Offener Brief von Roy Makaay

Nach vier sehr erfolgreichen Jahren, kehrt Roy Makaay der BL den Rücken zu

Nach vier Jahren, vier Titeln und 102 Toren für den FC Bayern verlässt Roy Makaay die Bundesliga und wechselt in die holländische Ehrendivision zu Feyenoord Rotterdam. Der nach Gerd Müller treffsicherste Stürmer des FCB verabschiedet sich auf fcbayern.de in einem offenen Brief von seinen Fans. Ein in dieser Art wohl einmaliger Vorgang, der den einzigartigen Charakter dieses Weltklassestürmers unterstreicht. Gewohnt sind wir von Männern mit seinem Können die lauten Töne. Roy Makaay bewies vier Jahre lang eindrucksvoll, dass ein Weltstar erst durch seine Bescheidenheit etwas ganz besonderes für die Welt ist. Danke dafür, Roy!!!


Der offene Brief von Roy Makaay:

Liebe Bayern-Fans,

es war einiges los in den letzten Tagen, deswegen möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich auf diesem Weg fürs Erste von Euch verabschieden. Nach vier Jahren in München verlasse ich den FC Bayern und gehe zurück nach Holland, wo ich künftig für Feyenoord Rotterdam spielen werde. Es war eine tolle und erfolgreiche Zeit, in der ich mit dem FCB viel erlebt habe. Je zwei Meisterschaften und Pokalsiege haben wir gewonnen, ich persönlich kann auf 102 Tore, darunter den schnellsten Treffer in der Champions-League-Geschichte, zurückblicken.

Doch nun heißt es Abschied nehmen. Mit Miroslav Klose und Luca Toni hat der Verein zwei erstklassige neue Stürmer verpflichtet, die, wenn sie gesund bleiben, auch erstmal spielen werden. Hinzu kommt in Lukas Podolski ein junger deutscher Nationalspieler, der in seinem zweiten Jahr in München endlich durchstarten will und muss. Mein Wechsel ist keineswegs eine Flucht vor dem Konkurrenzkampf. Für mich wäre aber wohl nur noch die Rolle als dritter oder vierter Stürmer geblieben.

Doch dazu fühle ich mich noch zu fit. Gerade als Stürmer ist es wichtig, oft zu spielen. Deshalb habe ich die Verantwortlichen frühzeitig um die Freigabe gebeten, falls alle geplanten Transfers klappen sollten. Der FC Bayern hat sich da super verhalten, dafür bin ich dem Verein sehr dankbar. Natürlich hätte ich auch innerhalb der Bundesliga wechseln können, Anfragen lagen vor. Doch ich trage den FC Bayern im Herzen, habe hier so vieles erlebt, da hätte ich unmöglich gegen den FCB um Meisterschaften und Pokale kämpfen können.

Nun gehen meine Familie und ich nach Rotterdam, wo eine neue, große Herausforderung auf mich wartet. Wie der FC Bayern hatte auch Feyenoord keine gute letzte Saison, wurde am Ende sogar nur Siebter. Ich möchte dabei helfen, dass dieser Traditionsklub nächste Saison zum 100-jährigen Jubiläum wieder an alte Erfolge anknüpfen kann. Und meine Kinder werden nun erstmals in Holland leben. Auch das war ein Grund für mich, dass alles so schnell und reibungslos über die Bühne gehen musste.

Franz Beckenbauer hat ja mal gesungen: Gute Freunde kann niemand trennen. Das gilt in diesem Fall auch für mich und den FC Bayern. Ich werde immer wieder nach München kommen und dabei auch dem Verein einen Besuch abstatten. Und beim Abschiedsspiel für Mehmet Scholl werde mich noch einmal in der Allianz Arena von allen Fans persönlich verabschieden. Auch dafür bin ich dem Verein sehr dankbar, dass er mir das ermöglicht.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei allen Fans für ihre Treue und Unterstützung in den letzten Jahren recht herzlich bedanken. Wer weiß, vielleicht gibt es ja auch mal ein Wiedersehen mit Feyenoord – am liebsten natürlich in der Champions League.

Servus und bis bald

Euer
Roy Makaay

© 2007 Traumtorschuetze / Quelle: fcb.de / Foto: dustpuppy used under Creative Commons License

Das 10 Sekunden Tor gegen Real Madrid – ein typischer Makaay

Gute Freunde kann niemand trennen Longsleeve

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Ein Kommentar zu “Offener Brief von Roy Makaay

  1. Raphael Einetter 26. März 2010 um 10:22 pm

    Roy bleibt den Bayern eben TROY! 😉

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