idee: „Gehen wir vorne drauf?“ Der Trainer stimmte spontan begeistert zu. Eigentlich müssten solche taktischen Kniffe zum einstudierten Grundrepertoire eines Spitzenteams gehören; gegen Köln war das Gegenteil zu sehen, Brecko und Brosinski konnten sich da aus einer typischen Pressingsituation nahe der Eckfahne spielend, weil nur ungeordnet gestört, befreien. Wo ist da das Gesamtkonzept?“

„Frust plagt mehrere Spieler. Rensing ist mit seinem persönlichen Coach Junghans nicht vollauf zufrieden und müht sich mit Kahn-Imitationen um Anerkennung; van Bommel widerspricht öffentlich der Prognose des Trainers, der die Vertragsverlängerung des Kapitäns optimistisch ansagt; und Podolskis Laune erheitert nicht mal der Entscheid kontra Donovan, mit dem sich Klinsmann ein Riesenproblem im Klub und im Team angelacht hat.“

Erschütternd ist für mich vor allen Dingen die Geschichte mit Klose. Wenn das so stimmt, und der Kicker ist nun wahrlich keine unseriöse Quelle, dann ist alles noch viel schlimmer als ich es mir in den schlimmsten Träumen ausmalen konnte. Das sind Dinge, die macht ein E-Jugendtrainer jedes x-beliebigen Dorfvereins besser. Es kann doch nicht sein, dass einfachste taktische Mittel 5 Minuten vor dem Spiel von den Spielern vorgebracht werden und der Trainer nickt das ab. Da ist es wirklich kein Wunder wie ungeordnet unser Spiel in allen Belangen ist. Die Spieler sind völlig sich selbst überlassen.

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Die Süddeutsche schreibt unter dem Titel „Der Keim des Zweifels“:

„Drei Niederlagen in vier Ligaspielen haben in München eine Atmosphäre entstehen lassen, die irgendwo zwischen Ratlosigkeit und Aggressivität pendelt. Man kennt dieses spezifische Klima des Zerfalls, auch bei Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld oder Felix Magath konnte man dem Wachsen leiser Bedenken zu einem Berg des Misstrauens zusehen. Die jeweilige Trennung war am Ende nur noch eine Formalie.“

„Dass Klinsmann gegen den erklärten Willen des Vorstands darauf beharrte, den amerikanischen Leihspieler Donovan dauerhaft zu engagieren, ist ein ungelenker Profilierungsversuch – und ein prächtiges Eigentor. Selbst seine derzeitigen Mitspieler halten Donovans Leistungsvermögen für indiskutabel – und Klinsmanns Festhalten an der Personalie für schwer verzeihlich.“

„Miteinander warm geworden sind die Partner nie. Und allmählich dämmert die Erkenntnis, dass dieses gewagte Zweckbündnis sich als großer Irrtum herausstellen könnte. Nicht nur Jürgen Klinsmann wäre dann gescheitert.“

Donovan ist wirklich ein gutes Beispiel. Klinsmann beraubt sich selbst jeder Glaubwürdigkeit. Es sind persönliche Befindlichkeiten, die seinen Führungsstil (was für ein unpassendes Wort in dem Zusammenhang…) leiten. Das allerdings die Presse mitlerweile schon weiß wie die Mannschaft denkt, ist das untrüglichste Zeichen, dass es bald zu Ende geht mit dem Bäcker. Die Rückkehr des FC Hollywood, der Maulwürfe in der Mannschaft und des gegenseitigen öffentlichen Hauen und Stechens. Was da übrig bleiben wird, von dem werden wir Jahre brauchen bis wir uns davon erholt haben.

Und deshalb ist es auch genau richtig wie die Süddeutsche endet. Es wäre nicht nur Klinsmann gescheitert. Rummenigge auf jeden Fall mit. Hoeneß eigentlich auch. Aber mir würde es weh tun, wenn er mit so einem Jahr seinen Hut nehmen würde, sei es auch als zukünftiger Präsident. Jahrzehnte erstklassiger Arbeit dürfen nicht durch so eine für den gesamten Verein dramatisch gefährliche Situation verdeckt werden. Und das wäre leider der Fall.

Last but not least in dieser kleinen Presseschau möchte ich in aller Bescheidenheit, aber dennoch voller Stolz verkünden, dass der Mingablog heute in der Blogschau von 11Freunde verlinkt und zitiert wurde. Herzlichen Dank dafür an die dortigen Redakteure! Ihr habt hier jemanden glücklich gemacht, trotz des traurigen Anlasses.

Update von heute, den 25.02.09

Hier noch ein sehr lesenswerter Artikel von der Süddeutschen: Ist er wirklich ein Trainer?

Antwort: Nein!!

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