Offener Brief an die TSG Hoffenheim und alle Fußballfans

Ein starker Beitrag des lieben Freundes DGE:

Liebe Sinsheimer, Hoffenheimer, Heidelberger,

Ja, es ist schon erstaunlich was dieser Tage um die alt-ehrwürdige TSG 1899 Hoffenheim passiert. Als Liganeuling kurz vor der Winterpause auf dem ersten Tabellenplatz – das nötigt einem schon ein Stück weit Respekt ab. Und in der Tat: Diese Platzierung spiegelt den ansehnlichen Fussball wieder, der dieser Tage zwischen Frankfurt und Karlsruhe gespielt wird.

Ich erinnere mich noch, dass ich vor wenigen Jahren von „dem Projekt“ erfuhr, in der Metropolregion Rhein-Neckar Bundesligafussball zu etablieren. Langsam und stetig. Mit heimischen Talenten aus der Region. Ich muss zugeben, dass ich als damaliger Neu-Heidelberger recht angetan von „diesem Projekt“ war. Bundesligafussball in Heidelberg, unter Ausnutzung der Metropolregion mit Mannheim und Ludwigshafen, mit den Nachwuchskickern dieser Städte, der Begeisterung und Unterstützung der
Bewohner der Region und dank tatkräftiger Sponsoren aus dem Delta wie Herrn Hopp. Nun, dachte ich, da kann was daraus werden.

Ist es ja auch… Wenn auch völlig anders, als zunächst geplant…

„Das Projekt“ ist angekommen, bzw. es scheint angekommen zu sein. Rasant ging es nach oben. Erstaunlich dabei ist, dass „das Projekt“ selber seine Identität verloren hat, obwohl dies scheinbar niemand bemerkt, oder vielleicht auch niemand wahrhaben will. An allen Ecken hört man derzeit das gleiche Gefasel. Hoffenheim habe einfach clever und günstig gekauft. Man habe dort billige Leute mit verkanntem Talent geholt, die sich bei anderen Vereinen nicht hätten durchsetzen können. Ausserdem hätte man in Hoffenheim eine exzellente Jugendarbeit etabliert, die sich bezahlt machen würde.

Jaja, schön ist der Glaube daran. Und wie man sieht, der stete Tropfen höhlt den Stein. Nicht umsonst fliegen „dem Projekt“ derzeit die Herzen all jener zu, die sich am Rande und nicht darüber hinaus für Fußball interessieren. Herr Hopp und „das Projekt“ werden allerorts hofiert, gelobt und bewundert. Die Wiederholung der althergebrachten Ideen „des Projekts“ zeigt seine Wirkung.

Erstaunlich ist dann aber ein Blick auf die Transferbilanz „des Projekts“
(http://www.transfermarkt.de). Glaubt man den Daten dort, so ergibt sich doch schlagartig ein ganz anderes Bild. Seit dem Jahr 2005 scheint man in Hoffenheim gemerkt zu haben, dass sich „das Projekt“ mit der träumerisch-romantischen Vorstellung des Metropolklubs, in dem die Talente der Region für Wirbel sorgen, nicht in Gänze verwirklichen lässt (http://de.wikipedia.org). Dies kann man auch an den Transferdaten „des Projekts“ ablesen. Ab der Saison 2005/2006 beginnen dort erstmals nennenswerte Beträge aufzulaufen. Diese summieren sich bis zu dieser Saison auf eine negative Transferbilanz 30.180.000 EUR. Dreißig Millionen also. Da es sich hierbei um die Transferbilanz handelt, sind nicht noch etwaige Gewinne aus Transfers hinzuzurechnen. Die sind schon berücksichtigt. Natürlich sind dabei die Daten der Plattform www.transfermarkt.de nur grobe Schätzungen, da über die jeweiligen echten Transfersummen oftmals Stillschweigen vereinbart wird. Die Interpretation dieser Zahlen muss daher jeder für sich vornehmen. Trotzdem ist ein Vergleich mit den Transferbilanzen anderer Vereine über den gleichen Zeitraum interessant:

FC Bayern München: -57,8 Mio
SV Werder Bremen: -17,525 Mio.
Hamburger SV: -16,76 Mio.
FC Schalke 04: -18,405 Mio.

Die beiden nächsten Nachbarn „des Projekts“ aus Baden-Würrtemberg, besinnen sich dagegen vollkommen auf schwäbische Grundsätze:

Karlsruher SC: +1,33 Mio.
VfB Stuttgart: +9,95 Mio.

Weder Bremen, noch der HSV, noch Schalke, noch Stuttgart, allesamt neben dem FC Bayern die wohl erfolgreichsten Klubs der vergangenen Jahre in der Bundesliga, haben im genannten Zeitraum so viel Geld für Transfers aufgewendet, wie die Macher „des Projekts“. Und das, obwohl erst seit diesem Jahr Bundesliga spielt. Selbst in Bezug auf den FC Bayern ist diese Summe erstaunlich. Denn hier hatte man nach der Ansparung von 90 Mio. EUR Festgeld beschlossen, mit Miroslav Klose, Luca Toni und Franck Ribery echte Rekordtransfers vorzunehmen. Ohne diesen Ausnahmeschritt wäre womöglich selbst der FC Bayern hinter den Transferausgaben „des Projekts“ zurückgeblieben. Denn alleine diese drei Transfers schlagen in der Bilanz mit einem Minus von 48 Mio. EUR zu Buche (http://www.transfermarkt.de).

Nun Geld regiert zwar nicht überall, aber dennoch hat es auch im Fussball einen immensen Einfluss. Insoweit ist das Handeln seitens der Verantwortlichen „beim Projekt“ weder verwerflich, noch anrüchig. Man sollte allerdings die Ehrlichkeit besitzen, dass der momentane Erfolg eben nicht nur auf den kongenialen Fußballsachverstand der Macher zurückzuführen ist, sondern zu einem Großteil eben durch den großzügigen Einsatz finanzieller Mittel. „Wer zahlt, der mahlt“, lautet ein Sprichwort. Und in diesem Sinne ist „dem Projekt“ der Erfolg auch zu gönnen. Sie haben das Geld und damit die Möglichkeiten. Schön für sie, blöd für die anderen. Könnte man meinen. Eine Sache muss man aber derweil noch bedenken, nämlich die Mittelherkunft. Man betrachte sich nur einmal Umsätze und Mitgliederzahlen der genannten Vereine.

FCB: Mitglieder 147.072 Umsatz 286.400.000 EUR
S04: Mitglieder 74.877 Umsatz 155.000.000 EUR
HSV: Mitglieder 53.700 Umsatz 140.000.000 EUR
VfB: MItglieder 44.924 Umsatz 100.000.000 EUR
SVW: Mitglieder 34.222 Umsatz 112.000.000 EUR

Hoffenheim hingegen bietet satte 1752 Mitglieder auf, über den Umsatz ließen sich leider keine Angaben finden. Trotzdem kann man vermuten, dass „das Projekt“ nicht in der Lage ist, mit einer derart kleinen Anhängerschaft (dass die Mitgliederzahl nicht gleichlaufend mit der Zahl der Fans ist, ist klar – dennoch besteht ein Zusammenhang) und der Spielstätte der letzten Jahre, die nur auf rund ein Zehntel der Plätze im Vergleich zu den großen Bundesligastadien kommt, autark einen ähnlich hohen Umsatz zu erreichen. Rechnet man dann noch die Ausgaben für das neue Stadion hinzu, die angeblich von Herrn Hopp getragen werden sollen, dann kann man erahnen, mit welch gewaltigem Aufwand hier „das Projekt“ gepusht wird. Dies mag einem angesichts der großen Klubs, die man getrost als Wirtschaftsunternehmen auffassen kann, noch keine Tränen ins Gesicht fließen lassen. Allerdings: Diese tragen sich selber. Sie sind in Ihrem wirtschaftlichen Handeln vom Erfolg abhängig. Auch bei vergleichbaren Fällen, wie in Wolfsburg, wo VW investiert, in Leverkusen, wo Bayer sponsort oder in Hannover, wo Herr Kind sich dem Mäzentum hingeben soll, löst der Vergleich noch keinen Schüttelfrost aus. Was ist aber mit den anderen Vereinen. Was ist mit Karlsruhe, Bochum, Bielefeld, Was mit Mainz und anderen. Trotz solider wirtschaftlicher Arbeit, leidenschaftlicher Anhänger und autarkem Handeln, hat man keine Chance, gegen „das Projekt“. Und zwar nicht, weil man schlicht besser arbeitet, wie so gerne kolpotiert wird, sondern, weil „das Projekt“ durch großzügige externe Geldzuflüsse Türen aufstossen kann, die bislang nur den Branchenoberen zugänglich waren. Man beachte hierbei nur noch einmal die Gegenüberstellung der Transferbilanzen. Da hilft es auch nichts, wenn dreist behauptet wird, „das Projekt“ arbeite mit dem gleichen Etat wie der FC Energie Cottbus. In Wahrheit ist alleine der Personaletat „des Projekts“ so hoch wie der Gesamtetat des FCE (http://www.stern.de). Vor der Saison wurde auch gerne immer wieder kundgetan, man habe sich nicht nenneswert verstärkt (http://www.fussball.com): Trotzdem wurden
schätzungsweise über 10 Mio EUR investiert (http://www.transfermarkt.de).

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Und was ist mit den Jugendspielern, von denen immer schwadroniert wird? Wenn man den Kader „des Projekts“ anschaut, dann wird man feststellen, dass es tatsächlich Spieler gibt, in deren bisherigen Stationen die „TSG 1899 Hoffenheim U 19“ aufgeführt ist. Wieviele? Zwei. Thorsten Kirschbaum und Jonas Strifler. Und beide kamen auch zum Einsatz. In einem Spiel der zweiten Mannschaft in der Oberliga Baden. Erst kürzlich zog ein Hoffenheim-„Fan“ in einem Internetforum die Trumpfkarte der Jugendarbeit „des Projekts“, als es in einer Diskussion um den nahenden Spieltag gegen den FC Bayern München ging. Rensing, Kraft, Lahm, Lell, Ottl, Schweinsteiger. Ich denke es reicht damit schon aus, beim aktuellen Kader zu bleiben.

Es scheint also nicht allzu weit her zu sein mit der oft ins Feld geführten großartigen Jugendarbeit. Hiergegen kann man einwenden, dass „das Projekt“ so lange noch nicht betrieben wird, als das man bisher ein Talent hätte hervorbringen bringen. Immerhin spielen mittlerweile die Jungendmannschaften „des Projekts“ ganz oben mit. Allerdings ist dies ebenso wenig verwunderlich, wie der Erfolg der ersten Mannschaft, betrachtet man sich die Ausgestaltung der Jugendarbeit. Nach Medienberichten soll bereits Jugendlichen ein nicht ganz unerhebliches Gehalt bezahlt werden und der Wechsel einiger Jugendspieler ist den Verantwortlichen auch Mal der Bau eines Kunstrasenplatzes im Gegenwert von mehreren Hunderttausend Euro wert (http://www.bild.de ; http://www.faz.net).
Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob die Erfolge im Endeffekt durch überragenden Fußballsachverstand errungen werden, oder eben doch durch den Einsatz entsprechender finanzieller Mittel. Gegen letzteres ist im Prinzip nichts einzuwenden, aber sollte nicht offen damit umgegangen werden. Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier aus Imagegründen ganz gezielt ein bestimmtes Bild gemalt werden soll. Schliesslich muss man noch eine Menge Fans gewinnen. Oder sollte man sagen: Kunden akquirieren? Dies geht natürlich leichter, wenn man den Leuten das Bild des sympathischen Dorfvereins vorzeichnet, der mit viel Verstand und wenig Kapital den Großen ein Schnippchen schlägt.

Wahrscheinlich erklären sich hieraus auch die Empfindlichkeiten, mit denen die Verantwortlichen „des Projekts“ auf jedwede Kritik reagieren:

– Als der Manager von Mainz 05 das Hoffenheimer Konzept in Frage stellt, wird dies von Herrn Hopp als Diskriminierung aufgefasst. In Hoffenheim will man diese rein sachliche Kritik wie ebensolche verfolgt wissen.
(http://www.spiegel.de).

– Nach einem Kommentar im Tagesspiegel, der sich kritisch mit der Ankündigung des DFB beschäftigte, man werde Anfeindungen gegenüber Dietmar Hopp in Zukunft sanktionieren, erklärte man seitens „des Projekts“ kurzerhand, den Tagesspiegel zu boykottieren.
http://www.spiegel.de

– Süßauch, wie Dietmar Hopp beleidigt auf die Sticheleien aus München reagiert.
(http://www.kicker.de)

Wie man sieht: jegliche Kritik ist unerwünscht. Die Rolle des DFB ist in diesem Kontext nochmal eine Geschichte für sich. Schliesslich arbeitet der Sohn von DFB-Präsident Theo Zwanziger ebenfalls „beim Projekt“. Da verwundert der bedingungslose Beistand des DFB in Fragen der öffentlichen Anfeindungen ggü. Dietmar Hopp in den Stadien ebenso wenig, wie die Bestimmung Sinsheims als Spielort der Fußball-Frauen-WM.

Hat sich der DFB jemals um Bananenwürfe gegen Oliver Kahn gekümmert? Wurden Schmähgesänge gegen Uli Hoeness jemals sanktioniert? Warum jetzt der Aufstand um die causa Hopp?

Man mag über Gesänge betreffend Huren und Plakate, die das Konterfei des Herrn Hopp aufs Korn nehmen denken wie man will. Erstere sind im Fußball an der Tagesordnung. Wer dies nicht verträgt, sollte keine Fußballstadien besuchen, auch wenn es mit Sicherheit nicht zum guten Ton gehört. Hierbei bildet auch die Hoffenheimer „Anhängerschaft“ keine Ausnahme.

Letztere jedoch als Aufruf zur Gewalt an der Person Dietmar Hopp zu interpretieren, grenzt an Wahnsinn. Bewusst wird hierbei eine Symbolik, die Kritik an einem System verbildlicht, falsch gedeutet, um sich wiederum in eine Opferrolle zu begeben. Wie bitte soll ich ansonsten die Aussage Ralf Rangnicks deuten, man wolle sich am Freitag im Spiel gegen den FC Bayern nicht deren Trikots, sondern Ihren Skalp holen. Deute ich dies genauso wörtlich wie die Projektmanager die Plakate im Dortmunder Fanblock, dann sollten sich die Verantwortlichen in München überlegen, das Spiel abzusagen und die drei Punkte herzugeben. Alles andere wäre viel zu gefährlich. Wie sähe ein Ribery aus, wenn man ihn jetzt auch noch skalpiert? Dann hat er nie wieder eine Chance anstelle Christiano Ronaldos zum Fußballer des Jahres gewählt zu werden. Man kann natürlich auch überlegen, Ralf Rangnick anzuzeigen, wegen Bedrohung mit einer Straftat oder versucher Anstiftung zur Körperverletzung. Es ist gar nicht auszudenken, welche Tatbestände noch in Betracht kommen, wenn man seine Aussage so versteht, dass nicht nur den Münchener Spielern der Skalp abgezogen werden soll, sondern zugleich auch allen Fans im Stadion…

Fans hat der FC Bayern nämlich zu Hauf, auch wenn Herr Rangnick nach neuestem Bekunden das anders sieht. Insoweit besteht allerdings für die Fanszene des FC Bayern in der Existenz „des Projekts“ tatsächlich eine große Chance: Hoffen (wie passend…) wir doch einfach, dass die Herrscharen von „Erfolgsfans“, die jedes Wochende die Allianz Arena bevölkern, in Kürze den Weg nach Sinsheim auf sich nehmen. „Das Projekt“ hat es bitter nötig, die Münchener Fanszene auch. Denn in diesem Punkt unterscheidet Ihr Euch noch maßgeblich von den meisten anderen Bundesligavereinen. Treue Anhänger kann man nicht kaufen. Obwohl?: Wie lange tituliert Ihr Euch denn schon als „Hoffenheim-Fans“? Wie lange war Hoffenheim Euer Zweitverein neben Karlsruhe oder Stuttgart? Ihr braucht gar nicht laut zu antworten, fragt Euch nur selber.

Umso mehr überrascht das Verhalten der „Hoffenheim-Fans“ dieser Tage. „Wir sind die Zukunft“ war gegen Dortmund in Eurem Block zu lesen. Ach ja, welch Selbsterkenntnis nach nicht einmal einer Hinrunde Bundesligaluft. So viele Mannschaften kamen nach oben, spielten eine fantastische erste Hinrunde oder Saison – und dann geht schnell die Luft aus. Ich denke an Mainz, Karlsruhe, Nürnberg. Und selbst wenn Ihr Meister werdet, dann denkt an den Verein, der dies Kunststück schon einmal geschafft hat und wo dieser jetzt steht und wohin er fast gefallen wäre. Und bedenkt, dass die eine breitere Fanbasis haben, als Ihr sie wahrscheinlich je erreichen werdet. Und fragt Euch, ob Ihr in der Lage wärt, Euch alleine aus dem Dreck zu ziehen, wenn externe Geldquellen versiegen.

Ganz schweigen wollen wir erstmal von der dauerhaften Ablösung an der Spitze des deutschen Profifußballs. Das hatten sich schon viele auf die Fahnen geschrieben…

Wahrscheinlich kommt diese Attitüde durch die Aussagen Eures Mäzen, Hoffenheim sei der Fortschritt und nur mit Fortschritt habe es in der Geschichte eine Vorwärtsbewegung gegeben. Fortschritt sei notwendig. Das ist richtig,aber nur in Teilen. Dabei wird nämlich verkannt, dass Fußball erst einmal reiner Selbstzweck ist. Er gewinnt seine Faszination durch sich selber und baut in seiner stetigen Anziehungskraft auf bestimmten Faktoren auf: seiner Tradition und der Identifikation der Zuschauer. Fußball braucht keinen zwingenden Fortschritt, dafür gibt es ihn schon viel zu lange unverändert. Wen interessieren daher auch die Aussagen des Hockey-Trainers und Projekt-Mitarbeiters Bernhard Peters? Wieviele Leute schauen Hockey, wieviele Fußball…

Natürlich interessieren sich heute noch mehr Leute für diesen Sport als vor 20 Jahren. Dies folgt aber nicht aus dem Spektakel, welches mittlerweile um die Spiele veranstaltet wird, mit Unterhaltungsprogramm, teuren Stars und neuen Stadien. Das Spektakel drumherum wird veranstaltet wegen der Masse an Leuten, die sich für den Sport interessieren. Und das tun sie mit oder ohne „Projekte“ wie Hoffenheim. „Projekte“ dieser Art setzen sich jedoch über gewachsene Strukturen hinweg und machen Tradition und Identifikation beliebig. Beliebigkeit bedeutet aber den Verlust der Attraktivität dieses Sports. Ich will Bayern gegen 60. Ich will Dortmund gegen Schalke vor 80.000 Zuschauern mit anarchischer, wenn auch rauer Stimmung, selbst wenn es ein Grottenkick wird.

Was mich nicht im geringsten interessiert ist hingegen SAP Hoffenheim gegen RedBull Salzburg in der Champions League vor 20.000 Zuschauern mit Klatschanimation aus dem Lautsprecher auch wenn der Fußball noch so technisch brilliant ist. Wer einmal blutleeren amerikanischen Profisport erlebt hat, weiß was ich meine.

So und jetzt bis Freitag, dann rasieren wir Euch erstmal die Beine und ziehen Euch wieder auf NN herunter. Und in 10 Jahren sprechen wir uns dann nochmal.

Mein Tipp, wie es dann in Meisterschaften steht:

Bayern München: 27
„Das Projekt“: 0

…bis dahin,

Ein Fußballfan

© 2008 Traumtorschuetze

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41 Kommentare zu “Offener Brief an die TSG Hoffenheim und alle Fußballfans

  1. Conti 5. Dezember 2008 um 10:51 am

    Ist wirklich nen guter Artikel. Dieses Gutmenschen-Image sollen die auch möglichst schnell ablegen, sonst gibt es ja gar nix mehr, was man gegen uns Bremer verwenden könnte

    Das in Hoffenheim trotzdem gute Arbeit gemacht wird, lässt du hier jedoch ein wenig unter den Tisch fallen.
    Immerhin haben die mit den 30 Mio. die sie ausgegeben haben auch was gemacht. Und der Hinweis, dass es sich um eine Transferbilanz handelt und 1899 ja auch verkauft hat und die eigentlich investierte Summe höher sein muss ist etwas zum schmunzeln. Wieviel hat 1899 denn durch Transfers erzielt im Vergleich zu den anderen genannten Vereinen?

    Na, wie auch immer. Hoffen wir auf ein schönes Ergebnis heute abend 🙂

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  2. Basti 5. Dezember 2008 um 12:58 pm

    Super Artikel!!!
    Hat mich sehr gefreut, dass es noch andere Fußballfans gibt, die hinter das Image des Saubermannvereins Hoffenheim schauen und es als das enttarnen, was es nun mal ist: Ein Verein mit viel viel Geld! Nicht weniger- aber vor allem auch nicht mehr!
    Habe mich vor mehreren Wochen mal im Transfermarktforum dazu sehr ausführlich geäußert:
    http://www.transfermarkt.de/de/forum/6/diskussionsforum/thread/11091/anzeige.html&p=20
    Bin zwar Frankfurt Fan ( was aus dem Kommentar auch hervorgeht 😉 ) und gehe deswegen auch nicht immer mit dem Weg der Bayern konform- aber heute abend bin ich Bayern Fan! Haut sie aus den Socken!
    Mein Tipp
    Bayern 5 Hoppenheim 0

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  3. Nur_der_BBVB 6. Dezember 2008 um 2:59 pm

    Schickt den Artikel mal bitte alle als Email an die TSG-Geschäftsstelle:

    info@tsg-hoffenheim.de

    oder übers Kontaktformulat

    http://1899-hoffenheim.de/1kontakt.php

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  4. Offener Brief! « Lorenz Blog 7. Dezember 2008 um 9:45 am

    […] By Lorenz In einem anderen Blog habe ich einen sehr guten Eintrag zum Thema Hoffenheim gefunden, den ich euch nicht vorenthalten will! Wenn ihr euer Bild vom kleinen gallischen Dorf, […]

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  5. Kurt 11. Dezember 2008 um 9:19 am

    Wen wundert es, dass hier wieder bewusst und gezielt mit Unwahrheiten und Halbwahrheiten operiert wird?
    Und dann noch der Aufruf, die Geschäfststelle eines Bundesliga-Clubs zuzuspammen! Das ist schon sehr hart am Rande der Legalität, wird aber hier offenbar gerne gesehen oder ja zumindest geduldet.
    Muss den Bayern-Fans die Düse gehen, wenn sie öffentlich zu solchen Mitteln greifen.

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  6. mingarot 11. Dezember 2008 um 10:36 am

    Wen wundert es, dass du in deinem Post nicht ein einziges Argument bringst? Wer dieses Volk verteidigt kann eh nicht weiter als von 12 bis Mittag denken, von daher wundert´s keinen.

    Und keine Angst, wir sind die Ruhe selbst. Die Turnsportgemeinschaft, und alle die da mit rumturnen, tun uns nur aufrichtig leid.

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  7. Kurt 11. Dezember 2008 um 11:57 am

    Wenn Ihr die Ruhe selbst seid, warum stellt ihr dann Transferzahlen von Clubs, die schon seit Jahren Erstligisten sind und somit über einen teuren Kader verfügen, aus dem natürlich auch Spieler teuer verkauft werden einem Neuling gegenüber, der natürlich zunächst mal investieren muss, um konkurrenzfähig zu sein. Das ist nicht nur im Fußball so. Das ist auch so, wenn Du einen Imbiss eröffnest.
    Bewusst wird dabei verschwiegen, dass niemand, ich betone niemand, in der Bundesliga so gut eingekauft hat wie die Hoffenheimer, sodass sich der Wert des Kaders schon vervielfacht hat.
    Warum verschweigt man bewusst, dass nicht mal ein Viertel des Bayern-Kaders so viel verdient wie in Hoffenheim der komplette Kader?
    Warum operiert man denn bewusst mit Mitgliedszahlen mit dem Stand von vor der Zweitliga-Saison, obwohl sie sich mittlerweile ebenfalls vervielfacht haben?
    Warum vergleicht man überhaupt Mitgliedszahlen eines Neulings mit denen von Clubs, die schon seit Jahren international spielen?
    Warum? Weil man bewusst die Leute für dumm verkaufen möchte.
    Junge, muss Euch die Düse gehen.

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  8. mingarot 11. Dezember 2008 um 12:16 pm

    Ohne es zu wollen verrätst du dich selbst. Es kann nämlich unter normalen Umständen gar kein Neuling so investieren um mit den genannten Clubs konkurrieren zu können. Genau das sagt ja dieser Vergleich und deshalb wurde er gewählt. Das du das mit einem Imbiss vergleichst und nicht wie euer Sonnenkönig Google oder so bemühst spricht dafür, dass du noch nicht zu 100 % die Bodenhaftung verloren hast. Das ist schon mal gut.

    Der Wert des Kaders hat sich vor allem durch die Propaganda in allen Medien vervielfacht. Wie man es hinbekommt so eine Propaganda in allen Medien zu bekommen, darüber möge sich jeder sein eigenes Bild machen. Im Artikel „Alles Dietmar, oder was?“ gibt´s ein kleines Beispiel wie sowas abläuft. Außerdem kennt jeder die Verstrickungen der DFB Spitze mit eurem Dorf. So wird man halt auch sehr schnell Nationalspieler.

    Was die Gehälter von uns und denen von euren Spielern betrifft. Du vergleichst dich schon wieder mit einem Club, der 40 Jahre dafür hart gearbeitet hat, dass es so ist. Sich das in den Arsch blasen lassen kann jeder Depp.

    Das gleiche gilt auch für Mitgliedszahlen. Außerdem machen sich diese ganzen Neumitglieder selbst lächerlich, wenn sie jetzt auf einmal Mitglied werden. Wo waren die noch vor zwei Jahren alle?

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  9. Kurt 11. Dezember 2008 um 12:34 pm

    Selber verraten? Wer hat denn in Hoffenheim jemals ein Geheimnis aus den Investitionen des Herrn Hopp gemacht.
    Ist es denn ehrenhafter sich von Allianz, Telekom und Co die Millionen in den Arsch blasen zu lassen als von einem Privatmann, der hoerfür sogar eine Stiftung gründet? Oder sind die Bayern gar ein Wohlfahrtsverein?

    Deine Aussage, dass der Wert des Kaders sich durch Propaganda vervielfacht hat, ist mehr als lächerlich und zeigt Deinen „Sachverstand“. Du scheinst nicht zu wissen, dass die Leistung den Wert eines Spielers bestimmt. Hat ein Ibisevic eine Torquote wie seit Gerd Müller keiner mehr oder haben die aus Hoffenheim gesteuerten Propaganda Medien das nur erfunden? Mach Dich nicht lächerlich. Warum versuchen die Bayern jetzt schon Hoffenheimer Spieler abzuwerben. Natürlich auch, um Unfrieden zu stiften, aber auch weil sie gut sind.

    Ebenso ist das ständige DFB / Hoffenheim Gerede absurd. Kein Verein ist so stark in sämtlichen Gremien vertreten wie der FCB.

    Und die Bayern-Mitglieder scheinen schon als solche auf die Welt gekommen zu sein oder warum verturteilst Du Leute, die in Hoffenheim Mitglied werden? Nimmt Bayern etwa keine neuen Mitglieder mehr auf, weil sie nicht schon vor Jahren Mitglied waren?
    Und glaubst Du tatsächlich, dass die Bayern eine so hohe Mitgliederzahl haben, nur weil sie so unglaublich sympathisch sind? Da lache ich mich krank.

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  10. mingarot 11. Dezember 2008 um 12:49 pm

    Du solltest dringend den Unterschied zwischen Sponsoring und Mäzentum lernen.

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  11. Martin 11. Dezember 2008 um 8:06 pm

    Also, ich muss nach der Lektüre des Artikels zunächst einmal irritiert fragen, in welcher Saison Nürnberg eine ähnlich starke Vorrunde gespielt haben soll, wie jetzt Hoffenheim???

    Als gebürtiger Nürnberger bin ich natürlich Club-Fan (vielleicht spielt ja auch beim Geburtsort die Wahl des Lieblingsvereines eine Rolle – also muss München hier ja schon von Haus aus Vorteile gegenüber Hoffenheim haben). Und muss neidvoll anerkennen, dass wir es nie zu einem solch flammenden Kampfansage durch Bayernfans gebracht haben, wie Hoffenheim bereits nach 16 Spielen. Was vielleicht auch daran liegen mag, das es zu Zeiten erfolgreichen Nürnberger Fussballs noch keine Blogs gab.

    Und kein Internet.

    Und keine PCs.

    Dies alleine nötigt mir bereits Respekt ab! Und Sympathie. Denn als gegenwärtig wenig erfolgsverwöhnter Fan habe ich mein Herz für die Kicker der TSG entdeckt. Weil ich es geiler finde, wenn Auswärtsspiele von No-Names mit 3:4 verloren werden, als wenn mir Bayern Fans erklären, dass ein mageres 0:0 eines Starenssembles aber taktisch auf hohem Niveau stattfand.

    Nun, zwangsweise musste ich als Scheidungskind irgendwann in früher Jugend den Umzug nach Baden antreten. Und konnte mich natürlich mehr als zwanzig Jahre nicht für Freibuzrg oder gar Karlsruhe erwärmen. So gesehen passt mit Hoffenheim ganz gut ins Konzept. Und da mich (blutleeres?) Eishockey ebenfalls seit Jahren begeistert, kann ich nur einwerfen, dass das dortige „Hopp-Team“ Adler Mannheim oft von den gegnerischen Anhängern als das Bayern München der DEL beschimpft wird. Was wohl soviel heißt wie: Die sind verdammt erfolgreich und dominieren die Liga weitgehend. Nachweis genug für gute Arbeit.

    Fakt ist: Ohne Hoffenheim, würde ich mir gegenwärtig die Erstliga-Ergebnisse mangels Interesse nicht einmal auf Videotext betrachten.

    Home is where your heart is – oder umgekehrt.

    Und da weder Rangnik noch Hoeness es in meiner Beliebtheitsskala in die Top Ten schaffen werden, habe ich ein viel simpleres Auswahlverfahren: Wer die Bayern zu ärgern vermag, ist mein Freund!

    Bitte diskutiert schön weiter.

    Gute Nacht …

    Martin

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  12. Top Posts « WordPress.com 12. Dezember 2008 um 12:29 am

    […] Offener Brief an die TSG Hoffenheim und alle Fußballfans Hier ein ganz starker Post des Users DGE aus meinem Lieblingsforum, dem Bayernboard bei http://www.bundesligaforen.de Liebe […] […]

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  13. Udo 12. Dezember 2008 um 3:45 am

    „Du solltest dringend den Unterschied zwischen Sponsoring und Mäzentum lernen.“

    Du kannst mir aber nicht erzählen, dass es viele Klubs gibt, die einen Mäzen wie Hopp ablehnen würden.

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  14. setschmo 12. Dezember 2008 um 7:57 am

    also, so langsam kann ich dieses gequatsche nicht mehr hören. worauf kommt es denn an? auf den fußball, darum geht es doch, oder? das ist es, was sich vergleichen lässt und das wird verkörpert durch….die tabelle, genau! wer also dort oben steht, der muss guten fußball gespielt haben und das ist alles, was mich interessiert. damit keiner falsches schlüsse zieht, ich bin bayern fan, aber das heisst nicht, dass ich anderen vereinen nicht den nötigen respekt entgegenbringe.

    ganz ehrlich, ob das geld von einem großkonzern oder einer einzelperson kommt, das ist doch völlig wurscht. im sport läuft nichts mehr ohne geld, schaut euch doch alle großen vereine an. was ist denn mit chelsea? meckert da noch jemand drüber? manchester city, gerade von einzelpersonen gekauft?! kein wort hört man davon. und wisst ihr auch warum? weil es hier in deutschland vor allem eins gibt: einen riesigen neidfaktor gegenüber allem und jedem, was/wer erfolgreich ist. das ist der grund, warum sich soviele zu dem thema ereifern.

    lasst die spieler auf dem platz entscheiden, wer der bessere ist. der möge gewinnen!

    ein FUSSBALL fan

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  15. Patrick Tusinski 12. Dezember 2008 um 8:01 am

    Bekanntlich schießt Geld auch Tore!

    Hoch lebe Bayern München 🙂

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  16. kennet1000 12. Dezember 2008 um 11:54 am

    Dieses ganze Pro Hoffenheim Gejammer ist stellenweise kaum noch auszuhalten. Es wird das schön geredet, was z.B. bei den Bayern verpönt wird, nämlich der Kauf von Spielern die einen weiter bringen. Es wird, falls sich Hoffenheim jemals beweisen kann und in der 1. Liga festsetzt, auch dort das ein oder andere Milliönchen mehr fließen.
    15 Spieltage lang war diese unerträgliche Hoffenheim-Hetze schon unerträglich, jetzt ist mittlerweile das Gegenteil davon schon genau so nervig!

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  17. mingarot 12. Dezember 2008 um 12:06 pm

    Huuiii! Jetzt kommt hier aber die große Gegenoffensive.:D
    Als paranoider Typ der ich bin, glaub ich ja nicht an Zufälle. Das wird doch nicht eine gezielte Aktion sein?

    Wie auch immer. Ich schalte die Kommentare, sofern sie nicht gegen geltenes Recht verstoßen, natürlich alle frei. Auf eine Diskussion lasse ich mich allerdings selbst nicht ein. Wenn ich schon sowas lese, wie das wenige Vereine einen Mäzen wie Hopp ablehnen würden, muss ich einfach sagen, da fehlt jegliches Grundverständnis. Oder wenn da die englischen Vereine genannt werden. Der Fußball in England ist in spätestens 10 Jahren tot, soviel dazu. In diesem Blog finden sich übrigens durchaus so einige Artikel, die sich mit diesem Thema, speziell Manchester City beschäftigen. Siehe zum Beispiel https://mingarot.wordpress.com/2008/10/12/manchester-city-fanboss-uber-seinen-pakt-mit-dem-teufel/

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  18. kennet1000 12. Dezember 2008 um 3:57 pm

    Geld schießt keine Tore, kein Geld aber auch nicht, um mal das Rehagel-Zitat zu vollenden, denn das stellte zu seiner Zeit sicherlich auch ein Herr Rehagel schon fest.

    So auch in Hoffenheim und warum auch immer irgendjemand glaubt, da ensteht etwas einzigartiges, nie dagewesenes, den muss man leider auch enttäuschen. Denn dagegen sprechen allein schon 17 Jahre Hopp’sche Herzensangelegenheit und hier und da ein paar Taler seit der Kreisliga B.
    Die Illusion Erfolge zu erringen, mit genug Leidenschaft, Disziplin, Fleiß und Konzentration, werden auch jene bald erkennen, die genau nur dies in Hoffenheim vermuten.
    Auf jeden Fall kann ein Nobody wie Hoffenheim in der 1. Liga befreit aufspielen, was hat man denn zu verlieren? Niemand würde lachen wenn sie nur 10. würden, es wäre eher ein Achtungserfolg.

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  19. […] Bayern Fan bin, kann ich euch diesen Post nicht ersparen. Der Brief ist echt gut geschrieben und gefunden habe ich ihn auf dem “Mingablog – Euer Hass ist unser Stolz – FC Bayern München […]

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  20. Fabian 13. Dezember 2008 um 1:39 pm

    @ Kurt

    Schön dass wir hier auch jemanden von der „anderen Seite“ haben, der sich zu dem Artikel äussert. (Den ich sehr sehr gelungen finde…)

    Die Antwort auf deinen ersten Post war:
    Mingarotsagt: Wen wundert es, dass du in deinem Post nicht ein einziges Argument bringst?

    In deinen weiteren Beiträgen stellst du dann lediglich Fragen. Eine Unmenge von Fragen. Die whl ironisch rüberkommen sollen? Erinnert mich an beziehungsstress… da kommt die Frau auch immer, weisst du noch was du mir versporchen hattest? Und wer hat denn gestern das bad geputzt? etc…

    Die 2 1-2 Argumente die du bringst sind dann doch recht subjektiv und ohne rechte Fundierung.
    „Hoffenheim beste Transferpolitik“ naja… wenn du das so siehst…. und? was soll das aussagen?

    Bring doch mal Gegenargumente. Sachlich, objektiv und konstruktiv bitte.

    LG Fabian – Eintracht Fan (der sich auf die zahllosen Anzeigen Hopps gegen unbekannt freut wenn der Dorfverein im Waldstadion war, im Rückspiel)

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  21. kraichgau-schorsch 13. Dezember 2008 um 10:46 pm

    Dieser Text ist mir zu blöd zum antworten, sehr geehrten Bazis.

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  22. mingarot 13. Dezember 2008 um 10:50 pm

    @ kraichgau-schorsch

    *lol* Warum hastes dann getan?

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  23. wtannen 14. Dezember 2008 um 1:47 pm

    vielen lieben dank für diesen exzellenten artikel!
    ich, werder bremen fan aus dem rhein-neckar-kreis, verneige mich vor solch einer kritischen auseinandersetzung mit „dem projekt“. manchen müssen anscheinend noch die augen geöffnet werden. aber das passiert wahrscheinlich automatisch, wenn der liebe nette dorfverein, denen der nette onkel hopp („er identifiziert sich ja so mit hoffenheim“) die euroscheine in bündeln in den allerwertesten schiebt, die ersten spieler des lieblingsvereins mit widerlichen mitteln und viel, viel geld abwerben wird.
    glaubt mal nicht, dass die nicht auch in der liga wildern werden. und dann hat man halt als kleinerer verein einfach mal keine mittel mehr, dem irgend etwas entgegen zu setzen. dann drehen aber spätestens 80% der hoppenheim-bewunderer durch, das kann ich auch ohne hellseherische fähigkeiten prophezeien.

    ich persönlich habe dieses „projekt“ nie gebraucht und verabscheue alle „fans“ die plötzlich hier in der gegend mit „1899 FREUNDE“-aufkleber auf ihren autos durch die land düsen. wie sagtest du doch in deinem artikel:

    „Wie lange tituliert Ihr Euch denn schon als “Hoffenheim-Fans”? Wie lange war Hoffenheim Euer Zweitverein neben Karlsruhe oder Stuttgart? Ihr braucht gar nicht laut zu antworten, fragt Euch nur selber.“ (zitat ende)

    aber das ist ja nur ein punkt, der mir persönlich auf den senkel geht. vom geld wollen wir ja gar nicht sprechen und von der image-mache (du erwähntest übrigens nicht, dass die einstige TSG HOFFENHEIM sich vor einigen jahren in 1899 HOFFENHEIM umbenannte. wieso wohl?! klar – um tradition durch psychologische tricks vorzugaukeln. „seht uns an, wir bestehen schon seit 109 jahren!“) erst recht nicht.
    kurz um: du sprichst mir aus dem herzen!

    -ein werderfan aus leidenschaft, der den fußball liebt-

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  24. setschmo 15. Dezember 2008 um 1:36 pm

    Na dann is ja prima, dass z.B. Schalke 04 sich die Millionen von einem russischen Konzern in den Hintern blasen lässt. Damit sind dann alle einverstanden? Die Logik möchte ich mal verstehen lernen.
    Aha, der englische Fußball ist in zehn Jahren tot? Ich darf mal daran erinnern, dass die mehrere Jahre überlebt haben, in denen sie nicht an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen durften (zurecht) und trotzdem gehören sie zu den stärksten Mannschaften in Europa. Wer also glaubt, weil wir ja jetzt „Finanzkrise“ haben, dass sich das dann alles in Luft auflöst, der denkt meiner Meinung nach ein bißchen zu kurz. Okay, die werden vielleicht ihre Riesengehälter nicht mehr zahlen, aber immer noch mehr als jeder Verein hier in Deutschland, garantiert!

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  25. mingarot 15. Dezember 2008 um 1:48 pm

    @ Setschmo

    Das sich die Gashuren das Geld von einer Firma in den Hintern blasen lassen, die verdammt blutige Hände hat, ist nicht prima. Aber hier geht´s nicht darum zu bestimmen was schlimmer ist, Pest oder Cholera. Hier geht´s um Hoffenheim, an anderer Stelle ging es schon öfter um Schlake oder englische Vereine. Abonier einfach den Feed dieses Blogs, dann weißt du recht schnell was hier so prima ist und was nicht.

    Das der englische Fußball stirbt liegt auch nicht an der Finanzkrise. Wie kommst du auf sowas? Ich verweise nochmal auf den Artikel https://mingarot.wordpress.com/2008/10/12/manchester-city-fanboss-uber-seinen-pakt-mit-dem-teufel/
    Lies auch die weiterführenden Links und lerne.

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  26. südman 15. Dezember 2008 um 2:06 pm

    Also der Artikel spiegelt mal die Fakten wie sie nunmal sind!

    Dass der FCB viel Geld zur Verfügung hat ist keine Frage – aber dass der FCB zur Zeit als Uli Höneß Manager wurde mit 3,5 Mio € schulden begann und es von da an aus eigener Kraft schaffte sich zu dem hochzuarbeiten was der Verein heute ist sagt niemand.
    Hoffenheim hat eine super Serie hingelegt das muss man sagen, aber man sollte auch so ehrlich sein und die Gelder die da geflossen sind erwähnen.

    Ich fand den Vergleich den man im Spiel FCB – Hoffenheim immer gezogen hat amüsant. Reich gegen arm, David gegen Goliath und weis der Geier. In meinen Augen ist Hoffenheim dank Hr. Hopp mindestens auf einer Augenhöhe mit FCB was das finanzielle angeht.

    Und wie es Hr. Hoeneß sagte, sobald Hopp keine Gelder mehr fließen lässt ist der Club weg – weil Hoffenheim sich selbst nicht finanziell über Wasser halten kann – im Gegensatz zu FCB, VFB, S04 etc.

    Kann nur wiederholend sagen ein sehr guter Artikel, so was sollte mal in den Medien gezeigt werden und nicht nur diese Hoffenheim Hura! Berichte.

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  27. Thomas 15. Dezember 2008 um 4:05 pm

    Der offene Brief ist so gut und treffend formuliert, bei einem Steak würde man jetzt sagen auf den Punkt gegart 😉 . Damit ist alles gesagt, was es jemals zu Hoffenheim zu sagen gab, jeder weitere Satz wäre reine Wiederholung!

    Applaus hierfür!

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  28. Ruhrpott-Christian 15. Dezember 2008 um 4:34 pm

    Vielen Dank für diese wahren Worte. Hoffenheim (existent eigentlich nur in Gestalt des unerträglich selbtgerechten Herr Hopp) pervertiert all das, was den Fußball seit Jahrzehnten ausmacht: Begeisterung, Leidenschaft, Treue. Anstelle von Menschen, die sich mit „ihrem“ Verein von Kindesbeinen an und bis ins hohe Alter identifizieren treten charakterlose Event-Besucher, die sich bis vor drei entweder gar nicht für Fußball oder aber – noch viel schlimmer – noch für einen anderen Verein interessiert haben. Und die Medien, im Chor mit all denen, denen Fußball eben doch nur eine Wochenendbeschäftigung unter vielen und bestimmt nicht Lebensinhalt ist, singen Hopps Lied munter mit.

    Bevor irgendjemand das Wort „Neid“ bringt: Ich geh seit ich gehen kann zu Rot-Weiß Oberhausen und daran wird sich nie etwas ändern. Was ich dort in den vergangenen fast drei Jahrzehnten an Freude und Trauer, an Tristesse und Festlichkeit erlebt habe: Das werden die „Hoffenheimer“ „Fans“ nie, nie, nie erleben.

    Rot-Weiße Grüße aus dem Westen!

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  29. […] interessanten “offenen Brief” in Richtung TSG Hoffenheim habe ich heute gefunden – deutliche Worte! Schlagworte: Bundesliga, Fussball, […]

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  30. Uwa 17. Dezember 2008 um 2:30 pm

    Sehr guter Artikel, viele Sichtweisen reingebracht.

    Die schon gemachte Anmerkung „Unterschied Mäzenatentum Sponsoring“ ist zwar prinzipiell korrekt, doch ist Herr Hopp in Bezug auf den Fussballverein ebenso kein Mäzen. Laut Definition sucht dieser keine öffentliche Anerkennung, was man von Herrn Hopp nicht gerade behaupten kann

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  31. Heiko 17. Dezember 2008 um 11:50 pm

    Gibt hier viele Dinge, die ich persönlich anders bzw. nicht richtig beleuchtet sehe wie z.B. die bereits angesprochenen Vergleiche von Transferbilanzen der Erstligisten (hier wird eine Investition mit einem bereits funktionierendem System verglichen, das geht natürlich aus wirtschaftlicher Sicht gar nicht). Das darf aber natürlich jeder machen wie er mag. Fakt ist doch aber, dass es viele gibt die der TSG ihren Erfolg nicht gönnen und deshalb sagen das böse Geld von Herrn Hopp sei Schuld oder schlecht oder was auch immer. Aber solange die gesamte Startelf weniger gekostet hat als Ribéry und sie trotzdem Tabellenführer sind UND – für mich der wichtigste Punkt – einfach den unbestritten schönsten Fußball spielen, solange ist alles nur Gerede. Dass sie zusätzlich noch die jüngste Truppe der Liga aufbieten (um nochmal zu dem „Projekt“ zurückzukommen) ist ein sehr schöner Randaspekt wie ich finde. Die dürften gerne 32 Spiele in der Saison gewinnen wenn das noch ginge. Aber wenn’s gegen meinen Verein geht dann sollen sie verlieren. Einmal hat’s ja schon geklappt.

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  32. energiepass 18. Dezember 2008 um 7:03 am

    naja…das mag alles stimmen. Trotzdem sieht das, was die spielen, wie Fussball aus.
    In Dortmund und Schalke sollte man lieber ganz still im Glashaus bleiben und gelehrig hinschauen, wie man Geld vernünftig anlegt.

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  33. kennet1000 18. Dezember 2008 um 6:26 pm

    @ Heiko

    Ich finde es generell etwas seltsam, diese „Starelf“ mit Transferkosten eines Ribery zu vergleichen. Obasi, Ba und Eduardo habe auch zusammen 15 Mio. gekostet, man bedenke dabei aber, dies wurde für die 2. Liga investiert! Also bei allem guten Glauben, so in’s Nichts hat da niemand etwas investiert, das ist schon alles sehr durchdacht. Das man dadurch eine sehr schlagkräftige Truppe zusammen geholt hat, streitet niemand ab, warum auch!? Aber die Nummer vom „wir probieren mal was“, kann man sich abschminken.
    Das es momentan so gut läuft, hat dort bestimmt auch den ein oder anderen überrascht, so wie es uns sicherlich auch ging.
    Jedenfalls bin ich mir sicher, wenn Hoffenheim das bisher Gezeigte irgendwie verteidigen will, werden dort auch bald die „Ribery-Millionen“ fließen, da kommen sie nicht drum herum, auf keinem Fall im internationalen Geschäft.
    Und falls es noch keinem aufgefallen ist, warum holt man sich denn sonst langsam die erfahrenen Leute in’s Boot, wie z. B. den Hildebrand?

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  34. franz 18. Dezember 2008 um 7:15 pm

    also der artikel bringt mir überhaupt keine neuen erkenntnisse. jeder der sich mit fussball ein wenig intensiver beschäftigt sind alle genannten fakten bereits bekannnt. ich bin weder pro noch contra hoffenheim. zur zeit kann ich mir noch kein wirkliches urteil über hoffenheim bilden, dies wird noch einige zeit brauchen. ich halte es allerdings falsch hoffenheim so an den pranger zu stellen. aus dem artikel kann ich jedenfalls nur den neid und die angst eines bayern fan heraus hören…

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  35. kennet1000 19. Dezember 2008 um 8:17 am

    Ich bin selbst Bayernfan, ich für meinen Teil bin weder neidisch, noch prangere ich die Hoffenheimer an. Was mich im Moment aber richtig stört, ist dieses Saubermann-Image was uns verkauft werden soll und selbst die, die bis zum Spiel gegen die Bayern nichts Gutes an Hoffenheim gelassen haben, sind zum Großteil auf einmal bekehrt worden.
    Auch dieses Dorfverein-Gerede geht mir mächtig auf den Sack, weil es nicht so ist! Da hat sich nicht die Dorfjugend im Laufe von 3 Jahren an die Bundesligaspitze geschossen, sondern dort stehen auch gut bezahlte Profis im Kader. Wie ich weiter oben auch schon bemerkte, Vergleiche mit dem Ribery-Transfer und der Hoffenheimer Mannschaft hinken hinterher, weil niemand so blöd wäre, in eine Regional- bzw. 2. Ligamannschaft so viel zu investieren. Bei Hoffenheim handelt es sich immer noch um eine Aufstiegsmannschaft, bei den Bayern um eine internationale, erfahrene Truppe, die bis jetzt auch diese Summen rechtfertigt.
    Das es im internationalen Geschäft zur Preistreiberei gekommen ist, liegt nicht an den Bayern, man hätte den Ribery sicherlich auch für 10 Mio. gern genommen.

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  36. antikas 4. Februar 2009 um 7:03 pm

    Richtig . Das Dorfclub Gehabe nervt. Hopp ist der 78Reichste Mann der Welt und damit ist Hoffenheim der finanzstärkste Verein der Bundesliga. Jeder der irgendwas von Dorfclub und toller Arbeit erzählt , die den Verein nach oben gebracht hat, leugnet die Realität.

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  37. Markus Schnoor 18. März 2009 um 5:05 pm

    Alles Kappes!
    Hoffenheim spielt einen schönen Fußball und das ist alles was zählt.
    Alles andere ist Neid, Neid und nochmal Neid.
    Alle diese Heuchler, die Herrn Hopp beleidigen weil er sich einen
    Jugendtraum erfüllt…alle diese Heuchler würde ich mal gerne sehen,
    wenn z.B.
    Plötzlich ein Herr Hoeneß (weil er Präsident wird) beim FCB einen
    Teil von seiner Wurstfabrik investiert und plötzlich mit vielen Millionen
    dem FC Bayern tolle Spieler kauft. Dann möchte ich all die Bayern Fans
    sehen die sich dagegen beschweren würden.
    Kein einziger!

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  38. mingarot 18. März 2009 um 5:13 pm

    @ Markus

    Schön das du die passende Überschrift für deinen Beitrag selbst gewählt hast. Der ist in der Tat Kappes.

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  39. […] der Pause bekam man im Stadion erstmals zu sehen, warum die Mannschaft aus dem Dorf in der letzten Saison den Herbstmeister der Bundesliga […]

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  40. […] den modernen Fußball! Aus gegebenem Anlass (siehe Spielbericht Glubb – Hoffenheim) ein Offener Brief an die TSG Hoffenheim und alle Fußballfans als […]

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  41. Sebastian 17. August 2011 um 12:26 pm

    Ein zeitloser Artikel, der heute aktueller denn ja ist… Leider!

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